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Hühner halten liegt im Trend – der wohlüberlegt sein sollte

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Von: Lara-Sabrina Kiehl

Zur Urlaubssaison werden Tiere häufig ausgesetzt, immer öfter trifft das auch auf Hühner zu. Vor allem, weil ihre Haltung besonders im Trend liegt.

München – Die Anzahl der privaten Hühnerhalter ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Vor allem während der Corona-Pandemie, in der die Hühnerhaltung im eigenen Garten zum Trend avancierte, dem viele folgten – ohne sich bewusst zu machen, welche Aufgabe und Verantwortung sie erwarten wird. Die Kehrseite dieses Booms: Nicht immer werden die Tiere gut gehalten, Tierschützer berichten zudem von ausgesetzten Hühnern und Hähnen.

Hühner halten liegt im Trend – der wohlüberlegt sein sollte

Zur Urlaubssaison werden Tiere häufig ausgesetzt, immer öfter trifft das auch auf Hühner zu. Vor allem, weil ihre Haltung besonders im Trend liegt. (Symbolbild)
Hühnerhaltung im Garten wird immer beliebter, doch macht auch viel Arbeit. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Hühner haben, genau wie alle anderen Tiere auch, Ansprüche und machen viel Arbeit. Sie brauchen einen geschützten Stall mit Einstreu, Sitzstangen, Rückzugsmöglichkeiten, einen gepflegten Auslauf und täglich Futter. Die Realität entspricht längst nicht nur der malerischen Vorstellung von glücklichen Hühnern und einem stolzen Hahn im Garten. Viele sind sich dem aber nicht bewusst und so landen mittlerweile auch immer mehr Hühner auf der Straße. Sollten Sie ein ausgesetztes Tier finden, helfen Ihnen diese vier Schritte. Und auch wenn Besitzer in den Urlaub fahren wollen, können Sie einiges vorbereiten, damit Ihre Hühner auch im Urlaub versorgt sind.

Bei der Hühnerhaltung macht in den meisten Fällen der Hahn Probleme. Wenn er jeden Morgen lautstark kräht, sind bei der Hühnerhaltung im Garten, Beschwerden der Nachbarn vorprogrammiert. Auch dieser Hahn hat die Nachbarn in den Wahnsinn getrieben. Doch überwiegend bleibt es nicht nur beim einmaligen Aufkrähen am Morgen, viele der Hähne rufen auch tagsüber immer wieder lautstark umher.

Hühner halten liegt im Trend – doch Hähne machen oft Probleme

Oft ist Anfängern in der Hühnerhaltung nicht bewusst, dass das größte Problem darin besteht, dass es für Hähne weit weniger geeignete Plätze gibt als für Hennen. Denn ein Hahn teilt sein Zuhause nicht gerne und sollte von daher alleine mit Hennen gehalten werden. Die weiblichen Tiere werden aus diesem Grund auch besser verkauft, wenn die Haltung aufgegeben wird. Hähne will meist niemand haben. Von daher sollte auch eine Nachzucht, wenn kein Platz für Hähne da ist, vermieden werden. Einfachin einer Tonne entsorgt wurde auch dieser Hahn, der ein neues liebevolles Zuhause finden konnte.

Wer dennoch züchtet, sollte sich im Klaren sein, dass mit großer Wahrscheinlichkeit auch Hähne schlüpfen, die sich mit ihren Geschlechtskollegen erbitterte Kämpfe liefern. Immer wieder werden Tiere dabei stark verletzt oder sogar getötet. Auch wenn Hähne wunderschön sind, will sie dennoch meist keiner haben. Und auf eine Einzelhaltung sollte unbedingt verzichtet werden, denn sie wollen eine Aufgabe haben und langweilen sich ohne Hennen. Die weiblichen Tiere hingegen kommen auch ohne Hahn gut zurecht.

Hühner halten liegt im Trend – aber Konsequenzen müssen bedacht werden

Ein Hahn auszusetzen ist aber keinesfalls eine Lösung und würde für das Tier eine Katastrophe bedeuten. In freier Natur hätte das Tier keine Chance zu überleben. Sofern der Hahn nicht zur Beute eines Raubtieres wird, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit verhungern und versterben. Aus diesem Grund ist, wie bei allen anderen Tieren auch, festzuhalten, dass sich jeder bevor er sich ein Tier anschafft auch die Konsequenzen bedenken muss. Letzten Endes trägt der Mensch die Verantwortung für das ihm anvertraute Tier und hat für sein Wohlergehen Sorgen zu tragen.

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