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Hund zum Sterben ausgesetzt – das Schlimmste, was man einem Tier antun kann

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Die Überwachungskamera eines Tierheims in Richmond zeigt, wie ein Mann mitten in der Nacht seinen Hund aussetzt. Der junge Boxer-Mischling ist mehr tot als lebendig.

Richmond (USA) – Für Tierbesitzer ist der Moment, indem man seinen über alles geliebten Vierbeiner für immer gehen lassen muss, der schwerste und mitunter schlimmste Weg im Leben. Doch man geht ihn gemeinsam als allerletzten Liebesbeweis. Was einem jungen Boxer in Richmond jedoch passiert ist, zerreißt einem einfach nur das Herz und treibt einem vor lauter Wut die Tränen in die Augen.

Es ist ein ganz normaler Sonntagmorgen, als ein Wachmann des Tierheims „Richmond Animal Care and Control“ seine Kontroll-Runde dreht. Bis er gegen 9:30 Uhr einen Hund entdeckt, der an der Mauer des Tierheim-Gebäudes kauert. Schnell benachrichtigt er die Mitarbeiter, die sich sofort um den Vierbeiner kümmern. Doch welche dramatische Geschichte hinter dem Schicksal des Boxer-Mischlings steckt, bringt selbst sie völlig aus der Fassung.

Zum Sterben verurteilt: Olympus kauert alleine und krank an der Mauer des Tierheims.

Hund zum Sterben ausgesetzt – das Schlimmste, was man einem Tier antun kann

So postet das Team auf ihrer Facebook-Seite: „Manchmal können wir es einfach nicht mehr ertragen. Manchmal ist das, was Menschen Tieren antun, so überwältigend, dass wir am liebsten nur noch weinen würden. Aber das können wir nicht – wir müssen reagieren, funktionieren und lebensrettende Entscheidungen treffen“. Der junge Vierbeiner besteht nur noch aus Haut und Knochen, er kann nicht mehr von alleine stehen und die Pfoten sind bereits nach unten eingedreht. Ein Zeichen, dass ihm jetzt nicht mehr viel Zeit bleibt.

Hund zum Sterben ausgesetzt – doch Olympus kämpft und gibt nicht auf

So schnell es geht, bringen sie ihn ins nahegelegene Krankenhaus „Virginia Veterinary Center“. Dort angekommen, kämpfen die Tierärzte um sein Leben. „Seine Temperatur war zu niedrig, um sie zu messen, und sein Blutdruck war nicht stark genug, um eine Infusion zu legen“. Sie müssen ihn dringend aufwärmen. Olympus, so haben sie den kleinen Kämpfer getauft, hat die Nacht überlebt und die Tierärzten geben weiterhin ihr Bestes. Gegenüber Newsweek verrät die Leiterin des Tierheims: „Olympus geht es etwas besser, er frisst bereits und kann auch wieder etwas laufen. Doch wir müssen noch die weiteren Diagnosen abwarten“. Den Mitarbeitern steht zudem noch ein weiterer schwerer Weg bevor. Denn nachdem sie Olympus gut versorgt wissen, sehen sie sich die Aufnahmen ihrer Überwachungskamera an. Und was sie darauf entdecken, verschlägt ihnen die Sprache.

Hund zum Sterben ausgesetzt – Ein Überwachungsvideo zeigt Olympus Qual

Darauf zu sehen ist ein Mann, der gegen 2:36 Uhr nachts aus seinem Auto steigt, und den Boxer-Mischling vor die Tür des Tierheims legt und ihn dort herzlos zurücklässt. Verzweifelt versucht der Vierbeiner noch der Person zu folgen, doch er ist zu schwach und bricht kraftlos zusammen. „Das Video zeigt, wie Olympus stundenlang vor unserem Gehweg taumelt und sich dann bis zu unserer Mauer schleppt“. Das Tierheim vermutet, dass der Hund zum Sterben ausgesetzt wurde und sucht nun über die sozialen Medien nach Hinweisen zu der Person. „Der Vorfall fällt als Tierverbrechen in unseren Zuständigkeitsbereich“, so die Tierheimleitung. Gleichzeitig bittet das Tierheim, Menschen, die in Not geraten oder Probleme mit ihrem Vierbeiner haben, sich Hilfe zu holen und um Rat zu fragen, anstatt sie einfach auszusetzen und derart verwahrlosen zu lassen.* *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Facebook (Richmond Animal Care and Control)