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Bienen schlafen nur zehn Minuten am Tag – fünf skurrile Fakten

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Von: Nina Marie Jarosch

Woraus besteht Waldhonig wirklich und wie viel Schlaf braucht eine Biene täglich? Wir verraten fünf skurrile Fakten über die summenden Insekten.

München – Weltweit gibt es rund 20.000 verschiedenen Bienenarten, davon sind neun bekannte Honigbienenarten. Allein in Deutschland leben über 560 Wildbienenarten, von denen mehr als die Hälfte vom Aussterben bedroht ist. Das liegt zum einen an der Klimaveränderung, zum anderen aber auch am hohen Einsatz von Pestiziden und der Zerstörung ihres Lebensraums durch den Menschen.

Vor allem die Honigbiene könnte ohne die Imker heute kaum noch existieren. Glücklicherweise interessieren sich hierzulande immer mehr Menschen für Bienenschutz und immer mehr entdecken ihre Liebe für die Imkerei. Doch über die summenden Insekten gibt es weit mehr zu wissen, als dass sie Pflanzen bestäuben und Honig produzieren. Wir verraten Ihnen fünf skurrile und spannende Fakten über Bienen, von denen Sie wahrscheinlich noch nicht gehört haben.

Bienen schlafen nur zehn Minuten am Tag – fünf skurrile Fakten

Honigbienen stecken ihren Kopf in eine Wabe, um zu schlafen.
Honigbienen stecken ihren Kopf in eine Wabe, um zu schlafen. (Symbolbild) ©  Imagebroker/Imago

Es klingt verrückt, ist aber tatsächlich wahr. Die fleißigen Honigbienen schlafen pro Tag nur zehn bis 15 Minuten. Das reicht ihnen aus, um einen Tag lang ihrer Arbeit nachzugehen. Und das ist noch nicht das einzig ungewöhnliche an ihrem Schlafverhalten. Um im Bienenstock zu schlummern, stecken die Insekten ihren Kopf in eine Wabe und lassen die Beinchen entspannt herabhängen. Weil Filmaufnahmen belegen, dass die Beinchen während dem Schlaf zucken, nimmt man an, dass Bienen sogar träumen.

Waldhonig ist aus Blattlaussekret – fünf skurrile Fakten

Mancher Honig wird von Bienen nicht aus dem Nektar von Blüten, sondern aus den Ausscheidungen von Blattläusen hergestellt. Wer das eklig findet, sollte in Zukunft die Finger von Waldhonig lassen. Denn genau der wird aus den Sekreten der Blattläuse gewonnen. Aber warum machen die Bienen das überhaupt? Da die Ausscheidung der Blattläuse der Konsistenz von Nektar sehr ähnelt, können die Bienen es nicht unterscheiden, sammeln es ein und verarbeiten es zu Honig weiter. Da er nicht klassisch aus Blüten gewonnen wird, darf der Waldhonig sich auch nicht Blütenhonig nennen.

Bienen haben eigene Klimaanlage – fünf skurrile Fakten

Im Bienenstock sollte die Temperatur stets zwischen 20 und 30 Grad sein. Wenn es im Sommer zu heiß wird, werfen die Bienen ihre eigene Klimaanlage an, denn vor allem für den Nachwuchs ist die richtige Temperatur besonders wichtig. Sie sammeln sich vor dem Eingang des Nestes und fächern mit ihren Flügeln die warme Luft aus dem Bienenstock - sie werden quasi zum lebenden Ventilator. Außerdem wurde beobachtet, dass sie die Waben und auch die fächernden Bienen im Stock mit Wasser besprühen, um so durch Verdunstung für zusätzliche Abkühlung zu sorgen.

Fünf skurrile Fakten über Bienen – bei Rauch „packen sie ihre Koffer“

Imker lenken ihre Bienenvölker mit Rauch ab, wenn sie ihre Arbeiten erledigen. Der Rauch soll die Tiere ablenken. Denn bei Rauch wittern die Bienen Gefahr durch Feuer im Bienenstock, was wiederum dazu führt, dass sie noch schnell Vorräte einzusammeln wollen, bevor sie die Flucht ergreifen. Jedes Tier saugt sich nochmal mit Honig voll, damit das Volk dann gemeinsam ausfliegen und eine neue Bleibe suchen kann. Daher sitzen die Bienen bei Rauch erstmal alle auf den Waben und ein Imker kann ungestört arbeiten.

Fünf skurrile Fakten über Bienen – Drohnen haben nur einen Zweck zu erfüllen

Die männlichen Bienen, die auch Drohnen genannt werden, existieren nur, um die Königin zu befruchten. Haben sie diesen Zweck erfüllt, sterben sie sofort, da ihr Penis in der Königin steckenbleibt und abreißt. Wenn es ihnen nicht gelingt, sind sie ebenfalls zum Tode verurteilt. Denn kehren sie ohne Erfolg nach dem Hochzeitsflug in den Bienenstock zurück, werden sie dort nicht mehr weiter gefüttert. Selbst Nahrung sammeln können männliche Bienen nicht, also sterben sie dann früher oder später.

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