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An der Grenze zur Ukraine: Entlaufener Hund findet seine Familie wieder

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Von: Sven Trautwein

Täglich erreichen Tausende Menschen die Grenze zwischen der Ukraine und Polen. Einem entlaufenden Hund gelang es, in dem Chaos seine Familie wiederzufinden.

Medyka – Der Grenzübergang in Polen ist einer der Hauptanlaufpunkte für Geflüchtete aus der Ukraine. Bisher sollen mehr als 2,5 Millionen Menschen vor dem Ukraine-Krieg nach Polen geflüchtet sein. Viele sind mit ihren Haustieren unterwegs. Vor Ort kümmern sich unzählige Freiwillige und die Tierschutzorganisation „IFAW“ um die kleinen Begleiter, vor allem um Hunde und Katzen.

An der Grenze zur Ukraine: Würden Sie einen Hund aus dem Tierheim nehmen? Stimmen Sie ab

Täglich 12 Stunden arbeiten die Helfer, wie Diane vor Ort, um die Tiere mit Wasser, Futter und Medizin zu versorgen, berichten sie auf LinkedIn. Immer wieder, so sagt sie, tauchte tagsüber ein herrenloser Hund auf, fraß etwas und verschwand wieder. Die Helfer der Tierschutzorganisation hätten ihn gerne mit dem Nötigsten ausgestattet. Niemand wusste, wohin er lief und zu wem er gehörte.

Entlaufender Hund wird von Pflegern untersucht
„Little Wanderer“ findet nach tagelanger Suche an der ukrainischen Grenze seine Familie wieder. © Screenshot „IFAW“

An der Grenze zur Ukraine: Nach dem ukrainischen „Sitz“ reagierte der Hund sofort

In den vergangenen Tagen war auch einem weiteren Helfer der Hund aufgefallen. Beide Helfer hatten sich auf die Suche nach seinen Angehörigen gemacht. Jedoch ohne Erfolg. Sie versuchten den Hund an eine Leine zu legen, doch immer wieder riss er aus und verschwand. Erst nach einigen Versuchen in der Hundesprache und ukrainischen Kommandos reagierte der Hund, den Diane „Little Wanderer“ taufte. Somit war klar: Sie mussten sich auf die Suche nach seinen ukrainischen Angehörigen machen.

An der Grenze zur Ukraine: Flucht mit Mutter, Hund und drei Katzen

Mehrere Tage versuchten die Helfer von „IFAW“, Herrchen oder Frauchen von „Little Wanderer“ zu finden. Doch im Chaos an der Grenze sah dies nach einem hoffnungslosen Unterfangen aus. Nach einigen Tagen meldete sich jedoch Alina, die zusammen mit ihrer Mutter und drei Katzen über die Grenze nach Polen geflohen war. Fünf lange Tage war die 31-Jährige von Mariupol aus unterwegs, bis sie ihren Hund wieder in die Arme schließen konnte.

Für Alina stand es außer Frage, ihre Haustiere* auf die beschwerliche Reise mitzunehmen. Zwei der Katzen waren Streuner, die sie aufgezogen hatte. Den 19-jährigen Kater hatte sie von dessen ehemaligen Besitzer adoptiert. Zurücklassen kam für sie nicht in Frage. Nun hofft sie, dass sie und auch ihre Haustiere das Erlebte gut verarbeiten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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