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Häufiges Kratzen kann bei Hunden ein Anzeichen für eine Allergie sein. (Symbolbild)

Ernährung und Umwelteinflüsse

Allergien beim Hund: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Allergiesymptome zeigen sich bei Hunden geringfügig und werden deshalb spät festgestellt. Deswegen sollte eine Verhaltensänderung beim Hund immer auch hinsichtlich möglicher Allergien überprüft werden.

Berlin – Die Bundestierärztekammer informiert darüber, dass Hunde allergisch auf Insektenstiche reagieren. Hundehalter müssen auf bestimmte Symptome achten, um eine allergische Reaktion auf Ursachen wie Umwelt oder Futter festzustellen.

Allergien bei Hunden: Was sind die Ursachen?

Einer der häufigsten Gründe für eine allergische Reaktion bei Hunden liegt, wie auch beim Menschen, in der Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Lebensmitteln und Ernährungsweisen.

Eine weitere Ursache für Allergien bei Hunden sind Umwelteinflüsse. Pollenallergien sind bei Menschen keine Seltenheit, bei Hunden treten sie hingegen selten auf. Neben einer Pollenallergie sind Reaktionen auf Gräser oder Blumen möglich. Die Allergie auf Umwelteinflüsse zeigt sich nicht nur saisonal: Staubmilben machen einen Hund das ganze Jahr anfällig für eine allergische Reaktion.

Weitere Ursachen von Allergien sind Fremdeinflüsse, beispielsweise durch Insektenstiche. Insektenstiche kommen bei Hunden seltener vor als bei Menschen, denn sie sind durch ihr Fell geschützt. Auszuschließen sind Einstiche jedoch nicht, vor allem bei Hunden mit kurzem Fell.

Bei Behandlungen mit Medikamenten sind mögliche Allergien mit dem Tierarzt zu klären, denn auch auf Antibiotika und andere Medikamente sind allergische Reaktionen möglich.

Allergien bei Hunden: Was sind die Symptome?

Allergische Reaktionen von Hunden lassen sich schwer feststellen. Viele der Symptome sind ähnlich wie bei Menschen, darunter Halskratzen oder Konzentrationsstörungen. Bei Hunden sind diese Symptome jedoch nicht ersichtlich. Besitzer müssen deshalb auf andere Anzeichen achten, darunter folgende:

  • eine schnelle und laute Atmung als Anzeichen für Asthma
  • häufiges Niesen
  • Schwellungen und Rötungen auf der Haut des Hundes
  • Schlafstörungen

Bei all diesen Symptomen zeigen Hunde ein auffälliges Verhalten. Sind Rötungen unter dem Fell entstanden, kratzt sich ein Hund oft, Schlafstörungen machen sich durch die Nachtaktivität bemerkbar. Kratzt sich der Hund oft, sollten Besitzer die Stelle untersuchen. Rötungen und dadurch verursachter Juckreiz sind oft Symptome eines Insektenstichs.

Besitzer können bei einem Bienenstich den Stachel entfernen. Die Stelle muss danach mit einer Salbe behandelt und gekühlt werden. Kühlakkus dürfen nur auf die Haut des Hundes gelegt werden, wenn sie in ein Handtuch gewickelt sind.

Allergiesymptome sind nicht saisonal und können das ganze Jahr über auftreten. Bestimmte Umweltallergien wie zum Beispiel gegen Gräser oder Pollen sind davon ausgenommen. Zeigen sich derartige Allergiesymptome, muss der Tierarzt aufgesucht werden, um eine Behandlung einzuleiten.

Allergien bei Hunden: Wie erfolgt die Behandlung?

Eine Allergie bei Hunden lässt sich oft nur schwer feststellen. Zeigen sich bestimmte Symptome, müssen Besitzer zum Tierarzt und Behandlungsmöglichkeiten klären. Stellt der Tierarzt eine allergische Reaktion fest, ist ein Allergietest angezeigt. Dieser erfolgt über eine Blutentnahme, die Probe wird in ein Labor zur Auswertung der Ergebnisse gesendet.

Abhängig von der Allergie wird eine dementsprechende Behandlung eingeleitet. Liegt die Ursache bei einer Futterunverträglichkeit, sollte die Ernährung umgestellt werden. Bei starken Intoleranzen wird hypoallergenes Futter empfohlen.

Bei einer Allergie gegen Umwelteinflüsse führt die einzige Behandlungsmöglichkeit über die Sensibilisierung. Durch eine vom Tierarzt regelmäßig angeordnete Impfung wird der Hund gegen die Allergie immunisiert. Während der ersten 15 Wochen muss der Hund wöchentlich zur Impfung, danach alle drei Wochen. Ein Behandlungserfolg lässt sich nicht garantieren, im Normalfall wird die Sensibilisierung nach zwei bis drei Jahren beendet.

Liegt die Ursache einer Allergie bei einem Insektenstich, erfolgt eine medikamentöse Behandlung. Eine solche ist nicht immer zwingend notwendig, in manchen Fällen reicht eine Salben- oder Geltherapie für die betroffene Stelle.