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Babybiene trägt Riesenfracht – ab dem 22. Tag helfen sie mit

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Von: Jasmin Farah

Dass Bienen fleißig sind, weiß jedes Kind. Sie sammeln Nektar, um das Überleben ihres Volkes zu sichern. Auch die Kleinsten müssen schon früh ran.

Es summt und brummt: Vom Frühjahr bis zum Herbst hinein ist die Honigbiene damit beschäftigt, auf Nahrungssuche zu gehen. Dabei legt das fleißige Insekt einen weiten Weg zurück und das ziemlich rasant: So ist die Honigbiene laut dem Deutschen Imkerbund mit etwa 20 Kilometer pro Stunde unterwegs, um Pollen und Nektar zu sammeln.

Babybiene trägt Riesenfracht – ab dem 22. Tag helfen sie mit

Wenn sie bei einer Blüte angekommen ist, saugt sie mit ihrem langen Rüssel den süßen Pflanzensaft in ihren Honigmagen. Und obwohl das Insekt so klein ist, ist letzterer erst nach 200 Blüten komplett gefüllt. Dann bringen Sie den Nektar nach Hause in den Bienenstock. Diesen sammelt die Imme, um das Überleben ihres Bienenvolks zu sichern.

Der Pflanzensaft dient ihnen als Nahrungsquelle und aus ihm wird der allseits beliebte Honig hergestellt. Dazu speicheln die Bienen ihn ein. Im Speichel sind Verdauungsenzyme enthalten, die das süße Sekret in Fruchtzucker und Traubenzucker aufspalten und den Wasseranteil verringern. Im Bienenstock angekommen, wird es wieder von den Bienen heraufgewürgt und weiterverarbeitet. Doch die bräunlichen Insekten nehmen nicht nur von den Pflanzen, sie geben auch viel zurück.

Denn während sie von Blüte zu Blüte fliegen, bleiben auch immer wieder Pollen an ihrem Haarkleid hängen, wenn sie in deren Innere kriechen. Dadurch sorgen die Honigbienen dafür, dass die Pollen teilweise kilometerweit mitgetragen und verstreut werden. Auf diese Weise tragen sie ihren Teil zur Artenvielfalt bei. Tatsächlich lässt sich das gut beobachten. Denn je mehr Pollen eine Biene gesammelt hat, desto mehr hängt davon an ihren Hinterbeinen.

Babybiene trägt Riesenfracht – der Lebenszyklus einer Honigbiene

Diese kleben zu großen, gelben Klumpen zusammen. Imker nennen sie auch liebevoll „Pollen-Höschen“. So wie der Instagram-User und Hobby-Imker „MyBeeLine“. Er hat kürzlich ein Bild seiner Honigbienen gepostet, das besonders herzig ist. Auf ihm ist eine Baby-Biene zu sehen, deren Pollen-Täschchen im Vergleich zum kleinen Körper riesig aussehen. Auch die über 21.000 Follower finden diesen Anblick einfach zuckersüß und posten in ihren Kommentaren ganz viele Herzen. Doch ab wann müssen eigentlich die Kleinsten im Bienenvolk ran und mit auf die Nahrungssuche?

Das Leben einer Arbeiterin in einem Bienenstaat ist nicht besonders lange. Sommerbienen leben meist nur 35 Tage, Winterbienen hingegen bis zu neun Monate. In diesem Lebenszyklus üben sie verschiedene Tätigkeiten aus. Doch grundsätzlich haben beide gemein, dass sie ab dem 22. Tag, nachdem sie geschlüpft sind, als Flugbiene unterwegs sind. Sie sammeln Nektar und Pollen und fächeln dem gesammelten Sekret mit den Flügeln Kühle zu, damit er aushärtet. Das macht sie schließlich bis zu dem Tag, an dem sie stirbt, entweder als Sommerbiene am 35. Tag oder als Winterbiene entsprechend länger.

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