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Eine mögliche Ursache für Durchfall bei Hunden ist die Ernährung. (Symbolbild)

Häufige Krankheit bei Vierbeinern

Durchfall bei Hunden: Ursachen und Behandlung

Durchfall gehört zu den häufigsten Krankheiten bei Hunden und tritt oft im Zusammenhang mit der Ernährung auf. Alle Infos zu Ursachen und Behandlung.

Berlin – Die Bundestierärztekammer weist darauf hin, dass Durchfall bei Hunden verschiedenste Ursachen hat, und empfiehlt den Besuch beim Tierarzt.

Durchfall bei Hunden: Ursachen

Die meisten Hunde erkranken im Laufe ihres Lebens an Durchfall. Für die Halter sind die Gründe dafür nicht immer eindeutig abzuschätzen. Die Ursachen der Krankheit hängen oft mit Magen oder Darm zusammen. Darunter kommen folgende Auslöser infrage:

  • Infektion des Magen-Darm-Traktes
  • Parasiten im Magen oder Darm
  • Entzündung im Magen oder Darm
  • allergische Reaktionen auf Futter
  • Aufnahme verdorbener Lebensmittel

Manche Hunde haben einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt oder entwickeln im Laufe des Lebens Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Lebensmitteln. Die Ernährung kann daher Ursache für Durchfall sein, selbst wenn ein Hund sein Futter jahrelang vertragen hat.

Neben den mit Magen und Darm zusammenhängenden Ursachen sind andere Auslöser häufige Gründe für Durchfall. Dazu gehören Hormonschwankungen, Stress, Schmerzen, Aufregung, Angst, Nierenschwäche oder Infektionskrankheiten. Neben Durchfall sollten Besitzer auf andere Krankheitserscheinungen wie Erbrechen und Abgeschlagenheit achten. Wirkt der Hund stark geschwächt und muss sich ständig übergeben, kommt eine Vergiftung in Betracht.

Durchfall bei Hunden: Behandlung

Hundehalter sollten mit dem Tierarztbesuch nicht zu lange warten. Einmaliger Durchfall ist kein Grund zur Sorge, doch sofern der Durchfall 24 Stunden oder länger anhält, muss ärztliche Hilfe aufgesucht werden, um eine Behandlung einzuleiten. Befindet sich Blut im Stuhl, ist eine sofortige Behandlung angezeigt, um weitere, womöglich schlimme Krankheiten zu verhindern. Auch parallel zum Durchfall auftretende Krankheitserscheinungen wie Zittern sind Anlass für einen sofortigen Besuch beim Tierarzt.

Für den Tierarzt sind alle im Zusammenhang mit dem Durchfall auftretenden Symptome relevant. Dazu gehören beispielsweise:

  • Beginn des Durchfalls
  • Ernährung des Hundes
  • letzte Entwurmung
  • Erkrankung anderer Tiere aus der Nachbarschaft
  • Umstellung der Ernährung

In milderen Fällen muss der Tierarzt nicht durchgreifen und Besitzer können selbst eine Behandlung einleiten. In den ersten 24 Stunden nach Beginn des Durchfalls sollte der Hund nur Schonkost zu sich nehmen, darunter Hähnchenfleisch, Reis oder Hüttenkäse. Hunde dürfen Schonkosten nicht länger als einen Tag zu sich nehmen, da der Mineral- und Vitaminbedarf nicht gedeckt wird.

Tierärzte beraten bezüglich der Ernährung bei Durchfall sowie anderen Krankheiten und geben Tipps, wie der Hund geschont werden kann.

Durchfall bei Hunden: Präventionsmöglichkeiten

Tritt Durchfall bei Hunden regelmäßig auf, liegt die Ursache oft in der Ernährung. Durch das Umstellen der Ernährung kann eine Besserung herbeigeführt werden. Ändert sich die Häufigkeit des Durchfalls dadurch nicht, hilft ein Allergietest, um Unverträglichkeiten von Lebensmitteln festzustellen.

Tritt Durchfall trotz einer artgerechten Ernährung auf, kann eine chronische Durchfallerkrankung vorliegen. In solchen Fällen muss in Absprache mit dem Tierarzt eine Behandlung eingeleitet werden. Hunde mit chronischem Durchfall bekommen Medikamente zum Wiederaufbau des Darms, parallel dazu wird die Ernährung optimiert.

Liegt die Ursache des Durchfalls nicht in der Ernährung, sondern in einem Kontakt des Hundes mit anderen Tieren oder weil er Kot frisst, erfordert das eine genauere Aufsicht des Tieres. Besitzer dürfen ihren Hund nicht außer Acht lassen und sollten den Kontakt zu Nachbarstieren unterbinden.

Lösen Stress oder Angst Durchfall aus, ist das Gespräch mit einem Hundeverhaltensberater oder Tierpsychologen eine Möglichkeit. Sind die belastenden Umstände durch einen Urlaub oder Umzug bedingt, braucht der Hund ausreichend Zeit und Ruhe, um sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen.