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Mauser bei Hühnern: Ursachen, Dauer und wie es um die Gesundheit steht

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Eine Henne hält ihre Küken unter ihren Flügeln warm. (Symbolbild)
Ihre erste Mauser haben Hühner im Alter von ungefähr sechs Wochen, wenn der Flaum von Federn ersetzt wird. (Symbolbild) © biky/Imago

Die Mauser trifft nicht nur Hühner, sondern alle Vögel: Einmal jährlich wird das Federkleid komplett gewechselt – zugleich wichtig und belastend für das Tier.

Haselbachtal – Anlaufstelle für Informationen rund um die Mauser bei Hühnern sind der Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e. V. oder ein regionaler Verein für Hühnerhaltung. Gut zu wissen: Tierhalter können ihre Hühner während der Erneuerung der Federn tatkräftig unterstützen.

Mauser bei Hühnern: Ursachen, Dauer und wie es um die Gesundheit steht

Bei Vögeln nimmt das Federkleid die Rolle des Fells bei Säugetieren ein – mit entsprechenden Funktionen. Dazu gehören der Schutz der Haut sowie die Temperaturisolierung. Damit die Federn ihre Funktion gut erfüllen können, müssen sie in einem optimalen Zustand sein. Durch äußere Umstände nimmt das Gefieder im Laufe der Zeit jedoch Schaden. Federn fallen aus, werden brüchig oder verschmutzt. Daher durchlaufen Hühner einmal jährlich die sogenannte Mauser.

Ausgehend vom Kopf, über den Rücken und die Brust, zu guter Letzt auch an Flügeln und Schwanz, verliert das Tier bei der Mauser die alten Federn. Die Natur hat es dabei so eingerichtet, dass die Flugfähigkeit dadurch nicht oder kaum beeinträchtigt wird. An den kahlen Stellen wachsen neue Federkiele nach. Bis die Mauser abgeschlossen ist, vergehen zwischen zwei und drei Monaten.

Mauser bei Hühnern: Der Herbst ist die optimale Jahreszeit

Eine erste Mauser durchlaufen Hühner, wenn die Flaumfedern der Küken ausfallen und durch das echte Federkleid ersetzt werden, ungefähr im Alter von sechs Wochen. Daran schließt sich meist schon nach rund zwei Wochen die erste wirkliche Mauser an, die bis zu drei Monate dauern kann. Das vollständige und für die Rasse typische Federkleid weisen Junghühner also erst mit rund fünf Monaten auf.

Danach durchlaufen die Tiere ab einem Alter von eineinhalb Jahren einmal jährlich den Gefiederwechsel, die beste Jahreszeit dafür ist der Herbst. Denn mit einem neuen, intakten Federkleid sind Hühner dann auch vor der Winterkälte gut geschützt. Bei Tieren, die aus Kunstbrut hervorgegangen sind, kann der Mauserzyklus jedoch durcheinandergeraten. Vor allem, wenn diese Hühner im Winter mausern, entstehen ihnen gesundheitliche Nachteile.

Mauser bei Hühnern: Verhalten und Gesundheit

Die Mauser ist für Hühner – so wie für alle Vögel – gesundheitlich eine deutliche Belastung. Das Ausfallen des alten Federkleids und die Produktion neuer Federn werden hormonell gesteuert, abhängig von Tageslänge und Temperatur. Für die Gesundheit des Huhns ergeben sich folgende Auswirkungen:

Als Hühnerhalter kann man seine Tiere unterstützen, damit sie gesund durch die Mauser kommen. Maßnahmen sind die Beifütterung mit Bierhefe als Lieferant des Protein-Bausteins Methionin und die Gabe der Vitamine E, B5, Biotin und Zink sowie überhaupt proteinreiche Nahrung. Der Hahn sollte von mausernden Hennen ferngehalten werden, vor allem wegen des Verletzungsrisikos beim Treten. Ohnehin ist das Verhalten der Hühner während dieser Zeit weniger kommunikativ, bisweilen legen sie keine Eier, bis die Mauser vorüber ist.

Vor Beginn der Mauser – die meist im September einsetzt – sollte der Hühnerstall von Grund auf gereinigt werden. Damit lässt sich dem Befall von Parasiten effektiv vorbeugen. Hühner werden von Milben, aber auch von Federlingen befallen – Letztere setzen sich an den Federn fest und ernähren sich vom darin enthaltenen Keratin. Während der Mauser behindern sie die Ausbildung eines vollständigen, gesunden Federkleids.

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