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Hühner: Fünf Dinge, die Tiere benötigen, um glücklich zu sein

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Von: Anna Katharina Küsters

Wer Hühner im Garten hält, muss einerseits Zeit und Liebe in die Pflege der Tiere stecken, erhält aber auch immer frische Eier. Das brauchen die Tiere wirklich.

Bonn – Es reicht ein kleiner Garten und schon lässt sich daraus ein Paradies für Hühner und einen Hahn erschaffen. Hühner im Garten bringen viele Vorteile mit sich, denn sie legen nicht nur regelmäßig leckere Frühstückseier, sondern sind auch recht pflegeleicht und haben kein Problem mit Kindern, solange die vorsichtig mit ihnen umgehen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten sich Tierhaltende vor dem Kauf von Hühnern genau über deren Ansprüche und Bedürfnisse informieren – nur so werden Tiere und Besitzer glücklich. Fünf Dinge sind für ein tiergerechtes Leben der Hühner unabdingbar.

Hühner: Fünf Dinge, die Ihre Tiere glücklich machen

Hühner zählen zu den Kleintieren, deswegen ist das Halten der Tiere auf dem eigenen Grundstück ohne weitere Genehmigungen möglich. Für den Frieden in der Nachbarschaft ist es aber sicherlich gut, wenn Tierfans vor dem Kauf ihre Nachbarn in ihre Pläne mit einbeziehen. Besonders wenn ein Hahn zu der Hühnerschaft dazustoßen soll, ist das sinnvoll. Schließlich ist der Mann im Hühnerstall ein kostenloser Wecker für alle Menschen, die in näherer Umgebung wohnen.

Ist das Umfeld informiert, gibt es noch ein paar Dinge, die Ihre Hühner wirklich glücklich machen. Die fünf wichtigsten sind Folgende:

Freilaufende Legehennen auf einer grünen Kleegrasweide (Symbolbild)
Ein glückliches Huhn braucht Artgenossen in seinem Leben. (Symbolbild) © Countrypixel/Imago

Bei jedem der Punkte gibt es ein paar Eckinformationen, die dabei helfen, die Tiere glücklich zu machen. Bevor Hühner einziehen, muss klar sein, ob Sie die Anforderungen in Ihrem Garten erfüllen können und genug Zeit haben, die Hühner richtig zu versorgen. Fühlen sich Hühner unwohl, merken Besitzer und Besitzerinnen das häufig am sogenannten Federpicken. Dann müssen Sie die Ursache für dieses Verhalten ausfindig machen.

Hühner: Das müssen Sie über Stall und Futter wissen

Hühner brauchen sowohl draußen als auch drinnen einen Platz, um sich aufzuhalten. Bei Unwetter oder in der Nacht suchen die Tiere Schutz, ein Stall ist also eine Grundvoraussetzung für ein glückliches Hühnerleben. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft empfiehlt, für drei Hühner etwa einen Quadratmeter einzuplanen. Halten Sie Zwerghühner, kann auch der Stall etwas kleiner sein. Folgende Dinge muss ein tiergerechter Hühnerstall haben:

Besonders beim Hühnerfutter gibt es eine Menge zu beachten. Es lohnt sich also, vor dem Kauf einen Ratgeber zur Hilfe zu ziehen. Grundsätzlich gilt, dass die Tiere einen Mix aus Gemüse, Körnerfutter, Grünfutter, Grit und Obst brauchen. Die Tiere müssen den ganzen Tag über die Möglichkeit haben, zu fressen und zu trinken. Die Tränke muss also stets gefüllt und sauber sein.

Hühner: Darum brauchen die Tiere Artgenossen und genügend Auslauf

Hühner sind äußerst soziale Wesen und brauchen immer Artgenossen um sich herum. Eine Gruppe von vier bis sechs Hühnern eignet sich beispielsweise für einen mittelgroßen Garten gut. Beim Kauf von Hühnern müssen Sie vorher unbedingt die Futter- und Versorgungskosten einplanen, damit am Ende keine böse Überraschung in Form einer zu hohen Rechnung auf Sie wartet. Außerdem dürfen Sie die Anzahl der gelegten Eier nicht aus den Augen verlieren. Sind die Hennen jung, können Sie bei fünf Tieren pro Woche mit etwa 14 Eiern rechnen. Je älter die Tiere werden, desto weniger Eier legen sie.

Beim Auslauf ist mehr immer besser. Pro Huhn sollten Tierfans mit etwa zehn Quadratmeter Auslauf rechnen, in die der Stall noch nicht einberechnet ist. Ein allzu kleiner Garten kann Hühner also nicht glücklich machen. Bei der Hühner-Rassenauswahl können sich Gartenbesitzer mit weniger Platz zwar für Zwerghühner entscheiden, viel Platz macht aber auch diese Tiere glücklicher. Einige Hühnerrassen lassen sich sogar als Haustiere in Innenräumen halten, stubenreine Hühner sind jedoch sehr selten.

Hühner: Nur gesunde Tiere sind glückliche Tiere

Ist alles geplant, muss auch noch für die Gesundheit der Tiere gesorgt sein. Tierbesitzer und -besitzerinnen müssen jedes Huhn beim Veterinäramt und bei der Tierseuchenkasse melden, das ist gesetzliche Vorschrift. Einmal im Jahr müssen Tierfans die Meldung aktualisieren. Auch eine Impfung gegen die Newcastle Disease ist ebenfalls für jedes Tier verpflichtend. Örtliche Geflügelzuchtvereine verkaufen den Impfstoff, den die Tiere in der Regel über das Trinkwasser aufnehmen. Gegen die klassische Geflügelpest darf momentan nicht geimpft werden. Wer den Hühnern eine Wurmkur geben muss, sollte vorher einen Tierarzt oder -ärztin um Rat bitten.

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