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Ist Ihr Hund eifersüchtig? Drei Anzeichen, die dafür sprechen

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Von: Sandra Barbara Furtner

Auch Hunde können eifersüchtig sein. Vor allem, wenn sie es bisher gewohnt waren, dass sich alles nur um sie dreht. Ändern sich Umstände, kann es knifflig werden

München – Manchmal ändern sich die Dinge im Leben. Und auf einmal reagiert der Hund nicht wie bisher. Vor allem, wenn er es gewohnt war, die erste Geige zu spielen. Plötzlich tauchen Verhaltensweisen auf, die bisher nicht da waren. Was früher wunderbar funktioniert, klappt auf einmal gar nicht mehr. Doch da hatte Ihr Hund Sie womöglich noch für sich alleine – und plötzlich taucht das so etwas wie Eifersucht auf.

Durch wissenschaftliche Studien wurde bestätigt, dass Hunde so etwas wie Eifersucht empfinden können. Schließlich orientieren sich die Vierbeiner sehr stark an uns Menschen und gehen mitunter eine sehr innige Bindung ein. Haben wir auf einmal nicht mehr soviel Zeit für sie, weil wir beispielsweise mehr arbeiten müssen, oder schenken unsere Aufmerksamkeit plötzlich einem neuen Partner, oder einem zweiten Hund verändern manche Vierbeiner ihr Verhalten.

Hunde teilen nicht besonders gerne, vor allem, wenn sie es bisher gewohnt waren, voll und ganz im Mittelpunkt zu stehen und sich der Tag hauptsächlich um sie dreht. Ändert sich an dieser lieb gewonnen „Rund-um-die Uhr-Prinzessinnen“-Routine etwas, kann Eifersucht aufkommen. Mit Vorliebe verteidigen sie ihre Ressourcen – dazu zählen auch Gegenstände wie Spielzeug, Futter, Kauknochen, aber auch ein „Mäuseloch“ oder der beste Liegeplatz im Garten. Im Prinzip alles, was in ihren Augen wichtig ist. Doch dies ist vor allem ihr Mensch.

Ist Ihr Hund eifersüchtig? 5 Anzeichen, die dafür sprechen

Ist ein Hund eifersüchtig, so bringt er es recht deutlich zum Ausdruck. Und was anfangs vielleicht als süß oder niedlich angesehen wird, kann sich später zu einem echten Problem entwickeln. Denn genau genommen, entsteht Eifersucht vorwiegend aus Unsicherheit und geringem Selbstbewusstsein heraus. Und dies verursacht reinen Stress. Doch wie zeigen Hunde, dass sie eifersüchtig sind?

Zwei Hunde schnuppern an einem Menschen. (Symbolbild)
Taucht ein zweiter Hund auf, kann es zu Eifersucht kommen. (Symbolbild) © agefotostock/Imago

1. Sie dürfen keine anderen Hunde streicheln

Folgende Situation: Endlich ist Wochenende und Sie treffen sich mit ihrer besten Freundin im Park, um gemeinsam mit den Hunden spazieren zu gehen. Der Hund Ihrer Freundin kommt auf Sie zugelaufen und Sie begrüßen ihn erfreut. In diesem Moment stürmt Ihr eigener Hund los und drängt den „fremden“ Vierbeiner ab – er stellt sich dazwischen. Das ist ein Zeichen, dass Ihr Hund Sie für sich alleine beansprucht. Dies mag am Anfang niedlich erscheinen. Greifen Sie hier jedoch nicht ein, kann sich dieses Verhalten auf Dauer in Aggression gegenüber anderen Hunden oder Menschen umwandeln. Ihr Hund sollte so viel Sicherheit und Vertrauen zu Ihnen haben, dass Sie sich auch mit anderen Tieren beschäftigen dürfen.

2. Ihr Hund knurrt, wenn sich Ihnen Personen nähern

Eifersucht hat auch etwas damit zu tun, dass man im Prinzip etwas schützen möchte, was einem viel bedeutet. Oft ist dies der Lieblings-Mensch. Knurrt Ihr Hund, wenn sich Ihnen „fremde“ oder „ungewohnte“ Personen nähern, sieht der Hund diese Situation womöglich als Bedrohung an, und möchte Sie davor schützen. Was eigentlich als lobenswert erscheint, sollte jedoch nicht zum Dauerzustand werden. Denn letztendlich sind ja Sie derjenige, der das Zepter in der Hand hält und entscheidet, welche Situation gefährlich ist und welche nicht.

3. Ihr Hund fiepst, jault, springt hoch oder versucht anderweitig Ihre Aufmerksamkeit zu bekommen

Sobald Sie sich einer anderen Person widmen, womöglich gemütlich am Küchentisch mit Freunden Kaffee trinken, versucht Ihr Hund auf Sie drauf zu klettern, fiepst und jault ohne ersichtlichen Grund, umkreist permanent Ihre Füße, oder versperrt Ihnen den Weg. Damit möchte Ihr Hund Ihre Aufmerksamkeit für sich gewinnen. Doch er muss auch lernen, dass er nicht immer die erste Geige spielt. Dies funktioniert am besten, wenn Sie Ihrem Hund das Gefühl der Sicherheit geben, dass er Ihnen wichtig ist und jederzeit darauf vertrauen kann, dass Sie trotzdem für ihn da sind.

Widmen Sie Ihrem Hund immer wieder Ihre Zeit nur für ihn alleine. Auch wenn Sie zwei oder drei Hunde haben, ist es gut, wenn Ihr Vierbeiner spürt, dass Sie Zeit nur für ihn übrig haben. Dabei kommt es nicht auf die Dauer an, vielmehr die Ehrlichkeit hinter dem Gefühl ist wichtig. Tauchen weitere Probleme oder Unsicherheiten auf, ist ein guter Hundetrainer, der zu Besuch nach Hause kommt, eine sehr gute Wahl. Warum es übrigens keine gute Idee ist, eine Tobe-Gruppe für Welpen zu besuchen, erfahren Sie hier. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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