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Hühner-Eier: Farben, Größen, Kennzeichnungen

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Eier vom Bauernmarkt mit Kennzeichnung. (Symbolbild)
Im Handel verkaufte Hühnereier müssen eine Kennzeichnung haben. (Symbolbild) © Winfried Rothermel/Imago

Hühner-Eier sind im Handel in verschiedenen Qualitäten erhältlich. Sie sind mit Daten in codierter Form gekennzeichnet, die Konsumenten verschiedene Informationen liefern.

Köln – Am 7. August 2017 wurde bekannt, dass zahlreiche in verschiedenen Bundesländern verkaufte Hühner-Eier mit dem Insektengift Fipronil belastet sind. Dieser Skandal lenkte das Interesse der Öffentlichkeit auf das Thema Hühner-Eier und ihre Kennzeichnungen. Eine wichtige Voraussetzung, die möglicherweise gesundheitsschädlichen Eier zu identifizieren und schnell aus dem Verkehr zu ziehen.

Hühner-Eier: Die Einteilung in Größen

Nach deutschem Recht sind bei Hühner-Eiern die Größenklassen anzugeben. Die Kategorien werden ausschließlich anhand des Gewichts der Eier definiert. Die Angabe der Größenklasse ist Teil der Kennzeichnungspflicht. Die Größen der Hühner-Eier werden dabei entsprechend der folgenden Einteilung klassifiziert:

Hühner-Eier: Kennzeichnung über Haltungsform

Die Kennzeichnungspflichten von Hühner-Eiern erfordern auch die Angabe der Haltungsform der Legehennen. Diese Information wird mithilfe eines Codes verschlüsselt. Er besteht aus diesen Ziffern:

Hühner-Eier: Die Herkunft und die entsprechende Codierung

Händler, die Hühner-Eier in den Verkehr bringen, sind gesetzlich verpflichtet, deren Herkunft anzugeben. Dabei haben sie ihre Angaben entsprechend einer festgelegten Codierung zu machen.

Der Code ist nach dem folgenden Muster aufgebaut:

DE-08-0812341

Die ersten beiden Buchstaben stehen für das Land, im Beispiel Deutschland. Allen EU-Ländern sind spezielle Abkürzungen zugeordnet.

Die darauffolgenden beiden Zahlen geben das Bundesland an. Den einzelnen Bundesländern sind diese Codes zugeordnet:

Im Beispiel stammt das Hühner-Ei dementsprechend aus Baden-Württemberg.

Die dann folgenden vier Zahlen stellen die Betriebsnummer dar. Die letzte Ziffer steht für den Stall, aus dem das Ei stammt. Durch diese Angaben können Verbraucher exakt nachverfolgen, wo ihr Ei produziert wurde.

Hühner-Eier: Die Kennzeichnungen

In Deutschland gelten strenge Vorschriften für die Kennzeichnungen von Hühner-Eiern. Werden Eier in Kartons angeboten, sind alle verpflichtenden Kennzeichnungen dort aufzudrucken. Wer Eier lose verkauft, muss ein gut lesbares Schild neben der Ware aufstellen, dem diese Informationen zu entnehmen sind.

Im Einzelnen handelt es sich bei der Pflicht zur Kennzeichnung um diese Angaben:

Auf diese Weise wird gewährleistet, dass der Verbraucher alles Wissenswertes über das Ei erfährt.

Eine Ausnahme von dieser Vorschrift gilt für Produzenten, die ihre eigenen Hühner-Eier verkaufen, wie zum Beispiel in einem Hofladen.

Hühner-Eier: Verschiedene Farben

Konsumenten bekommen in der Regel braune und weiße Hühner-Eier. Darüber hinaus bieten viele Verkaufsstellen auch bereits gefärbte und gekochte Hühner-Eier an. Für diese in zahlreichen Farben erhältlichen Eier umfasst die Kennzeichnungspflicht bei Eierkartons die folgenden Angaben:

Bei lose verkauften gefärbten Eiern ist lediglich ein Hinweis „mit Farbstoff“ auf einem Schild neben der Ware erforderlich.

Hühner-Eier: Hinweis zur Haltbarkeit

Grundsätzlich sind Hühner-Eier in Deutschland nach dem Legen per Vorschrift 28 Tage haltbar. Der Einzelhandel darf Eier nur bis zu 21 Tage nach dem Legedatum verkaufen. Eier, die in der ersten Woche nach dem Legedatum verbraucht werden, gelten als besonders wohlschmeckend und sicher. In der letzten Woche vor dem Ablauf der aufgedruckten Haltbarkeit sollten die Hühner-Eier auf keinen Fall mehr roh verzehrt werden.

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