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Bienen: Blumenwiesen im Garten sind gut – aber nicht für alle

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Von: Lara-Sabrina Kiehl

Wer bienenfreundliche Blumen anpflanzt, setzt häufig auf Blumenmischungen. Doch nicht alle Pflanzen sind auch für alle Bienen geeignet.

München – Wer statt eines Steingartens eine bunt blühende Mischung an Blumen anpflanzt, der tut schon so einiges Gutes für Bienen. Doch ganz so leicht wie es auf den ersten Blick zu scheinen mag, ist es mit den Blumen und Bienen gar nicht. Denn so manche Pflanzen sind als Nahrungsquelle für die fleißigen Helfer der Natur gar nicht geeignet – darunter sogar einige der beliebtesten Garten-Gewächse. Und auch bekannte Blühmischungen sind nicht für alle Bienen die ideale Lösung.

Bienen: Blumenwiesen im Garten sind gut – aber nicht für alle

Wer bienenfreundliche Blumen anpflanzt, setzt häufig auf Blumenmischungen. Doch nicht alle Pflanzen sind auch für alle Bienen geeignet.
Bei bienenfreundlichen Pflanzen sind Pollen und Nektar gut zu erreichen. (Symbolbild) © imagebroker/Imago

Wer beim Einkauf auf vom Händler als „bienenfreundlich“ deklarierte Pflanzen zurückgreift, liegt in der Regel richtig. Jedoch sollte nicht nur auf zusammengesetzte Blühmischungen oder Bienenweiden gesetzt werden. Denn von diesem Blumenmenü profitieren meist nur Honigbienen. Wildbienen wird damit nicht geholfen, vor allem weil sie größtenteils hoch spezialisiert auf bestimmte Pflanzengruppen sind, die in diesen Mischungen nicht enthalten sind. Blumensamen für Bienen gibt es auch aus dem Kaugummiautomaten.

Achten Sie deswegen darauf, Ihren Garten möglichst blüten- und abwechslungsreich zu gestalten und im Idealfall sogar auf die bei Ihnen lebenden Bienen anzupassen. Wichtig ist es auch, das ganze Jahr über blühende Pflanzen im Garten zu haben. Schauen Sie deswegen auf die Blütezeit. Bienen benötigen eine Nahrungsgrundlage vom frühen Frühling bis in den Spätherbst. Im Frühling sollten Sie auch keine Weidenkätzchen abschneiden, da sie wichtige Bienennahrung sind.

Bienen: üppige Blüten sind schön, jedoch keine Nahrungsgrundlage

Doch nicht nur die Blütezeit ist zu beachten, auch die Blütenform ist ausschlaggebend für eine Eignung als Bienenfutter. Bei neuen Züchtungen entwickeln Blumen oft vollgefüllte und von daher auch besonders prächtige Blüten. Das macht sie in Gärten zwar sehr beliebt, doch für Bienen stellen sie keine gute Nahrungsgrundlage dar. Das Problem ist, dass Bienen durch die üppigen Blütenblätter nicht durchkommen und somit auch nicht an die Pollen und den Nektar gelangen.

Pfingstrosen oder auch Bauern-Hortensien gehören zu diesen wenig bienenfreundlichen Blumen, die in Gärten aber große Beliebtheit erlangt haben. Die für Bienen idealen Blumen haben im Gegensatz dazu offene und kelchförmige Blüten. Die Pollen sollten Sie selbst gut erkennen können. Doch sogar augenscheinlich einfach zugängliche Blüten sind keine Garantie für Bienenfreundlichkeit. Denn einige Züchtungen sind steril, wie zum Beispiel die meisten Forsythien-Arten.

Bienen: bienenfreundliche Pflanzen der verschiedensten Arten

Wer sein Garten zum Bienenparadies werden lassen möchte, sollte sich zunächst über bienenfreundliche Pflanzen gut informieren. Dazu gehören Gewächse der verschiedensten Arten, von der einjährigen Blühpflanze bis hin zum Ziergehölz. Hier eine Auswahl verschiedener Pflanzen aus den wichtigsten Kategorien, die Ihren Garten bienenfreundlich machen:

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