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Kokzidiose beim Huhn: So beugen Sie ihr vor und was Sie dagegen tun können

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Küken auf einer Wiese fressen Futter aus einem Napf. (Symbolbild)
Küken kann Futter mit Kokzidiostatikum verabreicht werden, um einen Ausbruch zu verhindern.(Symbolbild) © Petra Schneider/Imago

Vor allem für Küken ist die Hühner-Kokzidiose eine schwere, oft tödlich verlaufende Erkrankung. Vorbeugen kann man durch eine Impfung und weitere Maßnahmen.

Bonn – Eine gesunde, ausgewogene Kost mit dem idealen Nährstoffverhältnis ist ein wichtiger Beitrag zur Hühnergesundheit, wie der Deutsche Verband für Tiernahrung berichtet. Um die Kokzidiose bei Küken zu vermeiden, gibt es sogar spezielle Futtermittel mit schützenden Zusätzen.

Kokzidiose beim Huhn: Ursachen und Auftreten

Kokzidien zählen zu den Endoparasiten. Es handelt sich um einzellige Organismen, die in Form der Oozysten überall in der Umwelt vorkommen und dort auch sehr lange überleben können. Sieben unterschiedliche Arten von Kokzidien befallen Hühner, aber nicht den Menschen. Die Gefahr einer Ansteckung ist daher nicht gegeben.

Oozysten warten vor allem im verschmutzten Wasser, feuchter Einstreu oder im Kot auf einen neuen Wirt. Gesunde, ausgewachsene Hühner können aufgenommene Erreger problemlos in Schach halten. Jungtiere, gestresste oder erkrankte Tiere sind jedoch stark gefährdet, eine Kokzidiose zu erleiden. Dabei kommt es zur massenhaften Vermehrung der Kokzidien im Darm. Man unterscheidet:

Aufgrund der Infektion entwickeln sich ein hoher Flüssigkeitsverlust und Blutungen im Darmtrakt. Je nach Ausprägung können die Tiere Verdursten oder Verbluten.

Kokzidiose beim Huhn: Symptome rechtzeitig erkennen

Eine schwere Kokzidiose bleibt nicht unbemerkt, denn die Tiere zeigen klare Symptome. Zu Anfang ist das vor allem ein breiiger Durchfall. Sind die flauschigen Federn an der Kloake der Küken mit Kot verklebt, ist das bereits ein klares Alarmsignal. Erkranken ältere Jungtiere oder erwachsene Vögel, kann die Krankheit weniger heftig verlaufen und daher schwerer zu erkennen sein.

Zu den wichtigsten Symptomen der Kokzidiose bei Hühnern zählen:

Bei älteren Tieren können Abgeschlagenheit und Blutbeimengungen im Kot die einzigen Anzeichen sein. Ist ein Tier erkrankt, kann man fest davon ausgehen, dass sich alle Tiere der Gruppe angesteckt haben, denn die Kokzidien-Infektion ist hochansteckend.

Kokzidiose beim Huhn: Behandlung erkrankter Tiere

Vor allem bei Küken kann eine Kokzidiose sehr schwerwiegend verlaufen und die Tiere innerhalb weniger Stunden töten. Bei sehr schweren Infektionen ist eine Heilung meist nicht mehr möglich. Umso wichtiger ist es, immer ein Auge auf die Küken zu haben. Gleiches gilt für frisch hinzugekaufte Jungtiere, die aufgrund des Umzugsstresses leichter erkranken.

Behandelt werden kann eine Kokzidiose mit speziellen Medikamenten, die beim Tierarzt erhältlich sind. Sie sind über das Trinkwasser zu verabreichen. Ist nur ein Tier erkrankt, sollte es sofort isoliert werden. Äußerste Sauberkeit bei Einstreu und Wasser verbessern die Überlebenschancen zusätzlich. In den meisten Fällen empfiehlt der Tierarzt trotz Isolierung des kranken Tieres die Behandlung des gesamten Bestandes.

Kokzidiose beim Huhn: Vorbeugen und Impfung

Kokzidiose bei Hühnern und Küken lässt sich mit geeigneten Maßnahmen sehr zuverlässig vermeiden. Zu den wichtigsten Ansätzen zählen:

Die wichtigste Vorbeugung gegen Kokzidiose bei Hühnern sind eine gute Pflege und eine optimale Ernährung der Tiere.

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