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Hunde brauchen Bewegung

Gassigehen mit dem Vierbeiner

Wie viel Auslauf braucht mein Hund? Faustregel und Bedürfnisse

Das richtige Maß an Auslauf für den Hund hängt von vielen Faktoren ab. Die Bedürfnisse an Strecke und Zeit unterscheiden sich von Hund zu Hund.

Zernien – Der tägliche Auslauf ist für Hunde die wichtigste Zeit des Tages. Wie der Verband der professionellen Hundetrainer ProHunde betont, ist es nicht nur die Gelegenheit für Hunde, ihre Geschäfte zu erledigen, sondern zum „Zeitung lesen“, Spielen, Auspowern und Sozialisieren mit anderen Hunden. Mit der Frage „Wie viel Auslauf braucht mein Hund?“ wenden sich regelmäßig Hundebesitzer an die Hundeschulen und Trainer.

Auslauf beim Hund: Bedürfnisse erkennen

Hunde sind so unterschiedlich wie wir Menschen. Es gibt Couch Potatoes, Supersportler, Outdoor-Fanatiker und kleine Sensibelchen, die schlechtem Wetter nichts abgewinnen können. Für Hunde, die ihre großen und kleinen Geschäfte im Freien erledigen müssten, gibt es aber keine Wahl: Mehrmals am Tag geht’s raus. Für die meisten Hunde ist das ohne Zweifel das Highlight des Tages, denn sie freuen sich auf Bewegung, Spielen, Schnüffeln, Markieren und das Treffen mit anderen Hunden.

Hundetrainer empfehlen das folgende Mindestmaß an Auslauf für Hunde:

  • je eine kurze Runde von maximal einer halben Stunde morgens und abends
  • plus ein längerer Spaziergang von etwa 1,5 bis 2 Stunden pro Tag

Zusätzlich kann ein Hund noch im Hundesport trainiert werden, mit zum Reiten gehen oder auf der Hundewiese andere Vierbeiner zum Spielen treffen.

Hunde-Auslauf und Gassigehen, wenn Hunde in der Wohnung leben

Viele Hundebesitzer glauben, dass es für den Hund ein Problem sein kann, nur in einer Wohnung zu leben und keinen Garten zu haben. Natürlich macht es das Leben leichter, wenn man einfach die Tür öffnen und den Hund hinaus lassen kann. Vor allem, wenn man als Besitzer zum Beispiel krank ist und die Hunderunde nicht bewältigen kann, ist der Garten die Rettung. Ein so großer Nachteil, wie manch ein Besitzer befürchtet, ist das Leben als Wohnungshund aber nicht. Zu Hause sollten Hunde sowieso größtenteils Ruhe halten. Deshalb ist es nahezu egal, wie groß die Wohnung oder das Haus ist, solange der Hund genügend Bewegung im Freien hat und ausreichend Gassi gehen kann.

Bewegung für Hunde: Auslauf oder Garten?

Einen Garten zu haben, ist sicherlich praktisch. Es kann allerdings dazu verleiten, den Hund einfach alleine ins Freie zu lassen, statt mit ihm spazieren zu gehen. Der Garten ist jedoch kein wertiger Ersatz für den echten Auslauf für einen Hund. Die gelegentliche Nutzung als Auslaufersatz im Notfall ist möglich, sollte aber eine Ausnahme bleiben.

Sehr praktisch ist ein gut eingezäunter Garten allerdings für Hundehalter mit überaus ängstlichen oder jagdfreudigen Hunden, die außerhalb der Sicherheit des Zaunes nicht frei laufen können. Der Hund kann sich frei bewegen, spielen und mit dem Besitzer an den Grundkommandos arbeiten.

Auslauf beim Hund: Zeit und Strecke richtig planen

Die richtige Auslastung des Hundes braucht Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Welpen und junge Hunde sollten nicht mehr als fünf Minuten pro Lebensmonat an der Leine unterwegs sein. Ist der Hund ausgewachsen, hängt es vor allem von der Rasse und seinem Bewegungsbedürfnis ab, wie lange und wie weit der Auslauf pro Tag sein sollte.

  • Streckenlängen um 2 bis 15 Kilometer für einen ruhigen Spaziergang
  • Zeiten von etwa einer bis zu drei Stunden
  • zusätzlich Tagesausflüge mit längeren Strecken und Zeiten
  • kürzere Gassigänge für ältere und sehr junge Hunde
  • Rücksichtnahme auf das Wetter, zum Beispiel kürzere Spaziergänge bei großer Hitze

Sehr aktive, kleine bis mittelgroße Hunderassen wie viele Terrier, Spaniel, Hütehunde oder Windhunde brauchen deutlich mehr Bewegung als schwere oder kurzbeinige Hunderassen. Die individuelle Entscheidung trifft der Besitzer aber in Abhängigkeit von den Bedürfnissen des eigenen Hundes.