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Viele Hundehalter wollen auch im Urlaub nicht auf ihren Liebling verzichten. (Symbolbild)

Ferien, Planung, Checkliste

Mit Hund in den Urlaub: Vorbereitung und wie man am besten reist

Immer mehr Deutsche fahren gemeinsam mit ihrem Hund in den Urlaub, und vielerorts stellen sich Ferienregionen und Gastgeber auf die vierbeinige Klientel ein.

Frankfurt/Main – In immer mehr Haushalten in Deutschland lebt zumindest ein Hund. Und viele Familien wünschen sich, ihren Urlaub gemeinsam mit dem Vierbeiner zu verbringen. Das Thema Hundeurlaub boomt also, immer mehr Ferienregionen in Europa offerieren entsprechende Angebote. Laut dem Bundesverband Praktizierender Tierärzte e. V. (bpt) gilt es, den Urlaub gut vorzubereiten.

Urlaub mit Hund: Die wichtigsten Tipps

Vor dem Start in den Urlaub mit Hund stehen umfangreiche Vorüberlegungen. Für einen unbeschwerten Hundeurlaub sollte das Reiseziel auf seine generelle Hundefreundlichkeit überprüft werden. Auf die Checkliste gehören folgende Punkte:

  • Wie sehen die Einreisebestimmungen für Hunde im Urlaubsland aus?
  • Werden spezielle Impfungen oder Behandlungen vorausgesetzt?
  • Gibt es bestimmte Restriktionen gegen einzelne Hunderassen, wie zum Beispiel Listenhunde?
  • Gibt es im Wunschgebiet hundefreundliche Unterkünfte, also Ferienwohnungen, Hotels oder Campingplätze?
  • Existieren am Traumreiseziel Hundestrände, gibt es Sehenswürdigkeiten, die mit Hund besucht werden dürfen, darf der Hund mit ins Restaurant?
  • Welche Gesundheitsrisiken existieren vor Ort für den Hund, wie zum Beispiel Mittelmeerkrankheiten?
  • Welche Anreisemöglichkeiten bestehen zusammen mit Hund?

Urlaub mit Hund: Fliegen

Flugreisen mit Hund sind grundsätzlich möglich, jedoch dürfen bei den meisten Fluggesellschaften nur kleine Hunde im Transportkorb als Handgepäck mitgenommen werden. Die Regelungen sind bei den jeweiligen Airlines unterschiedlich. Ausnahmen gelten zudem für Assistenzhunde. Alle anderen Tiere müssen für die Reise in den Frachtraum. Für den sicheren Transport sind sogenannte Flugboxen üblich, die es in verschiedenen Größen gibt. Hunde, die zu den stumpfnasigen Rassen gehören, wie zum Beispiel der Mops, werden von vielen Fluggesellschaften gar nicht oder bei entsprechender Größe nur als Handgepäck befördert. Beachten muss der Fluggast außerdem die Einreisevorschriften des jeweiligen Ziellandes, wenn er den Urlaub mit Hund im Flugzeug antreten will.

Urlaub mit Hund: Im Zug

Relativ unkompliziert gestaltet sich der Urlaub mit Hund, wenn die Reise mit einem Fernzug angetreten wird. Das Bahnreisen mit Hund ist in den meisten europäischen Ländern möglich. Kleine Hunde reisen bei den meisten Bahngesellschaften im eigenen Transportkorb und sind häufig kostenlos, allenfalls fällt eine kleine Gebühr an. Assistenzhunde fahren in der Regel kostenfrei. Für größere Hunde muss in der Regel ein Ticket gelöst werden; das Tier ist an der Leine zu führen. In manchen Ländern muss die Fellnase im Fernzug einen Maulkorb tragen. Einige Bahngesellschaften beschränken außerdem die Zahl der mitreisenden Hunde pro Fahrgast.

Urlaub mit Hund: Eigenes Auto

Am bequemsten ist für den Vierbeiner die Anreise im eigenen Auto zum Urlaubsort. Dieses ist dem Hund vertraut, er gerät nicht in Stress wegen ungewohnter Geräusche und Gerüche oder fremder Menschen. Der Hundehalter kann ausreichend Pausen einlegen und die Fahrtzeit individuell an die Bedürfnisse des Hundes anpassen – so beginnt der Urlaub mit Hund bereits beim ersten Fahrkilometer. Auch im eigenen Auto oder Wohnmobil gilt: Der Hund muss ausreichend gesichert sein. Das kann durch entsprechende Hundeboxen, Geschirre oder Trenngitter erfolgen.

Urlaub mit Hund: Ausrüstung

Die meisten Hundeurlauber haben mehr Zubehör für den Hund an Bord als für die zweibeinigen Mitreisenden. Das gehört für den Urlaub mit Hund ins Gepäck:

  • europäischer Heimtierausweis mit aktuellen Impfungen und tierärztlichen Behandlungen, die für die Einfuhr ins Zielland erforderlich sind
  • Kopie der Hundehaftpflichtversicherung
  • Zeckenschutz, Schutz vor Sandmücken und Mittelmeerkrankheiten, je nach Reiseziel
  • Hundereiseapotheke
  • Lieblingsfutter des Hundes und Leckerchen
  • Näpfe für Wasser und Futter
  • Halsband, Geschirr, Leine(n) und Tasso-Marke, Maulkorb
  • Kotbeutel
  • Hundebett oder Hundedecken
  • Pflegeutensilien wie Bürste oder Zahnbürste, zusätzliche Handtücher
  • Adressen und Telefonnummern von Tierärzten vor Ort

Gut zu wissen: Manche hundefreundliche Ferienunterkunft bietet ein Willkommens-Paket für den Hund an oder stellt Hundebetten zur Verfügung. Hundefutter und Standardzubehör können meist im Zoofachhandel vor Ort gekauft werden, selbst ein Angebot für Rohfütterung (BARF) ist mittlerweile keine Seltenheit mehr.