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Hühner einfangen: So haben Sie Ihre Tiere immer im Griff

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Hühner einfangen, um sie abends in den Stall zurückzubringen, ist nicht immer eine leichte Aufgabe. Einfacher wird es, wenn sie daran gewöhnt sind, aufgenommen und gehalten zu werden.

Haselbachtal – Sowohl der Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e. V. als auch regionale Vereine und Verbände bestätigen ein steigendes Interesse an der Hühnerhaltung. Zum Wissen um Unterbringung, Auslauf und Ernährung sollte bei angehenden Hühner-Besitzern ebenso die Fähigkeit gehören, die eigenen Tiere bei Bedarf einfangen zu können.

Lächelnde Frau mit Huhn auf dem Arm (Symbolbild)
Wenn Hühner von Anfang an daran gewöhnt sind, berührt und hochgehoben zu werden, ist es leichter, sie zu fangen. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Hühner einfangen: So haben Sie Ihre Tiere immer im Griff

Hühner sind keine Kuscheltiere und lassen sich nicht gerne hochnehmen – auch wenn die zufrieden pickenden Hennen in ihrem großzügigen Auslauf vielleicht einen anderen Eindruck erwecken. Dennoch gibt es etliche Situationen, in denen man Hühner einfangen und aufnehmen muss. Entweder, um sie abends in den Stall zurückzubringen, oder auch für die tiermedizinische Versorgung wegen dem Befall von Parasiten, bei Krankheiten oder für Impfungen.

Wenn die Tiere von Anfang an daran gewöhnt sind, berührt und hochgehoben zu werden, gestaltet sich die Sache für Huhn und Halter wesentlich einfacher. Und das kann man den eigenen Hühnern beibringen. Positive Anreize wie besondere Leckereien ermöglichen es schnell, die Hühner aus der Hand zu füttern, und zwar mit Futter, das die Tiere sonst nicht bekommen. Zum Beispiel:

Sind die Tiere mit dem Anfüttern vertraut, kann man ihnen auf diese Weise auch rasch das Aufnehmen „schmackhaft“ machen. Ein entschiedener, aber nicht zu fester Griff, bei dem die Flügel am Leib fixiert werden, hat sich als beste Methode erwiesen. Versierte Hühnerhalter können das für Anfänger demonstrieren.

Hühner einfangen: Hilfsmittel und Methoden

Sind die Hühner tagsüber in ihrem Auslauf oder im Garten unterwegs, werden sie für die ärztliche Versorgung oder bei Anbruch der Nacht eingefangen. Dabei gibt es Methoden und Hilfsmittel, die das Hühnereinfangen leichter machen. Das Locken mit besonders begehrtem Futter ist in vielen Fällen ausreichend. Manche Hühnerhalter benutzen aber auch einen langen Fanghaken. Mit etwas Übung hat man schnell heraus, wie der Haken von hinten um ein Bein des Huhns gelegt wird. Das Tier landet auf dem Bauch und kann ohne allzu viele Umstände aufgenommen werden.

Problematischer sieht es aus, wenn das Federvieh aus dem Gehege entkommt. Man kann versuchen, etwas Futter auszulegen, und warten, bis sie darauf losstürmen. Sich dann langsam von hinten annähern und das Huhn greifen. Oft bleibt aber nur abzuwarten, bis die tagaktiven Vögel einschlafen, um sie dann bei abgeblendeter Taschenlampe zu suchen und vorsichtig aufzunehmen. Beim nächtlichen Einfangen sollte man sich klar sein, dass man sich hier im Wettlauf mit Füchsen und Mardern befindet.

Hühner einfangen: Zaun sollte regelmäßig kontrolliert werden

Der Auslauf im Garten ist für Hühner in artgerechter Haltung die optimale Umgebung. Ein robuster, relativ engmaschiger Drahtzaun hält Raubtiere wie Füchse, Marder und Wiesel sowie Hunde und Katzen davon ab, ins Gehege einzudringen. Damit das so bleibt, sollte man den Zaun regelmäßig kontrollieren und ihn vor allem zum Teil in die Erde eingraben. Nicht nur Hunde, auch Hühner bringen es fertig, sich unter einem Zaun hindurch zu graben und sich durch kleine Öffnungen ins Freie zu zwängen. Außerdem sollte man überlegen, das Gehege auch von oben mit Hühnerdraht zu sichern, um die Hühner vor Greifvögeln zu schützen.

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