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Einfütterung: So bringen Sie Ihre Bienen sicher durch den Winter

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Ein Imker füttert ein Bienenvolk mit Zuckerwasser (Symbobild)
Ein Imker füttert ein Bienenvolk mit Zuckerwasser (Symbolbild) © Frank Sorge/IMAGO

Die Einfütterung von Bienen ist ratsam, wenn Bienen entweder nicht ausreichend Futter in der Natur finden oder besondere Leistungen erbringen müssen.

Wachtberg-Villip – Mithilfe der Einfütterung können Bienen versorgt werden, wenn sie nicht die Möglichkeit haben, ihren Bedarf selbst zu decken. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Die Art des Futters und die Menge sollten auf die Bedürfnisse des Bienenvolkes abgestimmt sein. Mit Ratschlägen und Tipps hilft Einsteigern der Deutsche Imkerbund e. V. oder ein erfahrener Imker in der Nähe.

Bienen-Einfütterung: Warum zusätzliches Futter nicht nur im Winter notwendig ist

Bienen sind selbst in der Betreuung durch den Imker streng genommen Wildtiere. Die Insekten sind sehr selbstständig und sammeln Pollen und Nektar, gerade um damit Nahrung für den Winter und die Brut einzulagern. Doch in weniger guten Jahren reicht der Ertrag der Sammeltätigkeit nicht immer, sodass das Volk im Winter durch Hunger dezimiert würde.

Außerdem entnehmen Imker den von den Bienen eingelagerten Honig. Die Einfütterung bietet einen Ersatz für diese Entnahme und trägt dazu bei, dass die Tiere die Wintermonate gut überstehen. Im Frühjahr ist die Durststrecke noch nicht überstanden, da Bienenvölker sich zu dieser Jahreszeit für die Brut verausgaben, ohne dass schon ein großes Angebot von Pollen und Nektar durch Frühlingsblüten vorhanden wäre.

Bienen-Einfütterung: Die angemessene Ernährung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Bienen durch Einfütterung zu unterstützen. Die wohl traditionellste ist das Angebot von Zuckerlösung im Verhältnis 3:2 – also aus drei Teilen Kristallzucker und zwei Teilen Wasser hergestellt. Außerdem können Imker auch auf andere Substanzen zugreifen:

Die Zuckerlösung wird von den Insekten gern akzeptiert und kann gut dosiert werden. Auch Honig schätzen die Bienen, doch nicht jeder Honig ist geeignet. Fremdhonig sollte grundsätzlich nicht verwendet werden, da man mögliche Belastungen und daraus resultierende Erkrankungen des Bienenvolkes nicht abschätzen kann. Eigenhonig ist allerdings ebenfalls nicht immer ideal, vor allem, wenn es sich um dunklen, kräftigen Honig handelt. Besser ist Blütenhonig mit nicht zu hohem Anteil an Honigtau.

Einfütterung für Bienen: Welche Menge zu welchem Zeitpunkt?

Mit der Einfütterung der Bienen können Imker ab Ende Juli beginnen, um die Bienenvölker auf den Winter vorzubereiten. Die wichtigsten Monate sind zunächst Juli, August und September, danach sollten die Bienen gut vorbereitet sein. Die Menge des benötigten Futters hängt vom jeweiligen Monat ab sowie von der Größe des Volkes. Erfahrene Imker geben Richtwerte zwischen 13 und 16 Kilogramm Futter pro Volk für die kalte Jahreszeit an.

Die Art und Weise der Einfütterung hat wesentlichen Anteil am Erfolg. Das Futter kann in einer eigens dafür vorbereiteten Wanne in die „Beute“, den Bienenstock, gegeben oder in eine sogenannte Futtertasche eingehängt werden. Gefüttert wird am besten abends und bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius – so sind die Bienen am besten in der Lage, das Futterangebot wahrzunehmen. Alternativ können Rahmen mit bereits befüllten Honigwaben eingehängt werden, an denen sich die Bienen bedienen.

Bienen-Einfütterung: Vorsicht vor Räubern!

Die Einfütterung soll den Bienen zugutekommen, doch vor allem hochwertiges Futter zieht rasch ungebetene Gäste an. Bienen verteidigen ihr Zuhause permanent gegen Hornissen und Wespen, aber auch andere Tiere haben es auf den Honig abgesehen. Gut getarnt ist der Totenkopfschwärmer, der den Geruch der Bienen imitiert und sich auf diese Weise Einlass verschafft. Der beste Schutz ist ein möglichst enges Einflugloch zur Beute, denn damit wird größeren Insekten der Zugang erschwert oder sogar unmöglich gemacht. Wichtig ist beim Befüllen von Futterwannen oder Futtertaschen, ein Kleckern zu vermeiden beziehungsweise verschüttetes Zuckerwasser oder Futterteig sorgfältig abzuwaschen. Andernfalls würde man räuberische Eindringlinge auf das Nahrungsangebot aufmerksam machen.

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