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Haustiere als Weihnachtsgeschenk keine gute Idee – dringender Appell von Tierschützern

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Von: Anne Hund

Ob Katze, Hund oder Kaninchen: Nicht selten steht ein Haustier auf der Wunschliste zu Weihnachten. In vielen Fällen passt das Tier aber nicht zum Beschenkten.

„Ich hätte so gerne eine Katze zu Weihnachten“, oder „ich wünsche mir einen süßen Hund vom Christkind“: Ein Haustier als Weihnachtsgeschenk steht wohl auf vielen Wunschlisten. Doch jedes Jahr werden laut Tierschützern tausende Haustiere im Tierheim abgegeben oder ausgesetzt. Darunter fänden sich auch immer wieder Tiere, die als Weihnachtsgeschenk gedacht waren – dann aber offenkundig auf mangelndes Interesse bei den Beschenkten gestoßen sind. Zum Leidwesen der verschmähten Tiere.

Haustiere als Weihnachtsgeschenk keine gute Idee – schlechte Vorbereitung

Nicht umsonst warnen Tierschützer deshalb in der Adventszeit regelmäßig, von einem Haustier als Geschenk abzusehen. „Die Anschaffung eines Heimtieres sollte stets gut überlegt sein und niemals aus einem Impuls heraus erfolgen“, hieß es in einer früheren Mitteilung der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“. Besonders die Zeit rund um die Feiertage sei kein guter Zeitpunkt, um ein Tier einziehen zu lassen. „Diese Tage sind häufig zusätzlich stressig. Auch sind die Tagesabläufe über die Feiertage oft andere als üblich.“

Katze unterm Weihnachtsbaum
Tierschützer raten davon ab, zu Weihnachten ein Haustier zu verschenken. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago

Nicht ohne Grund würden viele Tierheime die Tiervermittlung kurz vor dem Fest vorübergehend stoppen – „um zu verhindern, dass Tiere als Geschenke unter dem Weihnachtsbaum landen und dann kurz danach wieder zurückgebracht werden“, so die Tierschutzorganisation. „Noch problematischer ist der Heimtier-Kauf über eine Online-Plattform, dem Hauptverkaufskanal für Tiere aus illegalem Welpenhandel“, warnte die Organisation bereits im Vorjahr.

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Haustiere nicht zu Weihnachten verschenken – Tier passt oft nicht in Alltag

Bevor man sich ein Haustier zulegt, sollte man sich zunächst gut überlegen, ob das Tier überhaupt zur Familie und zur aktuellen Lebenssituation passt. Hat man wirklich genügend Zeit, sich um das Tier gut zu kümmern? Und was ist, wenn die Kinder mit ihrem Wunsch nach einem Haustier später das Interesse daran verlieren? „Das ist wie eine Partnervermittlung, da müssen zwei Charaktere zusammenpassen, das Leben des Herrchens oder Frauchens muss zum Leben des Tiers passen – und andersrum“, schildert es Beate Kaminski vom Tierheim Berlin treffend laut einem Bericht des Portals Utopia.de. Judith Brettmeister vom Tierheim München schildert dem Bericht zufolge noch ein anderes Problem, das vielleicht nicht allen Schenkern so bewusst ist: Zu Weihnachten würden gerne Kleintiere, etwa Kaninchen, verschenkt. „Dabei sind gerade Kaninchen für Kinder völlig ungeeignet, weil sie Fluchttiere sind und nicht gerne kuscheln oder gestreichelt werden.“

Haustiere nicht zu Weihnachten verschenken – Kosten vorher durchrechnen

Auch die Frage, wie man die laufenden Kosten für ein Haustier finanziert, sollte man vorher klären. Bei einer Katze etwa belaufen sich die jährlichen Kosten dem Deutschen Tierschutzbund zufolge auf „insgesamt ca. 700 Euro“, wenn man Futter, Impfung, mehrmalige Entwurmung, Parasitenbehandlung und Katzenstreu mit einrechne. Dazu kommen, wie auf der Homepage zu lesen ist, die „Basiskosten“ für Napf, Körbchen, Kratzbaum, Katzentoilette, Spielzeug, eventuell Balkonnetz oder Katzentürchen, die sich auf „insgesamt ca. 150 - 500 Euro“ summieren würden. Nicht zu vergessen sind zudem die gestiegenen Kosten für den Tierarzt. So sind allein für eine allgemeine Untersuchung von Katzen inzwischen 23,62 Euro fällig.

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