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Impfungen bei Hühnern: Welche wichtig sind, Häufigkeit und Kosten

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Haushühner vor ihrem Stall in privater Bodenhaltung (Symbolbild)
Impfungen helfen, die Gesundheit von Hühnern zu erhalten (Symbolbild) © Gottfried Czepluch/Imago

Impfungen für Hühner sind teilweise gesetzlich vorgeschrieben, unkompliziert durchzuführen und für die Tiergesundheit unerlässlich.

Offenbach am Main – Der Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) umfasst 180.000 Mitglieder in 4.600 örtlichen Vereinen. Er ist zugleich Mitglied der Deutschen Vereinigung für Geflügelwissenschaft e. V. und Tierschutzbeirat für Tier- und Artenschutz. Als Ansprechpartner für naturgerechte Rassegeflügelzucht informiert er unter anderem über Krankheiten wie die Vogelgrippe und über Impfungen für Hühner. Tierärzte und Veterinärämter stellen weitere Anlaufstellen für Hühnerhalter dar.

Impfungen bei Hühnern: Welche wichtig sind, Häufigkeit und Kosten

Impfungen für Hühner leisten als Vorbeugemaßnahmen einen wesentlichen Beitrag zur Tiergesundheit. Sie wirken einer Reihe – teils tödlicher – Krankheiten entgegen, die in der Regel hochgradig ansteckend sind. Da sie sehr schnell den gesamten Bestand an Geflügel befallen können, ist der Nutzen von Impfungen sehr hoch. Die Kosten der Vakzine fallen vergleichsweise niedrig aus und die Verabreichung über das Trinkwasser gestaltet sich denkbar unkompliziert.

Impfungen für Hühner: Pflichtimpfungen in Deutschland

In Deutschland regelt die „Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest“ die Impfpflicht, der gewerbliche wie private Hühnerhalter unterliegen. Diese soll die Verbreitung der Newcastle-Krankheit verhindern, die auch als Newcastle Disease (ND) oder atypische Geflügelpest bezeichnet wird. Bei der Newcastle-Krankheit handelt es sich um eine hochansteckende und anzeigepflichtige Viruserkrankung der Atemwege.

Die Impfung der Hühner gegen die Newcastle-Krankheit ist in Deutschland verpflichtend; zudem muss jeder Tierhalter einen Impfnachweis führen. Dieser kostet rund fünf Euro für den gesamten Bestand. Durch Verabreichungen von Impfdosen am 14. Lebenstag, in der siebten und in der 21. Lebenswoche erfolgt die Grundimmunisierung. Die Häufigkeit der Auffrischung variiert: Sie findet wahlweise alle sechs Wochen durch den Tierhalter über das Trinkwasser oder jährlich durch den Tierarzt statt. Bei Verabreichung über das Wasser bewegen sich die Kosten zwischen einem und zwei Euro pro Tier und Gabe.

Impfungen für Hühner: Die folgenden sind auf freiwilliger Basis

Auch bei artgerechter Haltung und hochwertigem Futter können Krankheiten durch Viren, Bakterien und Parasiten auftreten, die Hühnerhalter kennen sollten. Vorbeugemaßnahmen wie Impfungen und Stallhygiene erhalten die Gesundheit der Hühner und sind mit deutlich geringeren Kosten verbunden. Hier folgt eine Übersicht der häufigsten Hühner-Krankheiten mit schwerwiegendem Verlauf, für die Impfungen erhältlich sind.

Die Kosten für Impfungen liegen bei der Gabe über das Trinkwasser bei durchschnittlich einem bis zwei Euro pro Tier und Impfdosis. Diese wird klarem, kühlem Wasser in sauberen Plastikgefäßen hinzugefügt. Eine Ausnahme stellt die Impfung gegen die Marek‘sche Krankheit dar, die Hühnern durch einen Tierarzt injiziert wird. Die Kosten belaufen sich im Durchschnitt auf 50 bis 70 Cent pro Küken.

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