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Infektiöse Bronchitis bei Hühnern: Symptome und Behandlung

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Brütendes Huhn auf Nest. (Symbolbild)
Die Infektiöse Bronchitis kann die Legeleistung von Hühnern stark beeinträchtigen. (Symbolbild) © Shotshop/Imago

Infektiöse Bronchitis setzt Hühnern sehr zu und kann zum Tod der Tiere führen. Alles Wissenswerte von den Symptomen über die Behandlung bis hin zur Impfung.

Berlin – Laut Institut für Geflügelkrankheiten der Freien Universität Berlin wurde die Infektiöse Bronchitis bei Hühnern das erste Mal 1931 in North-Dakota beobachtet. Ende der 1930er-Jahre waren bereits ganze Legehennenbestände in den USA von diesem Erreger befallen. 1948 gab es erste Vorkommen in europäischen Ländern sowie im asiatischen Raum. Heute kommen Ausbrüche dieser Krankheit weltweit vor.

Infektiöse Bronchitis bei Hühnern: Diese Symptome zeigen betroffene Tiere

Die Infektiöse Bronchitis bei Hühnern ist eine hochinfektiöse Atemwegserkrankung. Sie wird durch Corona-Viren ausgelöst. Diese werden durch Tröpfcheninfektion von einem Tier auf das andere übertragen und über die Nasenschleimhaut aufgenommen. Auch der indirekte Kontakt über das Trinkwasser oder Futter ist möglich.

Die Infektiöse Bronchitis kann sich innerhalb von 48 Stunden im gesamten Hühnerbestand ausbreiten und ist besonders für Küken sowie alte und schwache Vögel lebensgefährlich.

Küken zeigen dabei folgende Symptome:

Ausgewachsene Hühner haben dagegen unter anderem folgende Krankheitszeichen:

Außerdem können Muskulatur, Nerven und Nieren durch das Virus geschädigt werden. Betroffene Tiere halten unter Umständen den Kopf schief oder sind flügellahm.

Infektiöse Bronchitis bei Hühnern: Behandlungsmöglichkeiten

Eine wirksame Therapie gegen die Infektiöse Bronchitis bei Hühnern ist nicht bekannt. Die Tiere müssen die Krankheit komplett durchlaufen. Besitzern bleibt lediglich die Behandlung der Symptome, um den Hühnern etwas Erleichterung zu verschaffen. Wichtig sind hierbei vor allem:

Hühner, die an Durchfall leiden, haben oftmals zusätzlich eine Infektion mit Coli-Bakterien oder Kokzidien. Daher geben Tierärzte in diesen Fällen zusätzlich Antibiotika, um diese Sekundärinfektionen in den Griff zu bekommen.

Infektiöse Bronchitis bei Hühnern: Dauer der Erkrankung

Die Dauer der Infektiösen Bronchitis beträgt bei Küken ein bis zwei Wochen. Allerdings ist bei ihnen die Todesrate sehr hoch, da die Entzündung der Atemwege die Tiere stark schwächt. Sind die jungen Hühner weniger als 18 Tage alt, kommt es oftmals zu bleibenden Schäden im Legedarm, was zu deformierten oder dünnschaligen Eiern führen kann. Auch das komplette Ausbleiben des Eierlegens ist möglich. Diese Hühner bezeichnen Geflügelhalter auch als „falsche Leger“.

Erwachsene Tiere haben die Krankheit meist nach einigen Tagen bis einer Woche überstanden. Problematisch ist bei Legehennen die zum Teil stark eingeschränkte Legeleistung von bis zu 55 Prozent. Viele Tiere erholen sich davon und legen nach sechs bis acht Wochen wieder normal. Bei einigen ist der Eileiter wie bei den jungen Küken durch die Entzündung dauerhaft geschädigt, sodass sie gar nicht mehr legen.

Infektiöse Bronchitis bei Hühnern: Impfung als Vorbeugung

Das beste Mittel, um der Infektiösen Bronchitis bei Hühnern vorzubeugen, sind regelmäßige Impfungen. Fachleute empfehlen hierfür eine Kombination aus Tot- und Lebendimpfstoffen. Die Vakzine eignen sich bereits für Küken ab der dritten Lebenswoche. In besonders gefährdeten Regionen sollten Hühnerhalter die Impfung alle drei bis vier Monate auffrischen lassen.

Neben den Impfungen sollten Hühnerbesitzer neu hinzugekaufte Hühner 14 Tage in Quarantäne halten, bevor sie in die bestehende Gruppe dürfen. Das beugt dem Einschleppen der Infektiösen Bronchitis vor. Denn Hühner sind nach überstandener Infektion zwar immun gegen die Atemwegserkrankung, doch sie bleiben trotzdem lebenslang Überträger des Virus.

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