Material-Checkliste

Imker-Inventur: Mit diesen Must-haves kann die Bienensaison starten

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Ist Ihnen auch schon einmal mitten in der Bienensaison das Arbeitsmaterial ausgegangen? Mit dieser Checkliste passiert Ihnen das bis zur Honigernte nicht mehr.

München – Die Güter- und Warenknappheit beherrscht derzeit viele Branchen. Wie es im Frühjahr aussehen wird, kann man jetzt noch nicht genau sagen. Doch um als Imker in jedem Fall gut ausgestattet zu sein, lohnt es sich bereits jetzt alles für die kommende Bienensaison und Honigernte parat zu haben. Zeit also für ein Materialcheck.

Imker-Inventur: Mit diesen Must-haves kann die Bienensaison starten

Bevor im Frühjahr oder Sommer die Materialien ausverkauft sind, bietet es sich an, die noch ruhige Zeit zu nutzen, um die kommende Saison vorzubereiten. Von Anhänger bis Zeichenfarbe braucht es so einige Dinge zum Imkern sowie für die Honigernte. Anbei eine hilfreiche Checkliste, die Sie an alles erinnert, was Sie jetzt benötigen – von den unterschiedlichsten Aufgaben bis hin zu einer stressfreien Honigernte.

Smoker und Schutzanzug sind zwei wichtige Dinge, die Imker bis zur Honigernte benötigen. (Symbolbild)

Imker-Inventur: Alles für die tägliche Kontrolle

Da der Bau von Zargen, Waben und Mittelwänden sehr zeitintensiv sein kann, bereiten Imker dies oft neben der Saison vor. Doch es gibt noch mehr, auf das Sie bei der täglichen Kontrolle achten sollten:

  • Smoker: Den Smoker reinigen und brennbare Rohstoffe wie Eierkartons, Holzstücke, Sägespäne oder auch Kleintierstreu sammeln oder kaufen. Nützlich ist auch ein Ersatzfeuerzeug.
  • Besen und Stockmeißel: Auch diese beiden Materialien können gereinigt oder aber auch wenn nötig nachgekauft werden. Kleiner Tipp: einen roten Meißel findet man im Gras schneller wieder.
  • Imkeranzug und Handschuhe: Kontrollieren Sie die Kleidung auf eventuelle Schäden.
  • Rähmchen mit Mittelwänden, Wabendraht, Wabendrahtspanner und Trafo-Löter: Rechnen Sie im Idealfall schon im Winter aus, wie viele Waben Sie im Frühjahr benötigen und klären, wie viele noch im Lager sind. Vor allem Rähmchen sollte man frühzeitig bestellen. Wachs sollten Sie im Herbst oder Winter umarbeiten lassen.
  • Zargen: Muss neues gebaut oder gekauft werden? Hersteller und Händler haben auch hier im Frühjahr oft längere Lieferzeiten. Deshalb: früh kalkulieren und einkaufen.
  • Material für Fluglöcher: Zum Verschließen eignen sich Holzkeile oder Schaumgummi
  • Beutenböcke: Sind die vorhanden Böcke allen noch sicher und standfest?

Imker-Inventur: Die Markierung der Königinnen

Alle fünf Jahre wiederholt sich die Farbe, mit denen die Königinnen markiert werden. Im Jahr 2022, werden alle Königinnen zum Beispiel gelb markiert. Doch was benötigen Sie dafür?

  • Königinnen-Zeichenrohr, -fänger, -käfig, oder -kolben: Zum besseren Austrocknen der Farbe und für mehr Sicherheit für die Biene.
  • Zeichenfarbe oder Opalith-Plättchen: Informieren Sie sich über die Farbe des aktuellen Jahres. Nutzen Sie Opalith-Plättchen, schauen Sie auch, ob Sie noch genug Kleber haben und dieser nicht ausgetrocknet ist.

Imker-Inventur: Alles, was es zum Fangen braucht

Während der Schwarmzeit erleichtert ein Schwarmfangkasten das Fangen und Transportieren. Dies gilt es noch vorab zu klären:

  • Eimer oder Schwarmfangkasten: Ideal sind Schwarmfangkisten mit Stiel, denn so können Sie mit einer Hand die Fangkiste halten und mit der anderen am Ast rütteln. Wer allerdings keine Schwarmfangkiste hat, kann auch einen Papierkorb mit dünner Maschenweite, damit der Schwarm noch genug Luft bekommt, nehmen und diesen mit einer Holzplatte abdecken.
  • Leiter: Kann besonders nützlich sein, wenn der Schwarm weit oben in einem Baum sitzt.
  • Wassersprühflasche: Werden Bienen mit Wasser besprüht, sitzen sie enger zusammen und fliegen nicht mehr.

Imker-Inventur: Die Völkerwanderung gut vorbereitet

Gehören Sie zu den Imkern, die mit ihren Völkern wandern? Dann vergewissern Sie sich, dass Sie diese Dinge haben:

  • Anhänger: Um Bienenvölker zu transportieren, werden sie meist auf Anhänger geladen. Doch ist der Anhänger auch intakt, angemeldet und hat auch noch eine gültige TÜV Plakette?
  • Ratschengurte: Für die optimale Sicherung der Beute während der Fahrt.
  • Material, um das Flugloch zu schließen: Denken Sie daran, beim Wandern die Fluglöcher zu schließen. Manche Böden haben bereits Klappen. Ansonsten hilft auch Kantholz oder Schaumstoff.
  • Beutenböcke: Zum Aufstellen der Bienenstöcke am neuen Standort.

Imker-Inventur: Eine reibungslose Honigernte

Die Schleuder ist das teuerste Material für die Honigernte. Fragen Sie am besten bei einem Verein an, ob Sie sich die Schleuder ausleihen dürfen. Oft bieten Vereine dies an. Aber was benötigen Sie noch alles für die Honigernte?

  • Bienenflucht: Die Bienenflucht verhindert, dass die Bienen aus dem Brutraum wieder in den Honigraum kommen. So kann der Imker die Honigwaben herausziehen, ohne Bienen abfegen zu müssen.
  • Futtertröge: Ist der Honig entnommen, beginnt die Fütterung. Auch hier ist es wichtig, genug Futtergeschirr zu haben.
  • Refraktometer: Testen Sie vor der Entnahme den Wassergehalt des Honigs.
  • Entdeckelungs-Gabel und -Wanne: Um das Deckelwachs zu entfernen und um zu verhindern, dass der Honig auf den Boden oder Tisch tropft.
  • Honig-Eimer, -Sieb und -Rührer: Kalkulieren Sie sorgfältig, wie viele Eimer Sie womöglich benötigen und prüfen Ihr Sieb. Hat es ein Loch, so sollte es ersetzt werden. Ein Rührer eignet sich insbesondere für Blütenhonig.
  • Gläser und Etiketten: Zum Abfüllen dürfen genügend Gläser und entsprechende Etiketten nicht fehlen. Achten Sie beim Etikett auf die vorgeschriebenen Angaben. Darauf stehen muss die Verkehrsbezeichnung, das Ursprungsland*, Name und Anschrift des Imkers oder Händlers, die Füllmenge als Nettogewicht, das Mindesthaltbarkeitsdatum, die Loskennzeichnung (Chargennummer) und der Hinweis zur Aufbewahrung. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © robertkalb photographien/Imago