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Imkern leicht gemacht: Die wichtigsten Fachbegriffe für Anfänger

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Ein Imker mit seinem Bienenstock im eigenen Garten (Symbolbild)
Ein Imker mit seinem Bienenstock im eigenen Garten (Symbolbild) © IMAGO

Imkern kann jeder lernen. Und die Bienenhaltung ist prinzipiell auch überall gestattet. Einsteiger in das Thema Imkern benötigen einige grundlegende Kenntnisse.

Valencia, Spanien – Die ältesten Nachweise auf Menschen, die Bienenprodukte nutzten, finden sich in mittelsteinzeitlichen Höhlenmalereien bei Valencia. Die gezielte Haltung von Bienen fand erstmals in Zentralanatolien statt, um 3.000 v. Chr. erlebte die Imkerei ihre erste Blütezeit im Alten Ägypten. Dort galt Honig als die Speise der Götter und Göttinnen.

Imkern: Voraussetzungen

Heute erfreut sich das Imkern als Hobby großer Beliebtheit. Die wichtigsten Voraussetzungen sind die Freude an der Tätigkeit und die Liebe zur Natur. Die Bienenhaltung an sich ist prinzipiell überall erlaubt. Auch im Garten, in öffentlichen Einrichtungen und auf Firmendächern dürfen die kleinen Tiere angesiedelt werden. Man sollte sich allerdings vorher die Erlaubnis des Grundstückbesitzers einholen und die Nachbarn informieren. Eine Versicherung ist nicht notwendig, aber ratsam. Pflicht ist es dagegen, sich beim örtlichen Veterinäramt anzumelden und seine Daten als Tierhalter zu hinterlegen. Das dient dem Schutz einer Ausbreitung von Bienenkrankheiten und Tierseuchen.

Imkern für Anfänger: Wichtige Fachbegriffe

Wer sich zum ersten Mal mit der Imkerei befasst, stößt schnell auf viele neue Ausdrücke der Imkersprache. Um den Einstieg zu erleichtern, gibt es im Folgenden eine kleine Übersicht über die wichtigsten Fachbegriffe:

Imkern für Anfänger: Der Einstieg

In Deutschland gibt es eine offizielle Ausbildung zum Imker – genauer zum Tierwirt – Schwerpunkt Bienenhaltung –, doch die ist für den Hobbyimker nicht vonnöten. Wer die Bienenhaltung privat betreiben möchte, der kann sich auch an einen Imkerverein, Naturschutzverband oder ein Bieneninstitut wenden. In einem Imkerkurs lernen angehende Freizeitimker, wie sich ein Bienenvolk im Laufe eines Jahres entwickelt und welche Aufgaben anfallen. Nach Abschluss des Kurses schafft sich der Imker seine ersten Bienenvölker an. Meistens fängt er mit zwei bis drei Völkern an und verwendet den Beutetyp, mit der er im Kurs bereits gearbeitet hat. Die Bienenvölker erwirbt man bestenfalls über erfahrene Imkerkollegen oder den Imkerverein. Beim Kauf sollte man auf ein gültiges Gesundheitszeugnis achten. Zur Grundausrüstung gehören ansonsten ein Imkeranzug, Rauchgerät (Smoker), Stockmeißel und ein Abkehrbesen. Für Imkerkurs, Behausungen, Gerätschaften und Völker ist mit einer ersten Investition von rund 1.000 bis 1.500 Euro zu rechnen.

Imkern: Eine erste Anleitung

Die meiste Arbeit beim Imkern fällt im Spätsommer und während der Honigernte an. Im Spätsommer beziehungsweise Herbst muss der Imker die Bienen auffüttern, damit sie die Überwinterung gut überstehen. Das geschieht meistens mit Zucker. Außerdem ist eine zweimalige Behandlung der Völker gegen die Varrao-Milben notwendig, zum Beispiel mit Ameisensäure. Die Honigernte erfolgt in der Regel zweimal im Jahr: zunächst in den Monaten Mai und Juni, dann im Juli oder August. Im Winter ist lediglich ab und an eine Kontrolle von außen nötig, um zu sicherzustellen, dass die Bienen nicht gestört werden und alles in Ordnung ist. Im Frühling gegen März und April stattet der Imker seine Bienen mit ausreichend Wabenrahmen aus, damit sie Brutwaben bauen können, und überprüft die Futtervorräte.

Damit sie die Königin schneller identifizieren können, kleben ihr Imker ein farbiges Plättchen auf den Rücken. Die Farbe zeigt zudem das Alter der Königin an. Da sie nicht älter als fünf Jahre werden, gibt es auch nur fünf Farben.

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