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Allesfresser Hühner: Giftige Pflanzen im Garten stellen Gefahr dar

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Von: Jasmin Farah

Würmer, Küchenabfälle, Körner: Hühner fressen alles, was ihnen unter den Schnabel kommt. Doch wer sie im eigenen Garten hält, muss aufpassen.

München – Wer Hühner im heimischen Grün halten will, muss darauf achten, dass sie artgerecht gehalten und gepflegt werden. Dazu gehört auch die richtige Fütterung. Hühner gelten zwar als Allesfresser und sind beim Futter nicht besonders wählerisch. Dennoch gibt es ein paar Nahrungsmittel, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

Allesfresser Hühner: Giftige Pflanzen im Garten stellen Gefahr dar

Hühner fressen Getreide. (Symbolbild)
Getreide und Samen machen bei Hühnern einen großen Teil ihrer Ernährung aus. (Symbolbild) © Markus Rott/Imago

Grundsätzlich vertragen Hühner zwar vieles, doch besonders Körner, Würmer und Gräser fressen sie für ihr Leben gern. Manche Dinge können aber zu Verdauungsproblemen oder im schlimmsten Fall sogar zu Vergiftungserscheinungen führen. Diese schaden den Haustieren, weshalb auf sie besser verzichtet werden sollte.

Allesfresser Hühner: 1. Tabu verdorbenes Futter

Wer glaubt, dass man verdorbene oder schimmlige Lebensmittel nicht in die Biotonne geben muss, sondern sie an die Hühner verfüttern kann, begeht einen großen Fehler. Auch ihnen bekommen diese Speiseabfälle nicht. Mit der Folge, dass Erbrechen, Durchfall und sogar Herz-Kreislauf-Probleme drohen können. Geben Sie Ihren gefederten Haustieren immer frisches Hühnerfutter, das frei von Schimmel ist. Das Gleiche gilt übrigens auch für gärenden oder matschigen Rasenschnitt. Auch den sollten Sie Ihren Hühnern besser nicht zum Fressen geben. Infolgedessen können diese mit Blähungen oder Durchfall reagieren.

Allesfresser Hühner: 2. Tabu Zitrusfrüchte

Orangen, Zitronen und Co. gibt es im Sommer überall zu kaufen. Sie sind erfrischend und geben Getränken wie Speisen eine spritzige Note. Zudem enthalten sie viel Vitamin C und andere Nährstoffe. Doch wenn Hühner zu viel davon abbekommen, kann die Säure den Magen der Tiere reizen. Es kann sogar zu Darmblutungen kommen. Zwar können sie etwas Orangensaft in die Tränke geben oder die Schalen verfüttern, sollten aber auf die Menge achten. Schließlich fördert es das Wachstum der Hühner, sie gedeihen besser und die ätherischen Öle in Orangen und Zitronen entspannen sie. Mit der Folge, dass sie auch besser Eier legen können. Um den gefederten Haustieren nicht zu schaden, ist es aber wichtig, ihnen nur Schalen aus Bio-Anbau und ohne Pestizide zu geben.

Allesfresser Hühner: 3. Tabu giftige Pflanzen

Artgerechte Hühnerhaltung bedeutet auch, dass sich Hühner im Garten frei bewegen dürfen. Dabei picken sie gerne auch an Pflanzen, die dort wachsen. Doch manche sind giftig und stellen daher für frei laufende Hühner ein Gesundheitsrisiko dar. Sind sie besonders hungrig und fressen viel davon, kann es für die Tiere tödlich enden. Folgende Bestandteile von Pflanzen gehören dazu:

Allesfresser Hühner: 4. Tabu lange Gräser

Auch wenn Grünschnitt ein beliebtes Futtermittel für Hühner ist, sollten Sie auch hier darauf achten, dass Sie besonders lange Halme vor der Fütterung kürzen. Hühner können es sonst nicht richtig kauen. Stattdessen führen die langen Halme dazu, dass ihr Kropf verstopft. Wenn die Haustiere die Gräser dann versuchen, herunterzuwürgen, können diese im Hals stecken bleiben und das Huhn erstickt qualvoll. Das gilt übrigens nicht nur für lange, sondern auch besonders harte, vertrocknete Grashalme. Daher sollten Sie stets frisches Grünzeug verfüttern.

Allesfresser Hühner: 5. Tabu Apfelkerne

Wer Hühner hält, kippt seine Obst- und Gemüseabfälle nicht in die Biotonne, sondern gibt sie oftmals seinen gefederten Tieren zum Fressen. Doch bei Äpfeln oder Stücken davon können Kerne zurückbleiben. Diese schmecken nicht nur bitter, sondern enthalten auch Amygdalin, welches im Körper bei der Verdauung zu Blausäure umgewandelt wird. Dieser Stoff kann ebenfalls für Hühner tödlich sein. Fruchtfleisch und Schale hingegen stellen für die Haushühner kein Problem dar.

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