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Rote Vogelmilbe bei Hühnern – mit Klebeband Befall verhindern

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Von: Nina Marie Jarosch

Bei sommerlichen Temperaturen kann sich die rote Vogelmilbe rasant im Hühnerstall vermehren. Erfahren Sie, wie man Milbenbefall erkennen, bekämpfen und vorbeugen kann.

München – Im Sommer steigt generell die Gefahr für Milben und anderem Ungeziefer im Hühnerstall. Einer der lästigsten und gefürchtetsten Parasiten ist die rote Vogelmilbe. Hat sie sich erstmal im Hühnerstall eingenistet, ist es schwierig, sie wieder loszuwerden. Die rote Vogelmilbe kann die Hühnergesundheit stark beeinträchtigen und sogar zum Tod der Tiere führen. Erfahren Sie, wie man Milbenbefall erkennen und bekämpfen kann und wie man einem erneuten Befall am besten vorbeugt.

Rote Vogelmilbe bei Hühnern – im Sommer vermehrt sie sich rasant

Die rote Vogelmilbe ist ein Parasit, der sich vor allem im Sommer rasant im Hühnerstall vermehren kann.
Gerade im Sommer kann sich die rote Vogelmilbe bei einem Befall im Hühnerstall rasant vermehren. (Symbolbild) © biky/Imago

Die rote Vogelmilbe mag es am liebsten warm und feucht und kann sich gerade im Sommer explosionsartig im Hühnerstall vermehren. Die nachtaktiven Blutsauger sind gerade mal einen Millimeter groß und hausen in jedem noch so kleinen Winkel. Sie finden unzählige Nistmöglichkeiten in Ritzen, Nischen, Einstreu oder Dämmmaterial. Die rote Vogelmilbe kann über Wildvögel, Hühnerneuzugänge oder auch vermilbte Ausrüstung eingeschleppt werden. Tagsüber bekommt man den Ektoparasit des Geflügels kaum zu Gesicht, denn er verlässt nur nachts sein Versteck, um dann die Hühner zu überfallen und anzuzapfen.

Das bringt die Hühner nicht nur um den Schlaf, sondern kann ihre Gesundheit auch stark beeinträchtigen. Die Tiere leiden unter Unruhe, Blutarmut und können sogar so geschwächt werden, dass sie sterben. Außerdem können Hühner durch die Milbenplage Mangelerscheinungen aufweisen oder auch Verhaltensstörungen, wie Federpicken und Kannibalismus entwickeln. Bei einem Befall verringert sich zudem die Legeleistung der Hühner deutlich und sie werden anfälliger für Krankheiten. Daher ist es wichtig, einen Milbenbefall rechtzeitig zu erkennen, zu bekämpfen und einem erneuten Befall vorzubeugen.

Rote Vogelmilbe bei Hühnern – mit einem Trick kann man Befall erkennen

Um einen Befall nachzuweisen, können Hühnerhalter sich eines einfachen Tricks bedienen. Dazu kann man einfach über Nacht eine Klebefalle im Hühnerstall anbringen und weißes, doppelseitiges Klebeband an den Sitzstangen anbringen. Während ihrer nächtlichen Aktivität bleiben die Parasiten dann daran kleben, und können so nachgewiesen werden. Oder man breitet über Nacht ein weißes Tuch im Hühnerstall unter den Stangen aus. Kann man am Morgen schwarze oder graue Punkte darauf erkennen, deutet auch das auf das Vorhandensein der roten Vogelmilbe hin.

Rote Vogelmilbe bei Hühnern – effektive Bekämpfung erfordert Ausdauer

Die rote Vogelmilbe ist ein wahrer Überlebenskünstler und ihre Bekämpfung erfordert nicht nur gute Vorbereitung, sondern auch ein gewisses Maß an Ausdauer. Zu Beginn sollten erkennbare Milbennester manuell mithilfe eines Spachtels entfernt, umgehend entsorgt und am besten verbrannt werden. Erst dann kommen verschiedene Bekämpfungsmittel zum Einsatz. Viele chemische Mittel erfordern einen Auszug der Stallbewohner, da sie sich negativ auf die Gesundheit der Hühner auswirken. Oder man kann natürliche Mittel wie zum Beispiel Kieselgur einsetzen, um die Milben „auszutrocknen“.

Rote Vogelmilbe bei Hühnern – Vorbeugen fängt schon beim Stallbau an

Um einem Befall mit der roten Vogelmilbe oder anderem Ungeziefer vorzubeugen, sollte man schon beim Bau des Hühnerstalls darauf achten, den Unterschlupf- und Versteckmöglichkeiten für die Parasiten zu vermeiden. Dazu gehört unter anderem das Verspachteln von Ritzen, Rillen und Löchern. Am besten verwendet man möglichst glatte Oberflächen und vermeidet nach Möglichkeit die Verwendung von Holz im Inneren des Stalls. Auch das Kalken der gesamten Stalloberflächen und anschließende Aufbringen von Kieselgur bietet einen effektiven Schutz gegen die blutsaugenden Milben.

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