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Hühnerhaltung im eigenen Garten – vier Tipps, die Sie kennen sollten

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Frische Eier aus dem eigenen Garten wünschen sich viele. Doch Hühnerhaltung will gut überlegt sein, denn die Tiere fordern gewisse Standards ein.

München – Das Leben mit Tieren bedeutet Arbeit, auch wenn Bücher, Filme und Fernsehen oft einen anderen Eindruck vermitteln. Selbst kleinere Haustiere wie Hunde oder Katzen brauchen die richtige Pflege und Fürsorge. Wer überlegt, sich Hühner zuzulegen, der sollte sich dabei im Voraus besonders gut informieren. Vier Tipps helfen Ihnen dabei, glückliche Hühner zu halten.

Hühnerhaltung im eigenen Garten – vier Tipps, die Sie kennen sollten

Wer Hühner im eigenen Garten halten möchte, braucht genug Platz. (Symbolbild)

Hühner sind zwar keine besonders großen Tiere, aber sie brauchen Platz, das richtige Futter und Zuwendung. Der erste Schritt noch vor dem Hühnerkauf ist deren Anmeldung beim zuständigen Veterinäramt und bei der Tierseuchenkasse. Es lohnt sich, diese bürokratischen Schritte früh anzugehen, das erspart einem am Ende Stress. Denn sind die Hühner einmal da, aber nicht angemeldet, kann das zu Geldstrafen führen. Die Hühner-Anmeldung ist vor dem Kauf jedoch noch die kleinste Herausforderung. Folgende vier Punkte müssen Sie danach noch beachten:

  • Hühner-Gruppengröße
  • Ausstattung Stall
  • Futter
  • Landfristplanung

Gartenfans, die ihren Garten mieten, müssen sich außerdem mit den Vermietern und Vermieterinnen absprechen. Denn teilweise ist Hühnerhaltung in gemieteten Gärten auch verboten.

Hühnerhaltung im eigenen Garten: Gruppengröße und Ausstattung des Stalls

Ein Huhn kommt selten allein und das ist auch gut so. Die Tiere sind nämlich sehr sozial und brauchen mindestens drei bis vier andere Hennen, die mit ihnen in den Garten einziehen. Lebt ein Tier allein, lebt es unglücklich und nicht artgerecht. Mehr als 20 Hühner dürfen es in der privaten Haltung jedoch nicht sein. Bei einer größeren Gruppe sollten Gärtnerinnen und Gärtner außerdem überlegen, sich eventuell einen Hahn zuzulegen. Der sorgt für eine feste Rangordnung in der Gruppe.

Neben der Gruppengröße spielt auch die Ausstattung des Stalls eine wichtige Rolle bei der artgerechten Haltung von Hühnern. Nicht fehlen dürfen zum Beispiel die Sitzstangen, auf denen die Tiere schlafen. Hühner schlafen nach Rangordnung, sodass es die Gruppe deutlich beruhigt, wenn einige Hühner auf einer höheren Position schlafen können. Auch ein Nachtschloss am Stall bringt Schutz und Ruhe: Marder oder andere Feinde dringen so nachts nicht ein und lautes Gegacker kann nicht nach außen dringen. Der Einstreu sollte aus Holzstreu, Mulch und Sand, aber nicht aus Heu bestehen. Auf die Einkaufsliste für den Stall sollten sich Gartenfreunde außerdem Legenester, Tränken und Futtergefäße schreiben.

Hühnerhaltung im eigenen Garten: Futter und Landfristplanung

In die Futtergefäße darf nicht wahllos alles rein, auch Hühner brauchen die passenden Körner. Besonders gut eignen sich zum Beispiel Obst und Gemüse, Grünfutter, Nacktschnecken und Insekten, aber auch Grit und Magenkiesel für eine bessere Verdauung. Freilaufende Hühner suchen sich tagsüber ihr Futter im Freien meist selbst, zusätzlich füttern müssen die Besitzer und Besitzerinnen ihre Tiere also nur mit Maß und Bedacht.

Die langfristige Planung dürfen Gartenfans bei der ganzen Organisation auch nicht vergessen. Für Berufstätige ist es schwieriger, sich um ihre Haustiere ausreichend zu kümmern. Da Hühner sich tagsüber aber gut selbst beschäftigen, schließen sich Job und Huhn nicht zwangsläufig aus.

Hühner können bis zu zehn Jahre alt werden, sodass zum Beispiel für die kommenden Jahre im Urlaub immer für die Tiere gesorgt sein muss. Nachbarn oder Freunde helfen in den Ferienwochen aber sicherlich gerne aus, schließlich gibt es direkt eine Belohnung für den Einsatz: frische Eier von glücklichen Hühnern!

Rubriklistenbild: © Steve Brookland/Imago