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Wenn Herrchen oder Frauchen einen neuen Partner hat, kann der Hund eifersüchtig reagieren. (Symbolbild)

Gefühlscocktail bei Vierbeinern

Eifersucht bei Hunden: Ursachen, Symptome, Behandlung

Hunde empfinden Eifersucht genauso wie Menschen. Für Besitzer gilt es, das Verhalten ihres Hundes in den Griff zu bekommen, um Aggressionen vorzubeugen.

Oberhaching – Beobachtungen der renommierten Tierklinik zeigen, dass Hunde eifersüchtig reagieren, wenn sie in einem Haushalt mit Katzen leben. Doch Hunde zeigen die eifersüchtige Reaktion auch, wenn ihre Besitzer andere Hunde streicheln.

Eifersucht bei Hunden: Die Gründe

Hunde sind an ihre Menschen stark gebunden. Sie verteidigen sie und möchten im Gegenzug das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit erfahren. Hunde sind emotionale Wesen, insofern unterscheiden sie sich nicht vom Menschen. Eine der häufigsten emotionalen Reaktionen von Hunden äußert sich in Eifersucht.

Diese emotionale Reaktion der Eifersucht zeigt ein Hund, wenn er Vernachlässigung empfindet und sich nicht wertgeschätzt fühlt. Das Gefühl, vernachlässigt zu werden, ist bei Hunden nicht zwingend eine Reaktion auf fehlende Streicheleinheiten. So reagieren Hunde auch eifersüchtig, wenn ihre Besitzer einem anderen Hund sein Spielzeug geben und mit ihm mehr Zeit verbringen. Änderungen bei den Lebensbedingungen sind ebenfalls Gründe für eifersüchtiges Verhalten. Solche Veränderungen können beispielsweise folgende sein:

  • Anschaffung eines weiteren Haustieres
  • Partnerwechsel des Besitzers
  • Geburt eines Kindes

Hunde sind Gewohnheitstiere und mögen Veränderungen nicht. Gehen die Veränderungen damit einher, dass der Hund weniger Aufmerksamkeit bekommt, ist es für das Tier besonders schwierig.

Eifersucht bei Hunden: Anzeichen

Hunde äußern Eifersucht auf unterschiedliche Weise. Hundehalter erkennen die Eifersucht ihres Vierbeiners, wenn er in Gegenwart eines anderen Tieres oder Menschen dominant erscheint. Diese Dominanz zeigt sich nicht zwingend durch lautstarkes Verhalten. Oft werden Hunde anhänglich und drängen sich an ihren Menschen. Sie wollen gestreichelt werden und lassen ihre Besitzer nicht mehr aus den Augen. Auch aggressive Reaktion gegenüber anderen Tieren und Menschen sind möglich. Eifersüchtige Hunde fangen eventuell an zu bellen oder beißen sogar zu.

Doch nicht jeder Hund zeigt seine Eifersucht auf diese Art. Gerade gegenüber einem neuen Partner verhalten sich Hunde abweisend und zeigen die kalte Schulter. Für sie ist die neue Bezugsperson des Besitzers der Feind und dementsprechend verhalten sie sich. Besitzer sollten zudem auf mögliche Stresssymptome achten, wenn der neue Partner, das neue Haustier oder das neugeborene Baby in der Nähe ist.

Unabhängig von der Reaktion des Hundes stecken dahinter grundsätzlich der Wunsch, Aufmerksamkeit zu bekommen, und die Angst, die Bezugsperson zu verlieren. Hunde möchten nicht das Gefühl haben, ersetzt zu werden, und Besitzer müssen ihnen das klar vermitteln.

Eifersucht des Hundes: Maßnahmen und Risiken

Erkennen Hundebesitzer Eifersucht bei ihrem Haustier, können sie zu unterschiedlichsten Maßnahmen greifen, um das Wohlbefinden ihres Haustieres zu verbessern. Hunde brauchen das Gefühl von Sicherheit, Hundehalter sind deswegen gut beraten, ihrem Haustier keinen Grund für eifersüchtiges Verhalten zu geben. Streicheleinheiten, gemeinsames Spielen oder Gassigehen geben ihm ein gutes Gefühl.

Das Sicherheitsgefühl lässt sich durch Rituale vermitteln. Spaziergänge zu festen Zeiten helfen gegen die Eifersucht und für den Hund sind die Veränderungen auch bei der Geburt eines Kindes oder bei der Anschaffung eines neuen Haustiers weniger spürbar.

Um ihrem Hund das Gefühl von Eifersucht abzugewöhnen, sollten Hundehalter eifersüchtige Reaktionen von Anfang an nicht befürworten. Ein Hund darf für sein Verhalten nicht belohnt werden. Im Moment des Eifersuchtsanfalls sollten sich Besitzer ihrem Hund zuwenden, ohne ihm dabei zu vermitteln, dass er etwas richtig gemacht habe.

Bekommen Besitzer das eifersüchtige Verhalten ihres Hundes nicht in Griff, empfiehlt sich ein Hundetrainer. Insbesondere aggressive Reaktionen können zum Risiko für andere Menschen oder Hunde werden. Hundehalter müssen rechtzeitig und konsequent handeln und gegen die Eifersucht vorgehen.