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Honigbienen: Diese Rassen sind unter Imkern am beliebtesten

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Italienische Biene (Apis mellifera ligustica) (Symbolbild)
Italienische Biene (Apis mellifera ligustica) (Symbolbild) © IMAGO

Hunderte von Bienenarten gibt es allein in Deutschland, doch bei vielen von ihnen handelt es sich um Wildbienen. Wenn von Rassen die Rede ist, meinen Imker gewöhnlich Unterarten der Honigbiene.

Wachtberg-Villip – Wie der Deutsche Imkerbund e. V. angibt, halten Deutschlands Imker durchschnittlich 6,6 Bienenvölker. Dabei sind verschiedene Bienenarten als Unterarten der Apis mellifera – der Honigbiene oder Westlichen Honigbiene – in der Bundesrepublik beziehungsweise in Europa vertreten.

Bienenarten: Rassen gibt es eigentlich nicht

Über ganz Europa und Teile des Orients verbreitet ist die sogenannte Westliche Honigbiene oder Apis mellifera. Schon seit der Antike bemühen sich Imker darum, diese Bienen, die in Völkern leben und arbeiten, in Behausungen heimisch zu machen. Auf diese Weise profitiert der Mensch vom Sammeleifer der Bienen und gewinnt Honig. Dabei fand eine regelrechte Züchtung, die auf die Ausbildung bestimmter Rassen oder Rassemerkmale abzielt, jedoch bis in die Neuzeit hinein nicht statt.

Die Charakteristika der Bienenarten dürften sich mehr oder weniger durch räumliche Nähe in bestimmten Ausbreitungsgebieten verfestigt haben und lassen sich bis heute dort nachweisen. Durch den leichteren Transport von Bienenvölkern kommt es nun allerdings vermehrt zu Durchmischungen, die von Imkern nicht immer erwünscht sind.

Bienenarten: Beliebte Rassen

In Deutschland werden vor allem Völker der folgenden Bienenarten gehalten:

Bienenarten: Pflegeleicht in Haltung und Verhalten

Imker wünschen sich natürlich Rassen, die mit guten Honigerträgen dienen können und dabei nicht allzu viele Umstände machen. Daher ist die derzeitige Verbreitung der Kärntner Biene in Deutschland ein wenig rätselhaft. Sie gehört nicht zu den ausgesprochen friedlichen Bienenarten. Weltweit geben Imker der Ligustica-Biene aus Italien den Vorzug. Sie ist sammelfreudig und dabei in Verhalten und Haltung nach Meinung von Fachleuten sehr angenehm.

Dennoch kann man sich als Imker nicht einfach für Bienenarten entscheiden, die in der unmittelbaren Umgebung nicht heimisch sind. Spätestens, wenn junge Bienenköniginnen heranwachsen, kann es zu spontanen Vermischungen der Rassen kommen. Bienen paaren sich im Flug und legen dabei enorme Distanzen zurück. Zum Zug kommen meist mehrere Drohnen; die eigentlichen Paarungen und die daran möglicherweise beteiligten Arten kann der Imker kaum kontrollieren.

Bienenarten: Gibt es Unterschiede beim Ertrag des Honigs?

Wie viel Honig ein Bienenvolk produziert, hängt nach Erkenntnissen von Forschern weniger von den speziellen Eigenschaften der Bienenarten ab. Wesentlich wichtiger für die Insekten sind das örtliche Klima und die zur Verfügung stehende Pflanzenwelt, von Imkern „Tracht“ genannt. Liefern die Pflanzen der Umgebung ausreichend Blütenstaub, kann ein einziges Bienenvolk bis zu 30 Kilo Pollen sammeln und im Nest einlagern. Neben den Pollen sammeln Bienen Nektar in den Blüten der Tracht, der mit Enzymen, Säuren und Eiweißen versetzt und auf diese Weise haltbar gemacht wird. In den Wachswaben des Bienenstocks wird der Nektar eingelagert, bis ein Fünftel seines Flüssigkeitsgehalts verdunstet ist. Danach werden die „Honigwaben“ versiegelt.

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