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Hühner: Wie viele Sie halten können, hängt von Ihrem Garten ab

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Von: Jasmin Farah

Hühnerhaltung in Coronazeiten boomt. Es zieht mehr Menschen ins heimische Grün, viele wollen sich selbst versorgen. Doch wie viele Hühner darf ich besitzen?

München – In Krisenzeiten suchen viele Menschen wieder einen Rückzugsort und die Verbindung zur Natur. Für viele Haus- und Stadtbewohner ist das der eigene Garten. Hier kann man sich vom stressigen Alltag entspannen oder Obst und Gemüse anbauen. Doch für einige ist letzteres nicht nur Hobby, sondern schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie wollen sich selbst, so weit es möglich ist, mit Nahrungsmitteln versorgen.

Schließlich werden Lebensmittel wie Speiseöl, Mehl und Co. aufgrund der Ukraine-Krise in Supermärkten immer knapper. Da verwundert es nicht, dass viele Deutsche bereits über Alternativen nachdenken.

Hühner: Wie viele Sie halten können, hängt von Ihrem Garten ab

Ein blondes Mädchen hält ein Huhn im Arm, dahinter befindet sich ein Hühnerstall mit einem weiteren Kind und anderen Hühnern.
Hühner im eigenen Garten ist für viele eine verlockende Idee. Doch man sollte sich vorher besser absichern. (Symbolbild) © Mint Images/Imago

Während es diejenigen gibt, die bereits Vorräte anhäufen, gibt es andere, die sich auch mit Haltungsweisen im eigenen Garten auseinandersetzen. Bereits seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat die Zahl derer, die Hühner bei sich zu Hause halten, stark zugenommen.

Das bedeutet zwar einerseits viel Arbeit und Pflege, damit das Federvieh gesund bleibt und prächtig gedeihen kann, andererseits wird die Mühe auch belohnt. Infolgedessen gibt es fast täglich frische Eier, welche sich zu köstlichen Omeletts oder anderen Eierspeisen zubereiten lassen. Dennoch gibt es einiges zu beachten, bevor man sich Hühner anschafft.

Hühner: Was als Mieter zu beachten ist

Besitzen Sie etwa eine Eigentumswohnung mit Garten, sollten Sie sich besser zuvor schlaumachen, was in Beschlüssen und Vereinbarungen der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) festgesetzt worden ist. Wer in einem Wohnkomplex lebt, sollte zudem bedenken, dass andere Wohnungseigentümer bzw. Mieter sich gestört fühlen könnten. Wer einen Nachbarschaftsstreit vermeiden möchte, dem empfiehlt es sich, vor der Anschaffung von Hühnern mit diesen zu sprechen.

Darüber hinaus muss darauf geachtet werden, dass die Tiere bzw. infolge der Haltung nicht Gemeinschaftseigentum beschädigt wird. Das kann sonst teuer werden und wiederum für viel Ärger sorgen. Das gilt besonders dann, wenn man Mieter ist.

Wer dann Hühner im heimischen Grün halten möchte, sollte ebenfalls zuvor seinen Mietvertrag genau unter die Lupe nehmen. Sind dort keinerlei Regelungen in Bezug auf Tierhaltung getroffen worden, ist es Ihnen grundsätzlich erlaubt. Dennoch ist es ratsam, Ihren Vermieter über Ihre Pläne einzuweihen, um nachträglichen Streit zu vermeiden.

Hühner: Anzahl ist gesetzlich vorgeschrieben

Daher ist es auch wichtig, darauf zu achten, nicht zu viele Hühner im Garten zu halten. Schließlich ist es nicht artgerecht, wenn diese kaum Platz haben, sich frei zu bewegen. Darüber hinaus nimmt die Pflege dann auch entsprechend mehr Zeit in Anspruch. Als Faustregel geht man davon aus, dass man pro Tier etwa zehn Quadratmeter Fläche einplant. Damit sich die Hühner auch wohlfühlen, ist ebenfalls darauf zu achten, dass es eine Gruppe ist, weniger als drei Hühner sollten es nicht sein.

Wenn genug Platz vorhanden ist, dürfen es hingegen bis zu 20 Stück sein. „Nach der Rechtsprechung sind in der Regel bis zu 20 Hühner problemlos möglich. Im Zweifel sollte man sich hier bei der Gemeinde informieren“, meint auch Rechtsanwalt Roman Sostin von Haus & Grund Bayern gegenüber dem „Bayerischen Rundfunk“ (BR) abschließend.

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