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Hühnerfutter selbst mischen: Frischfutter, Fertigmischung und Legemehl

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Haushuhn pickt Mineralfutter aus einer roten Schüssel (Symbolbild)
Kommerzielle Futtermischungen für Hühner und Legemehl haben ihre Vorteile – es ist alles drin ist, was das Huhn braucht. (Symbolbild) © Frank Sorge/Imago

Die Ernährung trägt viel zum Wohlbefinden von Hühnern bei. Für einen abwechslungsreichen Speiseplan sollten Halter das Hühnerfutter am besten selbst mischen.

Weihenstephan-Triesdorf – Nicht nur Hühnerhalter, auch Natur- und Tierschützer beschäftigen sich mit der Frage, ob man Hühnerfutter selbst mischen soll. Zu diesem Zweck wurde eine Studie an der Universität Weihenstephan-Triesdorf in Kooperation mit dem WWF (World Wide Fund For Nature) erstellt. Die Studie präsentiert einige Ersatzlösungen zu Soja und Sojaschrot in kommerziellen Futtermitteln.

Hühnerfutter selbst mischen: Frischfutter, Fertigmischung und Legemehl

Gerade zu Beginn scheint es eine gute Idee, auf fertige Futtermischungen für Hühner zurückzugreifen. Tatsächlich enthält dieses Futter vordergründig alles, was die Tiere brauchen. Auf den zweiten Blick fehlt den Hühnern aber die Abwechslung, auf die sie genauso viel Wert legen wie wir Menschen.

Hühnerfutter selbst zu mischen, ist gar nicht so schwierig und bestimmte Komponenten, wie Legemehl, können bei der Fütterung erwachsener Hennen ergänzend gegeben werden. Grundsätzlich schätzen Hühner einen abwechslungsreichen Speisezettel, der ihnen Proteine und Kohlenhydrate bietet. Manche Zutaten finden Halter im eigenen Garten.

Hühnerfutter selbst mischen: Es geht auch ohne Rezept

Wer sein Hühnerfutter selbst mischen will, wird online zahlreiche Anregungen finden. Außerdem ermöglicht die Futtermischung Marke Eigenbau die Vorbeugung gegen bestimmte Erkrankungen und Parasiten. Etwas Knoblauch unter das Futter gemischt hält viele Schädlinge zuverlässig fern. Obendrein muss man Hühnern nicht ständig hochwertige Getreidekörner aus dem Bio-Laden servieren oder Futter nach Rezept zusammenstellen, denn Hühner sind ausgezeichnete Resteverwerter.

Sie mögen auch Speisereste und Küchenabfälle, greifen bei gekochten Kartoffeln ebenso beherzt zu wie bei den entfernten äußeren Blättern vom Grünkohl, welken Zucchini oder schrumpeligen Äpfeln. Für die eigenen Hühner sind diese Reste zum Teil wahre Leckerbissen und ein Highlight des Tages. Es genügt, allzu feste Lebensmittel ein wenig zu zerkleinern, sie dürfen nur nicht verdorben oder angeschimmelt sein. Auch gewürztes Essen oder industriell verarbeitete Lebensmittel sind für das Federvieh nicht gesund.

Hühnerfutter selbst mischen: Pro und kontra Legemehl

Kommerzielle Futtermischungen für Hühner im Allgemeinen und Legemehl im Besonderen haben ihre Vorteile – vor allem, dass alles drin ist, was das Huhn braucht. Die Nachteile sind ebenso offensichtlich. Eine monotone Kost und die zum Teil unklare Herkunft der Inhaltsstoffe sollten Hühnerhalter genauer hinschauen lassen beim Futterkauf.

Das sogenannte Legemehl hat natürlich seine Berechtigung. Denn ausgewachsene Hennen, die regelmäßig Eier legen, haben einen erhöhten Nährstoffbedarf. Legemehl enthält Schrot aus Mais, Soja und Sonnenblumenkernen, aber auch Muschelschalen, Kalzium, Phosphor und Vitamin A sowie weitere Zusätze. Das in hohem Maß enthaltene Soja ersetzt das früher übliche Fischmehl, das heute verboten ist. So wird der Eiweißbedarf der Hühner gedeckt. Anbau und Einsatz von Soja sind aus verschiedenen Gründen kontrovers, aus der Sicht der Hühner ist das Legemehl möglicherweise ausreichend, aber alles andere als spannend.

Anstelle der vollständigen Fütterung mit Legemehl ist es möglich, Hühnerfutter selbst zu mischen, eventuell mit Produkten, die statt Soja andere Bohnen oder Erbsen als Proteinquelle enthalten – und darüber hinaus gibt es frische Kost.

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