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Hühner eingewöhnen: Statur und Alter sollten zur Gruppe passen

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Von: Anna Katharina Küsters

Bei einer Vergesellschaftung von Hühnern sollten Sie mit Bedacht vorgehen, denn die Tiere müssen sich langsam aneinander gewöhnen.

München – Manchmal kommen Besitzer nicht drumherum und müssen ihre eigene Hühner-Gruppe durch neue Hühner ergänzen. Dieser Vorgang nennt sich Vergesellschaftung. Hühner-Halter sollten dabei sehr vorsichtig vorgehen, denn für die Tiere bedeutet solch eine Neuerung vor allem Stress, weil ein Neuling die soziale Ordnung durcheinanderbringt. Um es dem Neuzugang und der alten Gruppe möglichst angenehm zu machen, darf längst nicht jedes Huhn einziehen.

Hühner eingewöhnen: Statur und Alter sollten zur Gruppe passen

Hühner haben eine strikte Rangordnung in einer Gruppe.
Hühner haben eine strikte Rangordnung in einer Gruppe. (Symbolbild) ©  blickwinkel/Imago

Hühner sind sehr soziale Wesen, deren Zufriedenheit in großem Maße von einer stabilen Gruppenbeziehung abhängt. Hühner, die neu zu einer bereits bestehenden Gruppe dazustoßen, lösen bei den Tieren zuerst großen Stress aus. Sie müssen die Rangordnung in der Gruppe neu bestimmen und dabei können schon mal Federn fliegen. Halter müssen sich aber keine Sorgen machen, wenn sie richtig vorgehen bei der Vergesellschaftung, steht einem friedlichen Zusammenleben nichts im Weg.

Überlegen Sie, sich zusätzlich Hühner zu kaufen, sollten diese in jedem Fall in ihrer Statur und auch in ihrem Alter etwa dem Gruppendurchschnitt entsprechen. Mischen Sie zwei völlig unterschiedliche Hühnerrassen, kann das zu unnötigen Auseinandersetzungen in der Tiergruppe führen und Tiere womöglich ernsthaft in Gefahr bringen. Aus diesem Grund ist es auch nicht sinnvoll, Küken in eine bestehende Gruppe zu integrieren. Sie sind im Notfall noch nicht stark genug, sich gegen die anderen Tiere zu wehren. Es lohnt sich außerdem, direkt mehrere Hühner der Gruppe hinzuzufügen, da sich die alte Gruppe oft sehr hart gegen ein einzelnes neues Tier wendet.

Hühner eingewöhnen: Langsames Eingewöhnen

Um den Tieren Stress zu ersparen, lohnt sich ein langsames aneinander Gewöhnen der fremden Gruppen. Dafür trennen Halter am besten einen Teil des Geheges ab und setzen die neuen Hühner dort hinein. Die alte Gruppe kann die Neuzugänge nun in Ruhe beobachten und riechen und sich an ihre Anwesenheit gewöhnen, ohne in direkter Konkurrenz mit ihnen zu sein.

Im nächsten Schritt trennen die Halter ein neutrales Gebiet im Garten ab, auf dem sie die beiden Gruppen zusammenführen wollen. Dort sollten dann zuerst die Neuankömmlinge Zeit bekommen, sich an die Umgebung zu gewöhnen, bevor die Alteingesessenen hinzukommen. Bei der Vergesellschaftung sollte es im Gehege immer genügend Versteckmöglichkeiten geben. Außerdem helfen folgende Maßnahmen:

Natürlich gibt es anfangs Streitereien in Form von Haken und Picken. Daher müssen Halter das Ganze im Auge behalten und eingreifen, falls die alten Hühner die Neuen zu sehr bedrängen. Mit etwas Geduld sollten sich die beiden Lager aber mit der Zeit einander annähern und untereinander eine neue soziale Rangordnung ausgefochten haben. Ein Zusammenleben in einem Stall und auf demselben Gelände ist dann kein Problem mehr. So leben Ihre Hühner glücklich und legen viele Eier. Übrigens: Es lohnt sich, das Wasser nach dem Eierkochen im Topf nicht wegzuschütten, es sorgt für einen guten pH-Wert in Blumenerde.

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