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BARFen von Hunden: Was man darunter versteht und wie es funktioniert

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Berner Sennenhund neben einem Napf mit Rohfleisch und einem Korb mit Obst und Gemüse
Berner Sennenhund neben einem Napf mit Rohfleisch und einem Korb mit Obst und Gemüse © IMAGO

Immer mehr Hundehalter in Deutschland schwören auf sogenanntes BARF. Die Abkürzung dieser Ernährungsmethode steht für „biologisch artgerechtes rohes Futter“.

Berlin – Die Rohfütterung mit naturbelassenen Ausgangsstoffen, das sogenannte BARF, gilt als besonders artgerecht und gesund für den Hund.

Hund BARFen: Grundsätzliches zum Futter

Die Abkürzung BARF steht für „biologisch artgerechtes rohes Futter“. Immer mehr Hundehalter schwören darauf, ihrem Tier möglichst naturbelassenes Futter zu reichen. Dabei setzt die Ernährungsmethode auf rohes Fleisch oder rohen Fisch. Um den Nährstoffbedarf zu decken, sollte die Hundemahlzeit auch Innereien und Knochen enthalten. Außerdem wird das Futter um Gemüse, Obst, Getreide und Nüsse ergänzt. Auch kaltgepresste Öle sind fester Bestandteil des BARF-Konzepts.

Die Fütterung von BARFbedarf einer umfassenden Kenntnis der Tierernährung und Futtermittelkunde. Tierärzte empfehlen Hundehaltern daher, vor Umstellung auf BARF einen Fachtierarzt oder einen speziell ausgebildeten Hundeernährungsberater zu konsultieren.

Hund BARFen: Besonderheiten

Viele Hundehalter machen den Fehler, BARF mit „viel rohes Fleisch“ gleichzusetzen und fast ausschließlich auf ungekochtes Muskelfleisch zu setzen. Diese einseitige Ernährung kann zu Mangelerscheinungen führen. Deshalb sollten folgende Besonderheiten beachtet werden:

Hund BARFen: Gemüse, Kohlenhydrate & Co.

Die ideale BARF-Ernährung besteht zu 80 Prozent aus tierischen und 20 Prozent aus pflanzlichen Komponenten.

Für den pflanzlichen Anteil gilt ein Richtwert von 75 Prozent Gemüse und 25 Prozent Obst. Kohlenhydrate kann der Hund meist gekocht besser aufschließen und verwerten, weswegen Gemüse schonend gegart werden sollte. Kartoffeln dürfen aufgrund des darin enthaltenen Solanin nicht roh verfüttert werden. Obst kann fein püriert zum Futter gegeben werden. Wie auch das Fleisch sollte das Gemüse für eine ausgewogene Ernährung variiert werden.

Da beim BARF keine „Beutetiere“ komplett verfüttert werden, müssen Vitamine, Mineralien, Fette und Faserstoffe, die im Blut, Hirn oder Fell enthalten sind, in Form von Nahrungsergänzungsmitteln dem Futter zugesetzt werden. So dient Seealgenmehl zur Deckung des Jodbedarfs. Auch hochwertiges Öl mit Omega-3-Fettsäuren sollte dem Futter zugegeben werden. Wenn der Hund keine Knochen frisst oder verträgt, muss der Nahrung ein entsprechendes Supplement für den Kalziumanteil zugesetzt werden.

Hund BARFen: Die Kosten

Das sind die Kosten pro Monat für eine BARF-Ernährung:

Hund BARFen: Geht das auch mit Welpen?

Grundsätzlich ist es möglich, auch einen Welpen mit BARF zu füttern. Wichtig ist hierbei, die Nährstoffe im Blick zu behalten. Am einfachsten für den Hundehalter ist es, auf spezielle Welpenpakete oder Zusatzpulver, die auf den Bedarf von Welpen abgestimmt sind, zurückzugreifen.

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