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Hüft- und Ellenbogendysplasie beim Hund: Wie sie sich äußert und was man tun kann

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Jeder Schritt schmerzt – für Hunde mit einer Hüftdysplasie oder Ellenbogendysplasie ist dies Alltag. Vor allem große Hunderassen sind von dieser Gelenkerkrankung betroffen. Was tun?

Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. sieht in der Praxis seit vielen Jahren eine große Anzahl von Hunden mit Hüftdysplasie und Ellenbogendysplasie. Nur durch intensive Untersuchungen bei der Zuchtauslese lässt sich das Risiko dieser Gelenkerkrankungen in der nächsten Generation senken. Erkrankte Hunde müssen behandelt werden, um die Schmerzen zu lindern.

Hüftdysplasie und Ellenbogendysplasie beim Hund: Was ist das?

Einige Rassen bekommen besonders häufig Hüftdysplasie. Dazu gehören neben dem Schäferhund auch der Boxer, der Golden Retriever und der Rottweiler.
Einige Rassen bekommen besonders häufig Hüftdysplasie. Dazu gehören neben dem Schäferhund auch der Boxer, der Golden Retriever und der Rottweiler. (Symbolbild) © cynoclub/Imago

Mit den Begriffen Hüftdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) werden zwei der häufigsten Gelenkerkrankungen bei Hunden bezeichnet. Sie ähneln sich in ihren Ursachen, der Entstehung, den Symptomen und den Folgen.

Bei der HD – der Hüftgelenksdysplasie – handelt es sich um eine Deformation und Fehlfunktion des Gelenks bestehend aus Oberschenkelkopf und Hüftgelenkspfanne. Bei einem gesunden Hüftgelenk bildet die Hüftgelenkspfanne eine Art Rundung, die den Oberschenkelkopf aufnimmt, umfasst und stabilisiert. Bei Hunden mit einer HD ist die Pfanne zu flach, was zu einer Lockerung führt und Reibung verursacht. Knorpel und Knochen werden geschädigt. Starke Schmerzen treten auf.

Die ED – die Ellenbogengelenksdysplasie – bezeichnet Veränderungen der Ellenbogengelenke. Diese bestehen aus drei Knochen: Elle, Speiche und Oberarmknochen. Die Ursachen für die Ellenbogendysplasie können unterschiedlich sein. Zum einen kann eine Wachstumsstörung beim Knorpel auftreten. Zum anderen wird die Funktion des Gelenks durch eine Fehlbildung oder ungleichmäßiges Wachstum von Elle und Speiche ungünstig beeinflusst.

Hüftdysplasie und Ellenbogendysplasie beim Hund: Ursachen und Symptome

Zu den wichtigsten Ursachen für ED und HD gehören:

Beide Dysplasie-Formen führen zu Schmerzen am Gelenk. Betroffene Hunde zeigen ein verändertes Gangbild, vermeiden Bewegung, schonen das Gelenk oder gehen sichtlich lahm. Die Stärke der Symptome ist kein Hinweis auf die Schwere der Erkrankung.

Hüftdysplasie und Ellenbogendysplasie: Diagnose und Behandlung

Am besten lassen sich Veränderungen an Hüft- und Ellenbogengelenken mithilfe von Röntgenaufnahmen oder einer CT (Computertomografie) erkennen. Sie erlauben eine Beurteilung der aktuellen Situation und sind die Grundlage einer Therapieentscheidung. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung.

Zum Einsatz kommen sowohl eine konservative (nichtchirurgische) als auch eine chirurgische Versorgung. Gerade bei älteren Hunden mit geringgradigen Veränderungen im Hüftgelenk ist eine konservative Therapie mit Schmerzmitteln und Physiotherapie ausreichend. Der Hund sollte kein Übergewicht haben und ausreichend sportliche, gleichmäßige Bewegung bekommen.

Bei einer schweren Form der HD oder einer frühen Erkrankung als Junghund ist oft die Operation die einzige Behandlungsoption. Dabei kann entweder das vorhandene Gelenk korrigiert oder durch eine Endoprothese – ein Implantat – ersetzt werden.

Hüftdysplasie und Ellenbogendysplasie beim Hund: Kosten der Operation

Die Kosten des Eingriffs hängen von der Schwere der Erkrankung und der notwendigen Behandlung ab. Sie variieren je nach Umfang des Eingriffs:

Hüftdysplasie und Ellenbogendysplasie: Richtig vorbeugen für Mobilität bis ins Alter

Das beste Rezept gegen Hüftdysplasie und Ellenbogendysplasie ist die Vorbeugung. Mittelgroße und große Hunderassen sollten im Welpen- und Junghundealter nur eingeschränkt bewegt werden. Von Ballspielen und enormen Treppensteigen ist ganz abzusehen. Die Junghunde müssen mit Vorsicht gefüttert werden – weniger ist hier mehr.

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