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Ein kleiner Münsterländer wird gebürstet. (Symbolbild)

Haarige Angelegenheit

Fellpflege bei Hunden: Das gilt es zu beachten

Der Felltyp eines Hundes spielt bei der Pflege eine wichtige Rolle. Dies beachten Besitzer oft nicht und greifen zu Fellpflegeprodukten, die nicht zur Rasse passen.

Berlin – Die Bundestierärztekammer informiert darüber, dass die richtige Fellpflege eines Hundes vom Felltyp abhängt und Besitzer die richtige Ausstattung wählen sollten.

Fellpflege: Welche Felltypen gibt es bei Hunden?

Felltyp und -struktur gehören zu den wichtigsten Faktoren für die richtige Pflege. Entscheidend sind der Aufbau des Fells und die Art des Fellwechsels. So verlieren manche Hunderassen so gut wie gar keine Haare, während andere Rassen starken Haarausfall haben. Der starke Fellwechsel tritt ausschließlich bei Hunderassen auf, die zwei unterschiedliche Schichten aufweisen, nämliche Unterwolle und Deckhaar.

Bei Hunden gibt es folgende Felltypen:

  • Kurzhaar: Diese Fellart besteht fast ausschließlich aus kurzen und festen Deckhaaren. Unterwolle gibt es fast keine (zum Beispiel Dobermann).
  • Stockhaar: Besteht aus den beiden Fellschichten. Der Fellwechsel findet bei den Rassen (zum Beispiel Rottweiler und Collie) zu unterschiedlichen Jahreszeiten statt.
  • Langhaar: Hunde von diesem Felltyp haben entweder kaum oder viel Unterwolle. Langhaarrassen mit viel Unterwolle sind Shih Tzu oder Bobtail, Langhaarrassen mit weniger Unterwolle sind Deutsch Langhaar und Spaniel.
  • Krauses Haar: Besteht aus viel Unterwolle und wenig Deckhaar (zum Beispiel Pudel).
  • Filzhaar: Diese Fellart ist recht schwer zu pflegen, weil sie leicht verfilzen kann. Der Vorteil ist, dass es kaum zu Hautproblemen bei Hunden (zum Beispiel Komondor) kommt.
  • Rauhaar: Ist ähnlich dem Stockhaar, mit dem Unterschied, dass die Deckhaare gleichzeitig wechseln (zum Beispiel Schnauzer oder Rauhaardackel).

Abhängig von der Fellart gibt es spezifische Bürsten und andere Pflegeprodukte für den Hund.

Fellpflege: Richtiges Vorgehen bei den unterschiedlichen Felltypen

Bei Stockhaar findet der Fellwechsel im Frühling und im Herbst statt und genau zu diesen Zeiten ist die richtige Fellpflege gefragt. Hunde mit kurzen Haaren bringen einen geringeren Fellpflegeaufwand mit sich. Hunde dieses Felltyps verlieren wenig Haare, insofern ist die Pflege recht unkompliziert.

Hunde mit langen Haaren brauchen mehr Fellpflege, wobei es auf die Menge der Unterwolle ankommt. Bei Langhaarhunden mit wenig Unterwolle ist regelmäßiges Bürsten angesagt, bei viel Unterwolle sollten Besitzer mehr Zeit einplanen, denn das Fell kann schnell verfilzen.

Bei Hunden mit krausem Haar findet fast kein Fellwechsel statt, jedoch müssen sie regelmäßig gebürstet werden, weil das Fell leicht verfilzt. Die Ohren dürfen bei diesem Felltyp nicht außer Acht gelassen werden. Bei Pudeln müssen die Haare regelmäßig aus dem Gehörgang entfernt werden.

Das Fell von Drahthaar Hunden wie der Deutsch Drahthaar ist regelmäßig zu trimmen. Dieser Felltyp ist eher selten und bedarf besonderer Pflege. Es gibt noch andere Spezialfelle, wie zum Beispiel Nackthunde. Rassen wie der Chinesische Schopfhund haben so gut wie kein Fell. Hier minimiert sich die Fellpflege, dafür ist im Sommer womöglich Sonnenschutz notwendig.

Fellpflege: Die richtige Ausrüstung

Kamm und Bürste sind nicht nur des Menschen beste Freunde bei der Haarpflege, sondern auch bei der Fellpflege für Hunde. In Läden für Tierbedarf finden Besitzer die passende Ausstattung für Vierbeiner. Bei der Auswahl muss wieder der Felltyp berücksichtigt werden.

Der Hund ist ein Gewohnheitstier, daher ist es wichtig, dass man ihn an die Bürste gewöhnt. Die Pflegeausrüstung sollte dementsprechend nicht zu oft gewechselt werden.

Beim Scheren des Fells gilt es ebenso, auf den Felltyp zu achten und eine adäquate Maschine zu benutzen. Diese lässt sich je nach Funktionsumfang exakt auf das Fell einstellen.