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Hühner im Winter: Können befruchtete Eier erfrieren?

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Von: Sandra Barbara Furtner

Damit Ihre Hühner und auch ungeschlüpfte Küken gut durch die kalte Jahreszeit kommen, sollten Sie ein paar Dinge beachten.

Jena – Unsere heimischen Haushühner sind eigentlich deutlich höhere Temperaturen gewöhnt, denn ihre Wurzeln liegen in den Tropen. Ein wärmendes und schützendes Untergefieder besitzen sie nicht. Sie können also auch durchaus frieren. Frierende Hühner drängen sich, laut dem deutschen Veterinärrat Harry Dieter Schobries in einer Gruppe zusammen und plustern dabei ihr Gefieder auf.

Wenn Hühner frieren, benötigen sie wesentlich mehr Energie, um ihren Körper wieder auf Temperatur zu bekommen. Die Abwehrkräfte schwinden und sie sind anfälliger gegenüber Krankheiten. Zudem benötigen sie wesentlich mehr Futter. Junge Tiere wachsen schlechter und sind Hühner über einen längeren Zeitraum großer Kälte ausgesetzt, kann das auch bis zum Tod führen. Man muss den Stall nicht unbedingt mit einer Heizung ausstatten, trotzdem sollte die Unterkunft trocken und frei von Zugluft sein, als Untergrund dient eine dicke Lage Einstreu.

Ein Haushuhn steht bei Schnee vor dem Türrahmen eines Hühnerstalls. (Symbolbild)
Gerade der Kamm sollte im Winter vor Erfrierungen geschützt werden. (Symbolbild) © Bruno Kickner/Imago

Hühner im Winter: Können befruchtete Eier erfrieren?

Bei einigen Hühnern lässt sich auch beobachten, dass sie ihren Kopf unter ihr schützendes Gefieder stecken. Sie versuchen damit die Wärme im Körper zu halten und gleichzeitig ihren Kamm und Kehllappen zu schützen. Um diese vor Erfrierungen zu bewahren, kann man sie dick mit Vaseline oder Melkfett einreiben. Bei Frost sollten die Hühner jedoch besser im Stall bleiben. Küken und ungeschlüpfte Eier haben so gut wie keine Chance sich vor eisiger Kälte zu schützen. Um dies deutlich zu zeigen, wurde am deutschen Institut für landwirtschaftliche Versuchs-und Untersuchungswesen in Jena ein Test unternommen.

Hühner im Winter: Küken sollten auf keinen Fall frieren

Dort hat man die Eier extremen Temperaturen von etwa Minus 20 Grad ausgesetzt und es kam zu einer Eisbildung, was folglich zum Tod führt. Anschließend wurde Bebrütungstag und Kälte unter die Lupe genommen. Und man stellte fest: Je weiter die Bebrütung der Eier schon vorangeschritten ist, desto kälteempfindlicher sind sie auch. Es ist also zwingend notwendig für ausreichend Wärme und ein gutes Stallklima zu sorgen.

Um Küken gut durch den Winter zu bekommen, benötigen sie etwa eine Temperatur von um die 32 Grad. Diese kann man dann wöchentlich um etwa 2 Grad senken. Entsprechend hochwertiges Futter, eine gute Lichtversorgung für mindestens zwölf Stunden und einer Luftfeuchtigkeit von etwa 60 Prozent tragen dabei bei, dass ihre Hühner gesund bleiben. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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