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Lebensraum für Bienen: So wird ihr Garten zum Bienenparadies

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Zu sehen ist ein violetter Krokus mit einer Biene auf der Blüte im Garten. (Symbolbild)
Frühblüher wie Krokusse dienen den Bienen ab Februar als erste wichtige Nahrungsquelle. (Symbolbild) © bodenseebilder.de/Imago

Ein Bienengarten bietet Bienen und Insekten Nahrung und Lebensraum. Wer einen solchen plant, sollte dabei auf bestimmte Pflanzen und weitere Elemente setzen.

Wachtberg bei Bonn – Rund vierzigtausendmal fliegen dem Deutschen Imkerbund zufolge Bienen für die Produktion von 500 Gramm Honig aus ihrem Stock. Dabei sehen sie sich einem zunehmend schwindenden Lebensraum gegenüber. Ein Bienengarten stellt Bienen sowie anderen Insekten Nahrung und Nistplätze zur Verfügung.

Lebensraum für Bienen: Die Planung von Beeten und mehr im Vorfeld

Einen Garten für Bienen zu planen, erfordert eine gewisse Vorbereitung. Das betrifft die Wahl der Pflanzen sowie die Gestaltung des Umfelds. Auch der optimale Zeitpunkt spielt eine Rolle. Wildbienen sollten von März bis Oktober ein möglichst umfangreiches Nahrungsangebot vorfinden. In diesem Zusammenhang sind die Blütezeiten der jeweiligen Pflanzen zu beachten. Bei der Erstanlegung ist es ratsam, nicht nur auf Beete mit bereits blühenden Stauden, Büschen, Sträuchern und Bäumen zu setzen, sondern auch Vorbereitungen für den Herbst und das Frühjahr zu treffen.

Grundsätzlich gilt beim Anlegen eines Bienengartens: Unkraut, wild wachsender Rasen, trockene Hölzer und Stauden sollten möglichst stehen bleiben. Sie bieten Lebensraum und Überwinterungsplätze für Bienen aller Art.

Nicht zuletzt ist der Standort der verschiedenen Pflanzen relevant. Bei der Planung sollte mitbedacht werden, ob die Beete hinsichtlich der Böden und die Lichtverhältnisse den Bedürfnissen von Blumen und Co. entsprechen.

Lebensraum für Bienen: Diese Pflanzen sind bienenfreundlich

Da vor allem Wildbienen bei der Wahl der zu bestäubenden Pflanzen wählerisch sind, empfiehlt es sich, bei der Auswahl auf heimische Arten zu setzen. Vorteilhaft für den Bienengarten sind grundsätzlich Sorten mit einer großen Anzahl Blüten, die viele Pollen oder große Mengen Nektar produzieren. Nicht geeignet sind gefüllte Blüten. Sie wurden züchterisch vermehrt und bieten Bienen keine Nahrungsgrundlage.

Welche Pflanzen im Bienengarten gerne gesehen sind, lässt sich der Tabelle entnehmen:

Wichtig: Einige der genannten Arten können für Menschen und manche Haustiere giftig sein. Das gilt zum Beispiel für Traubenhyazinthen und Krokusse, die für Hunde und Katzen gefährlich werden können.

Bienengarten: Weitere Elemente für einen artgerechten Lebensraum

Bienen und andere Insekten sollten das ganze Jahr über eine artgerechte Umgebung vorfinden. Dazu gehören neben der Bepflanzung weitere Elemente wie die Folgenden:

Wasserstellen sind vor allem im Sommer wichtig. Ist keine Möglichkeit gegeben, einen Teich oder einen Bachlauf anzulegen, können auch mit Wasser gefüllte flache Behälter aufgestellt werden.

Mit einem Komposthaufen lässt sich insektenfreundlicher Dünger herstellen. Grundsätzlich sollte man im Bienengarten ausschließlich natürlich düngen und von Pestiziden Abstand nehmen.

Totholz ist ein beliebter Nistort der Holzbienen und auch Hummeln ziehen in die Stapel ein. Insektenhotels dienen als Nistplatz und zum Überwintern.

Bienengarten: Tipps für einen Ganzjahresgarten

Während Bienen im Sommer noch weitgehend unkompliziert Nahrung finden, sieht das im Herbst und Winter anders aus. Beim Planen eines Bienengartens sollten diese Jahreszeiten mit einbezogen werden. So ist es ratsam, Pflanzen im Herbst nicht zu früh zurückzuschneiden. Sie dienen den noch aktiven Insekten als Nahrung. Viele Sorten gedeihen bis in den November hinein. Dazu zählen zum Beispiel die folgenden:

Für den Winter eignen sich folgende Pflanzen:

Im Herbst sollte mit der Planung für das kommende Jahr begonnen werden. Dann ist zum Beispiel Zeit, Narzissenzwiebeln („Osterglocken“), Krokusse und Schneeglöckchen für die Blüte im Frühjahr zu pflanzen.

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