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Hühnerläuse: Symptome, Bekämpfung und ob sie auf den Menschen übertragbar sind

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Hühner in einem Gehege. (Symbolbild)
Parasiten wie Hühnerläuse sind in den meisten Hühner-Beständen zu finden. (Symbolbild) © Edwin Remsberg/Imago

Hühnerläuse sind Parasiten, die bevorzugt Hühner befallen. Grundwissen über Ursachen, Symptome und Behandlung gehört zum Einmaleins der Hühnerhaltung.

Berlin – Die richtige Pflege und Haltung sind elementar für die Gesunderhaltung des Geflügels, wie der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft betont. Der Befall mit Parasiten wie Hühnerläusen kommt häufig vor und ist mit gutem Management leicht in den Griff zu bekommen.

Hühnerläuse: Abgrenzung von anderen Schädlingen

Bei Hühnern gibt es innere und äußere Parasiten. Außen am Körper lebende Schädlinge nennt man auch Ektoparasiten. Dazu gehören neben der Roten Milbe die Federmilde, Flöhe und Läuse. Weil die Behandlung so unterschiedlich ist, ist es wichtig, genau abzuklären, von welchen Ektoparasiten die eigenen Hühner betroffen sind. Erst dann kann gezielt behandelt werden.

Hühnerläuse leben zwischen den Federn und halten sich dabei bevorzugt nah zur Haut auf. Wie Läuse beim Menschen saugen sie Blut, um sich zu ernähren. Sie heften ihre Eier – die Nissen – an Federkiele. Es gibt unterschiedliche Formen der Federläuse, die sich in ihrem bevorzugten Lebensbereich unterscheiden. Zu den am häufigsten betroffenen Bereichen gehören der Hals und Kopf, die Unterseite der Flügel und die Kloake. Hühnerläuse sind sehr weit verbreitet und betreffen fast jeden Bestand früher oder später.

Hühnerläuse: Ursachen und Symptome der Parasiten

Einzelne Federläuse finden sich bei intensiver Suche in fast jeder Hühnergruppe. Bei gesunden Tieren, die die Möglichkeit haben, regelmäßig intensive Sandbäder zu nehmen und ihr gesundes Federkleid ausgiebig putzen, haben die lästigen Schädlinge allerdings kaum eine Chance, zur Plage zu werden. Geschwächte Tiere, Vögel in der Mauser oder durch nasskaltes Wetter belastete Hühner können dem Ungeziefer manchmal jedoch nicht genügend entgegensetzen. Vermehren sich die Läuse stark, so zeigen die Tiere Symptome:

Die Läuse und deren Nissen lassen sich bei der Gefiederkontrolle mit bloßem Auge erkennen. Das ermöglicht auch die Abgrenzung von der Roten Milbe, die nur nachts auf ihren Wirt krabbelt, und der Federmilbe, die deutlich kleiner ist.

Hühnerläuse: Erfolgreiche Behandlung

Von allen Ektoparasiten bei Hühnern gelten die Hühnerläuse als die lästigsten, aber zugleich können sie leichtesten behandelt werden. Sie sprechen auf nahezu alle auf dem Markt erhältlichen Mittel gegen Ektoparasiten bei Hühnern an.

Im Handel finden sich zahlreiche Produkte zur Behandlung eines Federlaus-Befalls. Dazu gehören vor allem Pulver und Sprays. Einige Läusemittel enthalten chemische Wirkstoffe, andere nutzen natürliche Inhaltsstoffe wie Kieselgur. Bei Hühnerläusen als Parasiten ist es ausreichend, die Vögel zu behandeln. Versteck- und Aufenthaltsplätze sollten zwar gereinigt werden, benötigen aber keine Behandlung, weil Läuse und Nissen sich nie lange abseits des Wirts aufhalten.

Wichtig ist, die Hühner gründlich zu behandeln. Hals, Flügel und Kloake sollten ausreichend eingepudert oder eingesprüht werden. Weil die Mittel nur bereits geschlüpfte Tiere, nicht aber die Nissen töten, muss die Behandlung nach etwa einer Woche bis zehn Tagen wiederholt werden. Eine weitere Kontrolle nach einer weiteren Woche ist empfehlenswert.

Vorbeugend kann den Hühnern ein Sandbad zur Verfügung gestellt werden. Die folgenden Bestandteile sollten enthalten sein:

Parasiten Hühnerläuse: Wie wahrscheinlich ist die Ansteckung für den Menschen?

Wie die meisten Läusearten sind auch die Hühnerläuse ihrem Wirt treu. Es kann zwar vorkommen, dass sich eine Federlaus vom Huhn auf den Menschen verirrt und auf Kleidung oder der Haut zu sehen ist, aber sie wird dort weder verweilen noch Blut saugen. Eine Ansteckung für den Menschen mit den Parasiten ist deshalb sehr unwahrscheinlich. Trotzdem ist es ratsam, die im Umgang mit Geflügel empfohlenen Hygieneregeln wie regelmäßiges Händewaschen nach der Arbeit rund um die Hühner zu beachten.

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