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Bienen retten: Mit Zucker-Wasser-Lösung in Legostein

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Von: Sina Lück

Mithilfe einer Zucker-Wasser-Lösung lassen sich erschöpfte Bienen gut aufpäppeln. Damit die Insekten nicht ertrinken, hilft ein einfacher Trick.

Frankfurt am Main (Hessen) – Plötzliche Kälteeinbrüche, längere Regenperioden, Mangel an Nahrungsquellen: Auf der Suche nach einem geeigneten Nistplatz geht vielen Bienen im Frühjahr und Sommer der Nektarvorrat aus. Immer wieder kann man dann erschöpfte Insekten auf der Straße beobachten. Doch mit einer Zucker-Wasser-Lösung und einem Legostein lässt sich so manches Bienenleben retten.

Bienen retten: Mit Zucker-Wasser-Lösung in Legostein

Eine Biene, die erschöpft am Boden sitzt, benötigt schnell Hilfe. Zunächst sollte das Tier von der Straße in Sicherheit gebracht werden. Das klappt am besten mit einem Blatt oder einem Stück Papier bzw. Taschentuch. Ein spezieller „Energietrunk“ gibt dem geschwächten Insekt anschließend die nötige Kraft, um weiterzufliegen. Die Stadt Heiningen will mit einer gedimmten Straßenbeleuchtung die biologische Vielfalt von Insekten stärken.

Für eine Notfütterung von Bienen mischen Sie folgende Komponenten zu einer Zucker-Wasser-Lösung:

Mithilfe einer Zucker-Wasser-Lösung lassen sich erschöpfte Bienen gut aufpäppeln. Damit die Insekten nicht ertrinken, hilft ein einfacher Trick.
Erschöpfte Bienen, die am Boden sitzen, können mit einer Notfütterung gerettet werden. (Symbolfoto) © Blickwinkel/Imago

Falls Sie keinen Fruchtzucker zu Hand haben, verwenden Sie alternativ nur Haushaltszucker. Achtung: Andere Zuckerarten oder -alternativen sind für eine Notfütterung nicht geeignet. Dazu gehören auch:

Bienen retten: Legostein bewahrt Insekten vorm Ertrinken

Nachdem sich der Zucker unter gelegentlichem Umrühren gut aufgelöst hat, kann die Mischung verabreicht werden. Dabei ist ein Legostein aus der Spielzeugkiste von Kindern besonders nützlich: Umgedreht dient er als ideales Gefäß zum Füttern von Bienen. Denn dort können die Insekten nicht hineinfallen und ertrinken. Außerdem können ihre Flügel so nicht verkleben. Auch ein umgedrehtes Blatt eignet sich als Trinkbehälter für die Bienen. Schon bald hat die Biene wieder genug Kraft, um weiterzufliegen. Übrigens: Über den „Energietrunk“ freuen sich auch geschwächte Hummeln.

Bienen retten: Insektenfreundliche Pflanzen helfen langfristig

Um Wildbienen und anderen nützlichen Insekten langfristig zu helfen, können Garten- und Balkonbesitzer bienenfreundliche Pflanzen anbauen. „Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Lavendel und Borretsch oder Bohnenkraut können problemlos auf dem sonnigen Balkon oder der Fensterbank im Topf gezogen werden“, rät Christian Bourgeois, Initiator des Bienenretter-Projekts. Diese Blumen schmecken Bienen und Hummeln besonders gut:

Für ein möglichst vielfältiges Insekten-Buffet eignen sich auch Blumensamen aus dem Kaugummiautomaten. Nicht geeignet für Bienen und Hummeln sind dagegen gefüllte Blumen wie Rosen oder Dahlien sowie typische Beetpflanzen. „Geranien und Fleißige Lieschen sehen vielleicht schön aus, sind ökologisch jedoch völlig wertlos“, klärt Bourgeois auf.

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