1. Landtiere.de
  2. Hühner

Hühner-Gesundheit: Krankheiten, Parasiten und welche Impfungen nötig sind

Erstellt: Aktualisiert:

Eine Familie hält ein Huhn im Arm. (Symbolbild)
Wer den Traum von eigenen Hühnern hat, sollte sie vorher auf Krankheiten überprüfen. (Symbolbild) © Mareen Fischinger/Imago

Hühner-Gesundheit: Alles, was Halter über die Symptome und Behandlungen von Krankheiten sowie über vorgeschriebene und freiwillige Impfungen ihrer Hühner wissen müssen.

Offenbach am Main – Der Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) umfasst als Dachverband 4.600 örtliche Vereine mit 180.000 Mitgliedern. Seine Hauptaufgaben bestehen in der Arterhaltung, im aktiven Tierschutz und in der Beratung von Vereinen und Verbänden. Er ermöglicht Interessenten den Zugang zu dem Hobby Hühnerhaltung und bietet Züchterschulungen an. Informationen über Krankheiten wie die Vogelgrippe und über Impfungen unterstützen Halter bei der Erhaltung der Hühner-Gesundheit. Weitere Anlaufstellen für Hühnerhalter stellen Veterinärämter und Tierärzte dar.

Hühner-Gesundheit – Krankheiten durch Viren, Bakterien & Parasiten

Auch bei artgerechter Haltung mit viel Auslauf, hochwertigem Futter und einwandfreier Stallhygiene können Krankheiten auftreten. Hühnerhalter sollten die häufigsten kennen, um ihnen vorzubeugen, beim Auftreten von Symptomen umgehend zu reagieren und die Gesundheit ihrer Hühner auf lange Sicht zu erhalten. Wesentliche Vorbeugemaßnahmen wie Impfungen und Stallhygiene wirken vielen Krankheiten entgegen und sind vergleichsweise mit weit geringeren Kosten verbunden.

Die folgenden Übersichten stellen durch Viren, Bakterien und Parasiten verursachte Hühnerkrankheiten, ihre Symptome, Behandlungen und weitere Maßnahmen übersichtlich dar.

Hühnerkrankheiten durch Viren

Virale Infektionen sind hoch ansteckend und mit einer hohen Mortalität verbunden. Um die Gesundheit der Hühner zu erhalten, lohnt es sich, vorbeugend Impfungen zu verabreichen, zudem diese bei einer Trinkwassergabe mit einem bis zwei Euro wenig kosten.

Krankheit: Newcastle-Krankheit

Beschreibung:

Symptome:

Behandlung: nach Vorgabe des Amtstierarztes

Weitere Maßnahmen:

Krankheit: Marek-Krankheit

Beschreibung:

Symptome:

Behandlung: nicht möglich

Weitere Maßnahmen:

Krankheit: Infektiöse Laryngotracheitis (ILT)

Beschreibung:

Symptome:

Behandlung: durch den Tierarzt

Weitere Maßnahmen: Vorbeugung durch Impfung und gute Hygiene

Krankheit: Infektiöse Bronchitis

Beschreibung:

Symptome:

Behandlung: durch den Tierarzt

Weitere Maßnahmen:

Die Impfung der Hühner gegen die Newcastle-Krankheit ist für Halter in Deutschland verpflichtend. Sie erfolgt durch Impfgaben am 14. Lebenstag, in der siebten und der 21. Lebenswoche, womit die Grundimmunisierung abgeschlossen ist. Auffrischungen sind alle sechs Wochen über das Trinkwasser oder wahlweise jährlich durch den Tierarzt möglich. Die Kosten bewegen sich bei Verabreichung über das Wasser zwischen einem und zwei Euro pro Tier und Gabe; der Tierhalter muss einen Impfnachweis führen.

Hühnerkrankheiten durch Bakterien

Bakterielle Erkrankungen sind hoch ansteckend und können tödlich verlaufen. Eine schnelle Reaktion ist erforderlich, um den restlichen Bestand zu schützen.

Krankheit: Mykoplasmose (CRD)

Beschreibung:

Symptome:

Behandlung: Breitbandantibiotikum bei leichter Infektion

Weitere Maßnahmen: Vorbeugung durch Impfung und ausreichende Hygiene

Krankheit: Ansteckender Geflügelschnupfen

Beschreibung:

Symptome:

Behandlung: Antibiotika

Weitere Maßnahmen: vorbeugende Impfung

Krankheit: Salmonelleninfektion (auch Pullorum-Krankheit oder Hühnertyphus)

Beschreibung:

Symptome:

Behandlung: nicht möglich

Weitere Maßnahmen:

Krankheit: E. coli-Infektion

Beschreibung:

Symptome:

Behandlung: Antibiotika (Resistenztest empfohlen)

Weitere Maßnahmen: vorbeugende Impfung

Impfungen kosten bei Gabe über das Trinkwasser mit einem bis zwei Euro pro Tier vergleichsweise wenig und sind für die gängigsten Bakterienerkrankungen erhältlich. Sie sind für den Tierhalter nicht verpflichtend.

Hühnerkrankheiten durch Parasiten

Der Befall durch Parasiten sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da er bei jungen und schwachen Tieren zum Tod führen kann. Er lässt sich in den meisten Fällen durch eine gute Stallhygiene vermeiden.

Krankheit: Kokzidiose

Beschreibung:

Symptome:

Behandlung: Medikamente durch den Tierarzt

Weitere Maßnahmen: Vorbeugen durch Impfung und Hygiene

Krankheit: Schwarzkopfkrankheit (Histomoniasis)

Beschreibung:

Symptome:

Behandlung: nicht möglich

Weitere Maßnahmen: Vorbeugen durch regelmäßiges Entwurmen und eine gute Hygiene

Krankheit: Federlinge (auch Kiefer- oder Hühnerläuse)

Beschreibung: Befall durch Kerbtiere, sogenannte Federlinge, Hühner- oder Kieferläuse, die sich von den Federn ernähren

Symptome:

Behandlung:

Weitere Maßnahmen: Vorbeugung durch gute Stallhygiene

Krankheit: Kalkbeinmilbe

Beschreibung:

Symptome:

Behandlung:

Weitere Maßnahmen:

Krankheit: Rote Vogelmilbe

Beschreibung:

Symptome:

Behandlung:

Weitere Maßnahmen:

Krankheit: Hühnerflöhe

Beschreibung:

Symptome:

Behandlung: Mittel gegen Flöhe vom Tierarzt

Weitere Maßnahmen:

Krankheit: Würmer

Beschreibung:

Symptome:

Behandlung: Wurmkur vom Tierarzt

Weitere Maßnahmen: Verbesserung der Stallhygiene

Durch den Aufbau einer guten Immunabwehr über das Futter tragen Halter ebenfalls zur Hühner-Gesundheit bei. Tiere mit einer starken Immunbarriere werden seltener von Parasiten befallen.

Auch interessant