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Hund soll schwul sein: Besitzer stecken ihn deshalb ins Tierheim

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Von: Lara-Sabrina Kiehl

Der Grund, warum Hund Fezco im Tierheim landet, erscheint absurd und ohne jeglichen Hundeverstand. Doch die Suche nach neuen Menschen dauert für ihn zum Glück nicht lang.

North Carolina (Amerika) – Wenn Tiere ein neues Zuhause suchen, hat das immer wieder auch traurige Gründe. Manchmal aber leider auch sinnlose. Denn mit etwas mehr Menschenverstand hätte schon so manch einem Tier der Einzug ins Tierheim erspart bleiben können. So auch bei Hund Fezco, der aus absurden Gründen von seinem Besitzer abgegeben wird.

Nachdem sein Besitzer gesehen hat, wie Fezco einen anderen Rüden bespringt, ist er sich sicher, dass sein Hund schwul ist. Einen vermeintlich schwulen Hund zu haben, kommt für ihn nicht infrage und gibt Fezco im Tierheim ab. Dass das Aufspringen bei Hunden nicht immer einen sexuellen Hintergrund hat, scheint sich seiner Kenntnis allerdings leider zu entziehen.

Ein Hund liegt auf dem Boden und stützt den Kopf auf seine Pfote. (Symbolbild)
Hund Fezco hat sich nur wie ein normaler Hund verhalten und musste dafür ins Tierheim. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

Hund soll schwul sein: Besitzer stecken ihn deshalb ins Tierheim

Hunde springen beim Spielen immer mal wieder auf Artgenossen auf oder zeigen das Verhalten, wenn sie gestresst und aufgeregt sind. Manchmal ist es auch ein Imponiergehabe, mit dem sie ihre Dominanz und ihren sozialen Status demonstrieren, berichtet „American Society for the Prevention of Cruelty to Animals“ gegenüber „Newsweek“.

Doch Glück und Unglück liegen bekanntlich nah beieinander. Fezco bleibt nicht lange herrenlos im Tierheim und hat bereits ein neues Zuhause gefunden, berichtet „Stanly County Animal Protective Services“ auf Facebook. Bei diesem Tierheim-Hund im kuriosen Look spielten alle Telefone beim Tierheim verrückt.

Hund soll schwul sein: „Es ist einfach ein so dummer Grund, einen Hund abzugeben“

Als Steve Nichols und sein langjähriger Partner John von Fezcos Schicksal hören, ist für das Paar schnell klar, dass sie Fezco ein neues liebevolles Zuhause geben möchten. Nicht zuletzt, weil die drei ein besonderes Schicksal verbindet. Auch die beiden Männer haben aufgrund ihrer Homosexualität bereits Diskriminierung in ihrem Leben erfahren müssen. „Es ist einfach so ein dummer Grund, einen Hund abzugeben“, sagt Steve Nichols gegenüber, „WBBC“. Dieser Hund umarmt einen Journalisten im Tierheim so lange, bis er ihn adoptiert.

Doch Fezco hat nicht nur ein neues Zuhause und neue liebevolle Menschen bekommen, sondern auch noch einen neuen Namen – Oscar. In Anlehnung an Oscar Wilde, dem verstorbenen schwulen Dichter. Auf Facebook ist die Freude groß, dass Oscar ein neues Zuhause gefunden hat.

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