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Vogelgrippe: Sie ist für Mensch und Haustier keine Gefahr mehr

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Von: Anna Katharina Küsters

Selten sind Vogelgrippe-Meldungen in diesen Wochen nicht. Mit ein paar Maßnahmen schützen sich Mensch und Haustier.

Hilpoltstein – Die Vogelgrippe, die viele Menschen auch unter dem Namen Geflügelpest kennen, tritt in Deutschland im Laufe der Jahre mal mehr, mal weniger stark auf. In den vergangenen Monaten mehrten sich die Meldungen zum Auftreten der Vogelgrippe, besonders im Landkreis Nürnberg Land und Cham Fälle. In Panik ausbrechen müssen Menschen jedoch nicht, denn sie und ihre Haustiere sind so gut wie sicher.

Vogelgrippe: Sie ist für Mensch und Haustier keine Gefahr mehr

Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) beruhigt: Nur in sehr seltenen Fällen überträgt sich das Vogelgrippe-Virus auf den Menschen. Schon seit den 1990er-Jahren verbreitet sich das Virus besonders in asiatischen Ländern, führte dabei jedoch nicht zu einer Pandemie, wie die Menschheit sie seit 2020 mit Corona erlebt. Anfällig für das Virus sind vor allem Tiere, darunter besonders:

Das führt unter anderem auch zur sogenannten Keulung. Das brutale Wort lässt schon ahnen, was dahinter steckt: Ist die Vogelgrippe in einer Zucht ausgebrochen, kann das Veterinäramt eine Keulung veranlassen. Das bedeutet, dass die Besitzer und Besitzerinnen alle Tiere der Zucht töten lassen müssen. Das trifft kleine wie auch große Betriebe. Eine Ausnahme ist laut LBV nur bei Zoos oder Züchtungen sehr seltener Arten möglich und auch nur, wenn eine komplette Isolierung der Tiere möglich ist.

Zu sehen sind frei laufende Hühner auf einem Feld. (Symbolbild).
Für Hühner gilt in Bayern eine Stallpflicht. (Symbolbild) © Hans Lucas/Imago

Um das Infektionsgeschehen etwas einzudämmen, hat das Bayerische Staatministerium für Umwelt und Verbraucherschutz eine Stallpflicht für Wildvögel verordnet. Dazu zählen zum Beispiel Hühner, Rebhühner, Fasane und Enten. An die Stallpflicht müssen sich sowohl große Betriebe als auch private Tierhalter und Tierhalterinnen halten.

Vogelgrippe: So schützen Sie Ihre Haustiere

Katzen streunen häufig herum und sind auf der Suche nach Beute nicht nur im eigenen Garten, sondern überall in der Nachbarschaft unterwegs. Dabei kann es dazu kommen, dass die Katze auch mal einen Vogel erwischt und diesen frisst. Unter Umständen ist dieser Vogel mit der Vogelgrippe infiziert und überträgt so die Viren auf die Katze. Haustierbesitzer und -besitzerinnen müssen nun jedoch nicht in Panik ausbrechen, denn laut LBV erbeuten Katzen äußerst selten Vögel, die am Infektionsgeschehen teilnehmen. Und Übertragungen von Katzen auf den Menschen konnte die Wissenschaft bisher noch nicht nachweisen.

Wer in einem Vogelgrippen-Sperrgebiet lebt, muss seinen Hund oder seine Katze in der Regel anleinen, damit das Risiko einer Ansteckung komplett ausgeschlossen ist. In nicht als Sperrgebiet ausgewiesenen Regionen lohnt es sich, Hunde besonders in Nähe von Gewässern im Auge zu behalten. So kommen sie weniger schnell mit toten Wasservögeln in Kontakt.

Vogelgrippe: Wildvogelfütterung noch erlaubt?

Das Risiko einer Infektion ist also allgemein sehr gering. Gartenfans, die regelmäßig im Winter Futter für hungrige Wintervögel rausstellen, müssen sich ebenfalls keine Sorgen machen. Laut dem LBV ist eine Fütterung von Wildvögeln problemlos möglich, denn die in Deutschland lebenden Vögel wie Blaumeise, Kohlmeise oder Rotkehlchen übertragen das Virus nicht. Wichtig bleibt natürlich das tägliche Putzen der Wasserstelle sowie die Reinigung der Futterstelle, um die Übertragung und Ausbreitung anderer Krankheiten unter den Tieren zu verhindern. *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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