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Mein Hund frisst Schnee: In welchen Fällen ist das gefährlich?

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Von: Anna Katharina Küsters

Schnee hat auf Hunde teils eine stark anziehende Wirkung. Doch wenn Ihr Vierbeiner kräftig Schnee futtert, sollten Sie das unterbinden.

Innsbruck – Oft warten Menschen vergeblich an Weihnachten auf Schnee, doch in manchen Jahren klappt es und es gibt weiße Weihnachten. Das freut viele, denn dann locken lange Winterspaziergänge durch verschneite Wälder und Felder. Mit dabei ist natürlich immer der geliebte Hund, der sich bei der weißen Pracht oftmals gar nicht mehr einkriegt vor Freude. Beobachten Tierbesitzer und -besitzerinnen aber, dass ihre Hunde nur zu gerne die Schnauze in den Schnee stecken und das weiße Nass fressen, ist Vorsicht geboten.

Mein Hund frisst Schnee: Ist das eigentlich gefährlich?

Schnee ist so selten geworden hierzulande, dass es jedes Jahr aufs Neue ein Fest ist, wenn die ersten Flocken fallen. Kinder, Erwachsene und auch Hunde tollen dann durch den Garten oder den nächstgelegenen Grünstreifen und freuen sich über die weiße Pracht. Im Wald sollten Hundehalter jedoch immer darauf achten, im Winter keine Wildtiere zu stören*. Doch so mancher Hund hat den Drang, die weißen Flocken nicht nur zu beschnüffeln, sondern sie direkt zu fressen. Und das nicht zu wenig. Jeder Hund ist anders, deswegen wirkt sich der Schnee-Genuss auch auf jedes Tier anders aus. Beginnt der Hund sich jedoch anders als sonst zu verhalten, ist Vorsicht geboten.

Bei folgenden Symptomen nach Schneeverzehr sollten Tierbesitzer laut dem Tierschutzverein Tirol aufhorchen:

Bei manchen Hunden löst das Fressen von Schnee nämlich eine Magenschleimhautentzündung aus, die auch unter dem Namen Schnee-Gastritis bekannt ist. Ursache für diese Erkrankung ist zum einen die Kälte des Schnees, zum anderen kann Dreck im Schnee dem Magen der Hunde schaden. Besonders problematisch ist in diesem Zusammenhang auch Splitt oder Streusalz, das es im Winter oft zu viel auf den Straßen gibt. Ist das mit Schnee vermischt und landet im Magen der Hunde, kann das im schlimmsten Fall sogar tödlich für die Tiere enden. Daher sollten Haustierbesitzer gerade an gestreuten Straßen aufpassen.

Zu sehen ist ein Golden Retriever, der Schnee frisst. (Symbolbild)
Zu viel Schnee im Hundemagen ist nicht gut. (Symbolbild). © Bild13/Imago

Zeigt der Hund Symptome, ist es höchste Zeit für einen Tierarztbesuch!

Mein Hund frisst Schnee: So verhindern Sie das Schneefressen

Natürlich lässt es sich nicht ganz verhindern, dass der Hund hier und dort mal ein bisschen Schnee frisst. Reagiert er aber sehr empfindlich, muss er bei winterlichen Spaziergängen an die Leine. So kontrollieren Tierbesitzer leichter, wenn sich das Hundemaul Richtung Boden neigt. Bei ganz extremen Fällen hilft auch ein Maulkorb. Ansonsten lohnt es sich, den Hund nicht durch Schneeballschlachten zu animieren, sondern ihn möglichst vom Schnee abzulenken. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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