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Hund im Winter: So kommt ihr Vierbeiner gut durch die kalte Jahreszeit

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Frau teilt ihren Schal mit ihrem Hund . (Symbolbild)
Viele Hunde lieben den Winter und Schnee. (Symbolbild) © Kzenon/Imago

Kälte, Eis, Schnee, Dunkelheit – der Winter ist für viele Hundehalter eine Herausforderung. Mit diesen Tricks bleibt der Hund im Winter gesund.

Berlin – Die meisten Hunde lieben den Winter, freuen sich über Schnee und trotzen auch Schmuddelwetter und Regen. Dennoch empfiehlt die Bundestierärztekammer Hundehaltern, einige Maßnahmen zu treffen, damit ihr Vierbeiner gut durch die kalte Jahreszeit kommt. Denn es warten neue Herausforderungen auf Hund und Halter: Die Pfoten müssen vor Streusalz und Schnee geschützt werden, kurzfellige und kleine Rassen vor Kälte. Zudem gilt es, die Fütterung anzupassen und den Haushalt sauber zu halten.

Hund im Winter: So kommt ihr Vierbeiner gut durch die kalte Jahreszeit

Es gibt Hunderassen, die für den Winterspaziergang gezüchtet wurden. Darunter fallen alle nordischen Rassen, wie etwa der Husky. Andere Hunderassen mit dichter Unterwolle kommen in der Regel ebenfalls gut mit Minusgraden klar. Andere Tiere frieren schnell, zum Beispiel filigrane Windhundrassen wie der Whippet oder kleine Hunde wie der Chihuahua. Auch aus dem sonnigen Süden importierte Tierschutzhunde haben mit den eisigen Temperaturen Mitteleuropas ein Problem. Das Gleiche gilt für ältere oder kranke Fellnasen.

Damit der Hund nicht friert, sind auf dem Markt Wintermäntel erhältlich. Diese bestehen zum Beispiel aus einem wärmenden Fleecestoff. Zudem gibt es Modelle, die gegen Kälte und Nässe gleichermaßen schützen. Nicht zuletzt werden Hundepullover im Tierfachhandel angeboten. Darüber hinaus sollten Hundehalter beim Gassi gehen ihr Tier im Winter genau beobachten: Spätestens, wenn der Hund im friert, sollte der Heimweg angetreten werden.

Bei kalten Temperaturen haben Hunde einen höheren Energiebedarf. Deshalb sollten Herrchen und Frauchen auf genügend Energiezufuhr achten. So darf im Winter die Tagesration entsprechend vergrößert werden.

Hund im Winter: Das Problem mit dem Streusalz

Streusalz ist für Bäume, Gartenpflanzen, Tiere, Gewässer, Fahrzeuge und Bauwerke schädlich – und der Gebrauch daher für den Privatanwender in Deutschlands Kommunen meist untersagt. Dennoch kommt Streusalz bei den professionellen Streudiensten bei bestimmten Wetterlagen zum Einsatz, und auch mancher Haushalt greift aus Unwissenheit zum salzigen Streugut. Für Hunde ist das Streusalz in gleich mehrfacher Hinsicht gefährlich. Es greift die Hundepfoten an und frisst sich in die Hornhaut. So entstehen tiefe und zum Teil schmerzhafte Risse in der Pfote. Wenn der Hund das Streusalz von den Pfoten leckt, droht noch größeres Ungemach: Das Salz kann Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle auslösen. Manche Streusalze und Frostschutzmittel können zudem Ethylenglycol enthalten, das ebenfalls zu Vergiftungserscheinungen beim Hund führen kann. Wenn möglich, sollten Gassigänger mit dem Hund im Winter Straßen und Wege, die chemisch von Eis und Schnee befreit werden, meiden.

Hund im Winter: Der liebe Schnee und die Folgen

Schnee macht Hunden in vielfältiger Art zu schaffen. Das Fressen der weißen Substanz kann zu einer gefürchteten Schneegastritis mit blutigem Durchfall und Erbrechen führen. Deshalb sollten Hundehalter auf Spiele mit Schneebällen verzichten und die Fellnase vom Schneefressen abhalten. Notfalls muss der Hund im Winter einen Maulkorb tragen. Auch den Pfoten setzt der Schnee zu, zwischen den Zehen können sich Eisklumpen bilden. Hunde mit viel Unterwolle tragen zudem große Mengen von verklumptem Schnee mit ins Haus – hier muss der Vierbeiner gründlich abgetrocknet werden, um Erkältungskrankheiten vorzubeugen. Nasse Hunde dürfen nicht auf kaltem Fliesenboden liegen, da dies zu einer Entzündung von Lunge oder Blase führen kann.

Hund im Winter: Pfotenschutz

Da die Pfoten des Hundes im Winter stark gefährdet sind, sollte der Hundehalter spezielle Schutzmaßnahmen ergreifen. Dazu gehören:

Besonders empfindliche Hunde sollten im Winter spezielle Pfotenschuhe oder Booties tragen, die im Zoofachhandel erhältlich sind.

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