1. Landtiere.de
  2. Hühner

Hühner im Garten: Bio-Eier und natürliche Schädlingsbekämpfung

Erstellt:

Von: Nina Marie Jarosch

Wer Hühner im eigenen Garten hält, kann sich nicht nur über frische Bio-Eier freuen. Die Tiere helfen auch bei der Schädlingsbekämpfung.

München – Viele Menschen haben wieder den Wunsch, sich selbst zu versorgen und auf natürliche, selbst erzeugte Lebensmittel zurückzugreifen. So ist auch dir Hühnerhaltung im eigenen Garten bei den Deutschen in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Doch das Federvieh liefert nicht nur frische Eier, sondern kann sich auch als perfekter Gartenhelfer erweisen. Erfahren Sie, welche Vorteile die private Hühnerhaltung für ihren Garten haben kann und was es dabei zu beachten gibt.

Hühner im Garten halten: Bio-Eier und natürliche Schädlingsbekämpfung

Hühner liefern nicht nur Eier, sie sind auch perfekte Gartenhelfer.
Hühner liefern nicht nur Eier, sie sind auch perfekte Gartenhelfer. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Wer privat Hühner im Garten hält, kommt nicht nur in den Genuss wohlschmeckender Eier in frischer Bioqualität, sondern setzt damit auch ein Zeichen gegen die Massentierhaltung. Denn im Gegensatz zu den Hühnern aus der industriellen Landwirtschaft, können die Tiere im Garten artgerecht gehalten werden. Zwar legen die normalen Rassen weniger Eier als Legehybride, Hobbyhalter können aber dennoch mit rund 200 Eiern pro Jahr und Henne rechnen – und das mit einem guten Gewissen. Doch das ist nicht alles, worüber sich Hühnerhalter freuen können, denn die Tiere sind auch dankbare Gartenhelfer.

Hühner im Garten halten: Schädlingsbekämpfung und Unkrautvernichtung

Hühner sind perfekte Unterstützer bei der Gartenarbeit. Denn sie sind eine ganz natürliche Form der Schädlingsbekämpfung. Sie lieben es im Boden zu scharren und nach kleinen Tieren zu suchen. Dabei wird der Garten ein paar Zentimeter tief umgegraben und der Boden von Insekten und Larven, wie zum Beispiel Engerlingen, befreit. Mit zielstrebiger Sicherheit spüren sie auch Schneckeneier auf und vertilgen diese.

Das Federvieh hilft aber nicht nur bei der Schädlingsbekämpfung, sondern ist auch Weltmeister im Unkraut jäten. Denn während dem Scharren nach Insekten reißen die Hühner auch junges Unkraut aus dem Boden und das selbst unter Büschen oder in schwer zugänglichen Ecken. Doch Vorsicht: Der Garten darf natürlich keinesfalls mit giftigen Pestiziden irgendeiner Art behandelt werden, da die Hühner sonst krank werden.

Hühner im Garten halten: Sie liefern besten Dünger

Hühner sind Allesfresser und verwerten neben ihrem normalen Futter auch liebend gerne Reste aus der Küche. Ganz egal, ob es sich um Obst-, Gemüseschalen oder Essensreste handelt. Der daraus resultierende Hühnermist ist wiederum ein hervorragender Dünger für den Garten – reich an Stickstoff, Kalium und Phosphor. Da der Hühnermist Krankheitserreger enthalten kann, sollte er zur Sicherheit aber wie alle Dünger kompostiert werden oder zumindest überwintern, bevor man den Garten damit düngt.

Auch interessant