1. Landtiere.de
  2. Hunde

Futterumstellung beim Hund: Wann sie sinnvoll ist und was man dabei beachten sollte

Erstellt:

Zu sehen ist rohes Fleisch, Trockenfutter und Nassfutter für Hunde. (Symbolbild)
Es gibt verschiedene Arten, Hunde zu füttern und viele Sorten. Nicht jeder Vierbeiner verträgt alle gleich gut. (Symbolbild) © Mimafoto/Imago

Besonders bei Hunden mit einem angeschlagenen Magen-Darm-Trakt kommt eine Futterumstellung in Betracht. Durchfall und Erbrechen sind häufige Anzeichen.

Ismaning – Die Tierklinik weist im Rahmen der Ernährungsberatung für Hunde darauf hin, dass viele gesundheitliche Probleme bei Haustieren auf die falsche Ernährung zurückzuführen sind und Besitzer Anpassungen beziehungsweise komplette Futterumstellungen vornehmen sollten.

Futterumstellung beim Hund: Soll das Futter oft gewechselt werden?

Hunde sind Gewohnheitstiere, und da stellt die Ernährung keine Ausnahme dar: Die Vierbeiner nehmen täglich die gleiche Nahrung zu sich. Besitzer sollten die Vitamin- sowie Mineralversorgung sicherstellen. Doch auch Haustiere lieben die Abwechslung – jedoch sollten Hundehalter nicht täglich das Futter wechseln. Für Abwechslung in der Ernährung sorgen Leckerlis oder Knochen.

Wie oft sich ein Futterwechsel bei Hunden empfiehlt, hängt vom Tier ab und lässt sich nicht pauschal bestimmen. Besitzer sollten die Futterumstellung langsam vornehmen, damit sich das Tier daran gewöhnen kann. Wer von heute auf morgen eine komplette Umstellung der Ernährung vornimmt, schadet dem Magen-Darm-Trakt seines Haustieres. Für die Umstellung nehmen sich Besitzer idealerweise vier bis sechs Tage Zeit, bei Hunden mit einem empfindlichen Magen oder Darm darf die Futterumstellung sogar bis zu zwei Wochen dauern.

Bei vielen Hunden zeigen sich plötzlich auftretende Unverträglichkeiten von Futter. Diese Intoleranzen treten durchaus auch auf, wenn der Hund bereits jahrelang dieses Futter ohne Auffälligkeiten verzehrt hat.

Futterumstellung beim Hund: Was sind Gründe für die Ernährungsumstellung?

Der häufigste Grund für eine Ernährungsumstellung bei Hunden liegt an der Unverträglichkeit gegenüber dem Futter. Hunde zeigen unterschiedlichste Symptome, darunter können folgende auftreten:

Bauchschmerzen lassen sich bei einem Hund schwer erkennen, doch die Tiere geben zu verstehen, wenn sie Schmerzen haben. So nimmt bei Hunden der Bewegungsdrang ab, sie werden unruhig, schlafen nachts nicht, wirken schlapp und lustlos. Besitzer sollten bei derartigen Anzeichen den Bauch abtasten. Sofern der Bauch hart und aufgebläht ist, sind das Anzeichen von Verdauungsproblemen.

Durchfall wird nicht immer durch Parasiten oder Würmer verursacht. Oft hängen die Darmbeschwerden mit dem Futter zusammen. Besitzer sollten das Geschehen beobachten und nach 24 Stunden einen Tierarzt aufsuchen. Weitere Untersuchungen werden ergeben, ob der Hund sein Futter nicht verträgt oder an einer Krankheit leidet. Treten neben Durchfall auch Blähungen auf, ist eine Lebensmittelintoleranz wahrscheinlich.

Eine Futterumstellung kommt auch infrage, wenn es dem Hund an bestimmten Vitaminen und Mineralien mangelt.

Futterumstellung beim Hund: Tipps und Tricks

Hundebesitzer sollten bei der Umstellung der Ernährung richtig vorgehen. Sofern sich einschlägige Symptome zeigen, dürfen sie nicht zu lange warten und suchen idealerweise den Tierarzt auf. Je eher der Besuch erfolgt, desto besser kann dem Hund geholfen werden.

Stellt der Tierarzt eine Unverträglichkeit gegenüber einer bestimmten Futtersorte oder der Ernährung im Allgemeinen fest, kommt die Hilfe über einen Ernährungsberater infrage, der auf Tierernährung spezialisiert ist. Ernährungsberater helfen bei der Wahl des richtigen Futters und bei der Umstellung.

Um den Darm erfolgreich an die Futterumstellung zu gewöhnen, dürfen nicht zu viele Futteroptionen ausprobiert werden. Hundebesitzer füttern idealerweise eine Futtersorte und beobachten, ob der Hund nach wenigen Tagen mit Durchfall oder Blähungen darauf reagiert.

Außerdem sollten Sie bei der Wahl des Futters die Allergien des Hundes berücksichtigen. Viele Futtersorten liefern hinsichtlich der Vitamin- und Mineralienversorgung die gewünschten Ergebnisse, enthalten jedoch Zusatzstoffe, die der Hund nicht verträgt.

Bei der Futterumstellung sind Leckerlis und Knochen zu vermeiden. Die Ursache für Magen- und Darmprobleme kann bei genau diesen Belohnungen liegen.

Auch interessant