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Arthrose beim Hund: Anzeichen, Ursache und Behandlung

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Hunde mit Arthrose haben Schwierigkeiten, nach längerem Liegen aufzustehen. (Symbolbild)
Hunde mit Arthrose haben Schwierigkeiten, nach längerem Liegen aufzustehen. (Symbolbild) © Mint Images/Imago

Wie beim Menschen gehört die Arthrose beim Hund zu den „Volkskrankheiten“. Sehr viele Vierbeiner leiden in höherem Alter unter dem chronischen Gelenkverschleiß.

Dortmund – Fällt einem Hund nach einer längeren Ruhephase das Aufstehen schwer, zeigt er Anlaufschwierigkeiten und bewegt er sich nach einigen Minuten besser oder wirkt steif, bewegungsunlustig und mag Berührungen an bestimmten Körperstellen nicht, liegt der Verdacht auf Arthrose nahe. Darauf weist der Verband für das Deutsche Hundewesen hin.

Arthrose beim Hund: Diese Ursachen gibt es

Ein gewisser Gelenkverschleiß ist mit steigendem Lebensalter bei Mensch und Tier normal. Von Arthrose sprechen Mediziner, sofern die Gelenkabnutzung das altersübliche Maß übersteigt, die Beweglichkeit eines Gelenks durch stark abgenutzte Knorpelflächen eingeschränkt ist und der Hund Schmerzen hat. Es gibt verschiedene Faktoren, die die Abnutzung des Knorpels beschleunigen und das Risiko für Arthrose beim Hund steigern.

Arthrose beim Hund: Symptome und Behandlung

Die Symptome einer Arthrose beim Hund beginnen meist schleichend. Zu Beginn der degenerativen (durch Abnutzung oder Alterung) Erkrankung stehen betroffene Tiere oft „nur“ langsamer auf, benötigen einige Zeit, um in Schwung zu kommen, oder bewegen sich generell weniger und zeigen eine geringere Aktivität. Zu den typischen Anzeichen gehören:

Die Möglichkeiten der Behandlung sind eingeschränkt, da sich abgenutzter Knorpel nicht wieder aufbauen lässt. Tiermediziner verordnen Schmerzmittel, um die Leiden des Hundes zu lindern. Besteht gleichzeitig eine Gelenkentzündung, ist die Gabe von entzündungshemmenden Medikamenten und Kortikosteroiden sinnvoll. Verursacht eine schwere Hüftgelenksdysplasie die Arthrose, ist bei einem ansonsten gesunden und relativ jungen Hund eine Gelenkprothese oder die Entfernung des Hüftgelenkkopfes (Femurkopfresektion) zu erwägen.

Übergewichtige Tiere sollten dringend abspecken, um den Druck auf die kranken Gelenke zu verringern. Außerdem ist es ratsam, dass sich erkrankte, aber schmerzfreie Hunde ausgiebig gelenkschonend bewegen, um die Muskulatur zu stärken.

Hund mit Arthrose: Kosten der Behandlung

Erhält ein älterer Hund mit Arthrose eine konservative Behandlung, sind die Kosten überschaubar. Die meisten Vierbeiner benötigen die Medikation nur phasenweise. Selbst wenn die Schmerztherapie durchgehend erfolgt, liegen die Kosten für die Medikamente für ein 10 Kilogramm schweres Exemplar monatlich bei unter 30 Euro. Schmerzmittel für Menschen wie Paracetamol oder Aspirin sind nicht geeignet, sie können für die Vierbeiner tödlich sein. Futterzusätze wie Grünlippmuschelextrakt, die den Knorpelabbau verlangsamen sollen, schlagen bei einem mittelgroßen Hund mit etwa 10 Euro zu Buche.

Anders sehen die Kosten aus, wenn eine Operation die Beschwerden des Hundes lindern kann. Das Glätten des Knorpels und das Beheben von Schäden an Meniskus oder Kreuzband im Knie kosten schnell zwischen 1.000 und 1.600 Euro. Ein Gelenkersatz mit einem künstlichen Hüftgelenk kostet je nach Größe des Tieres zwischen 4.000 und 5.000 Euro pro Seite.

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