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Hunde im Herbst: Darauf sollten Hundehalter beim Spaziergang und Zuhause achten

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Von: Lara-Sabrina Kiehl

Die Herbstluft genießen oder es sich Zuhause gemütlich machen. Wo auch immer Sie mit Ihrem Vierbeiner Zeit verbringen, lauern unter Umständen auch Gefahren.

München – Egal ob drinnen oder draußen, die kalte und dunkle Jahreszeit bringt überall ein paar Tücken für Hunde mit sich. Wer denkt, dass die Zeckenzeit vorbei ist, hat weit gefehlt und vor allem herumliegende Kleinigkeiten im Haus werden oft ungeahnt zur Gefahr für die Vierbeiner. Zeit also, um die eigenen Sinne dafür zu schärfen.

Hunde im Herbst: Darauf sollten Hundehalter beim Spaziergang und Zuhause achten

Beim Gassi gehen können spitze Kastanienstacheln, kleine Äste oder auch feste Laubstücke die Pfoten der Hunde schnell verletzen. Oft setzen sich vor allem kleine Stücke zwischen Ballen ab und können Verletzungen oder sogar Entzündungen hervorrufen. Meist zeigen Hunde ihren Besitzern zwar, wenn etwas drückt, aber um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich nach jedem Spaziergang die Hundepfoten gründlich zu kontrollieren.

Ein älterer Mann geht mit seinem kleinen Hund an einem nebligen und herbstlichen Morgen spazieren. (Symbolbild)
Bei Spaziergängen im Herbst können Kastanienstacheln, kleine Äste oder feste Laubstücke die Hundepfoten verletzen. (Symbolbild) © Robert Harding/Imago

Hunde im Herbst: Kälteschutz bei dünnem Fell

In der Regel sind Hunde durch ihr Winterfell mit einer dichten Unterwolle sehr gut vor Kälte geschützt. Allerdings gibt es auch Rassen, wie zum Beispiel Windhunde oder Weimaraner, die weder üppiges Fell noch Unterwolle haben. Hundepullover oder -mäntel halten die Tiere warm genug und auch kranken oder älteren Hunden helfen sie, die Körperwärme zu halten.

Hunde im Herbst: Zecken, Flöhe und Herbstgrasmilben

Auch im Herbst und zuweilen sogar bis in den Winter sind Zecken noch aktiv. Im Herbst besteht durch herabfallende Blätter und dichtes Laub auf dem Boden eine sogar noch größere Gefahr als im Sommer. Denn auch hier verstecken sich die Plagegeister. Haben Sie deswegen eine Zeckenpinzette zur Hand und achten auf einen aktuellen Floh- und Zeckenschutz für ihren Hund. Eine weitere Herausforderung sind Herbstgrasmilben, die sich vor allem an die dünnen Häute zwischen den Zehen setzen. Oft hilft es nach dem Spaziergang die Pfoten einmal mit Wasser zu säubern. Bemerken Sie aber, dass ihr Hund an den Pfoten nagt, schauen sie nach orangen Punkten. Denn diese sind typisch für eine Herbstgrasmilbeninfektion, die vom Tierarzt behandelt werden sollte.

Hunde im Herbst: Bewegung und Ernährung

Mit den kürzeren Tagen und dem oft auch ungemütlichen Wetter bekommt ihr Tier unter Umständen nicht die gleiche Menge an Bewegung wie im Sommer. Haben Sie deswegen ein Auge auf Gewicht und Ernährung, um Übergewicht zu vermeiden. Und sind Sie im Dunkeln unterwegs, halten Sie Ihren Vierbeiner am besten an einer Leine, die mit Reflektoren oder anderen Leuchtmitteln ausgestattet ist. Auch leuchtende Halsbänder oder reflektierende Decken helfen in der Dunkelheit sicher unterwegs zu sein.

Hunde im Herbst: Große Gefahr Frostschutzmittel

In den kalten Monaten kann es passieren, dass Frostschutzmittel aus Autos ausläuft. Achten Sie darauf, dass ihr Hund keinesfalls damit in Kontakt kommt. Denn das darin enthaltene und süßlich schmeckende Ethylenglykol ist giftig und verursacht bereits in kleinen Mengen schwere Nierenschäden, die tödlich enden können. Wirkt ihr Hund betrunken, ist das ein erstes Anzeichen für eine Vergiftung.

Hunde im Herbst: Achtung bei Lebensmitteln

Herbst und Winter halten viele Leckereien bereit. Aber was Zweibeinern Genuss und Freude bereitet, kann für Vierbeiner zur großen Gefahr werden. So zum Beispiel Macadamianüsse, die für Hunde hochgefährlich sind. Bereits zwei Gramm pro Kilogramm Körpergewicht sind giftig. Bei einem 15 Kilogramm schweren Hund sind das bereits vier Nüsse, die Vergiftungserscheinungen hervorrufen und zum Tod führen können. Gleiches gilt für Weintrauben und Rosinen, auch hier sind kleine Mengen bereits tödlich. Auch bei Schokolade ist Vorsicht geboten. Das darin enthaltene Theobromin können sie nur langsam abbauen und verursacht schwere Symptome, die unter Umständen ebenfalls zum Tod führen. Gleiches gilt für Lebkuchen, der aufgrund seiner Inhaltsstoffe wie Zucker, Fett, Zimt, Nelken und Muskatnuss schlecht verträglich und gesundheitsschädlich für Hunde ist. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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