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Für viele Menschen gehört ein Vierbeiner zum Familienglück dazu. (Symbolbild)

Der Traum vom Hund

Alle Infos zum besten Freund des Menschen – Rassen, Pflege, Kosten

Der Hund ist eines der beliebtesten Haustiere für Jung und Alt. Durch die vielen Rassen finden Interessierte schnell den Vierbeiner, der in Sachen Pflege, Haltung und Größe genau zu ihnen passt.

Göttingen – In der Studie über Heimtierhaltung von Prof. Dr. Renate Ohr aus dem Jahre 2019 gaben 88 Prozent der Hundehalter an, sich durch einen Hund zufriedener und glücklicher zu fühlen. 68 Prozent sagten außerdem, dass sich ihr Gesundheitszustand durch den Vierbeiner verbessert habe. Der Hund als Haustier erfreut sich auch heute stetig wachsender Beliebtheit. Gab es 2013 noch rund 6,8 Millionen Haushunde in Deutschland, betrug die Zahl 2018 bereits 9,4 Millionen, Tendenz steigend.

Haustier Hund: Vom wilden Wolf zu den einzelnen Rassen

Eine Studie im „Science“- Magazin aus dem Jahre 1997 kommt zu dem Schluss, dass Hunde und Menschen bereits seit etwa 100.000 Jahren zusammenleben. Die Katze ist dagegen mit rund 9.500 Jahren ein relativ junger Begleiter.

In der Frühzeit nutzten Menschen gezähmte Wölfe als Haustier, um Hab und Gut zu schützen. Aus diesen domestizierten Wildtieren entwickelte sich der heutige Haushund mit seinen vielen unterschiedlichen Rassen. Die Unterschiede in Größe, Aussehen und Wesen kommen daher, dass die Hunde im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Aufgaben erfüllen mussten. Die Tiere, die sich dafür besonders eigneten, wurden für die Zucht eingesetzt, um diese Merkmale weiterzugeben. Heute gibt es daher ausdauernde Hütehunde, aufmerksame Wachhunde sowie selbstständige Rettungs- und Jagdhunde oder fürsorgliche Begleit- und Familienhunde.

Hunde aussuchen: Diese Rassen sind bei Haustier-Fans besonders beliebt

Wer einen Hund als Haustier halten möchte, legt weniger Wert auf Arbeitswilligkeit oder Wachsamkeit. Stattdessen stehen Eigenschaften im Mittelpunkt, die den Vierbeiner zu einem verlässlichen Freund und Partner machen. Dafür kommen vor allem kluge, geduldige und ruhige Rassen infrage. Sie eignen sich auch für Hundeanfänger und kommen in Familien mit Kindern ausgezeichnet zurecht.

Diese Hunderassen sind beispielsweise gute Begleiter:

  • Labrador Retriever: aufgeschlossen, zuverlässig und treu
  • Golden Retriever: freundlich, geduldig und anpassungsfähig
  • Malteser: gesellig und leicht erziehbar
  • Havaneser: neugierig, freundlich und unkompliziert
  • Französische Bulldogge: verspielt, geduldig und klug
  • Chihuahua: temperamentvoll, verspielt und verschmust

Während Retriever aufgrund ihrer Größe etwas mehr Platz benötigen, eignen sich kleine Rassen wie Chihuahua oder Malteser auch sehr gut für ein Leben in der Stadt. Voraussetzung dafür ist ausreichend Auslauf bei regelmäßigen Spaziergängen.

Hund anschaffen: Eine Übersicht über die Kosten dieses Haustiers

Hunde kosten im Laufe ihres Lebens einiges. Denn der treue Freund des Menschen hat eine ganze Reihe von Bedürfnissen. Der teuerste Posten ist dabei die Anschaffung, denn je nach Rasse müssen Hundeliebhaber für einen Welpen im Schnitt zwischen 500 und 2.000 Euro bezahlen.

Dazu kommen im Laufe eines Hundelebens regelmäßige Ausgaben für (Kosten pro Jahr):

  • Futter: 120 bis 1.200 Euro
  • Wurmkuren: 25 bis 50 Euro
  • Impfungen und Gesundheits-Check beim Tierarzt: rund 150 Euro
  • Hundesteuer: je nach Wohnort etwa 25 bis 200 Euro
  • Hundehaftpflicht: circa 30 bis 60 Euro
  • Hunde-Krankenversicherung: circa 25 bis 100 Euro

Ein Hund kostet damit im Unterhalt ungefähr zwischen 400 und 1.000 Euro im Jahr, das macht rund 30 bis 80 Euro pro Monat.

Eventuell benötigt der Vierbeiner weitere Geldmittel für die Gebühren von Hundeschule, Hundefrisör oder einem Hundesportverein.

Ausstattung für Hunde: Nützliches Zubehör für den Alltag mit diesem Haustier

Die Entscheidung ist gefallen, ein Hund kommt bald ins Haus. Jetzt ist es an der Zeit, sich Gedanken über die benötigte Ausstattung zu machen. Zu den Basics gehören Dinge wie:

  • Hundeleine und Halsband oder Geschirr
  • Hundekorb oder Hundebett
  • Spielzeug wie Quietschtiere, Kauknochen oder Bällchen
  • Futter- und Wassernäpfe aus Kunststoff oder Metall
  • Kamm und Bürste für die Pflege

Für den sicheren Transport der Haustiere im Auto finden Hundebesitzer im Handel entsprechende Transportboxen. Alternativ dazu leisten Vorrichtungen für das Anschnallen des Vierbeiners mit dem Sicherheitsgurt unterwegs gute Dienste.

Hund als Haustier – das sollten Besitzer bei der Haltung beachten

Bei einer artgerechten Hundehaltung wohnt der Vierbeiner mit im Haus oder der Wohnung. Hunde benötigen unbedingt einen Rückzugsort, an dem sie ungestört schlafen können. Dieser Platz sollte sich an einem ruhigen Ort befinden. Als Hundebett eignen sich Decken und Liegepolster oder ein stabiler Hundekorb.

Hunde sind sehr soziale Tiere und fühlen sich im Kreise der Familie am wohlsten. Die Vierbeiner brauchen einen engen Bezug zu ihren Besitzern und pflegen zudem gerne Kontakte mit Artgenossen. Das lässt sich am einfachsten auf Spaziergängen oder in speziellen Hundespielgruppen bewerkstelligen.

Des Weiteren sollte ein Hund mindestens dreimal täglich Auslauf im Freien haben. Ideal sind neben der heimischen Wohngegend unterschiedliche Orte wie Felder, Wiesen, Wälder oder ein Park. Das bietet dem Hausgenossen die nötige Abwechslung.

Tägliches Spielen und Kuscheln mit Herrchen oder Frauchen stärkt die Bindung des Haustiers an sein „Rudel“ und sorgt für Spaß und Kurzweil. Ansonsten braucht ein Hund noch täglich sauberes Wasser und eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigem Futter.

Haustier Hund: Diese Pflege braucht der Vierbeiner

Wie viel Pflege der Hund benötigt, hängt stark von der jeweiligen Rasse ab. Tiere mit kurzem Fell gehören zu den pflegeleichten Haustieren. Hier reicht regelmäßiges Bürsten einmal pro Woche aus.

Langhaarhunde fordern dagegen mehr Aufmerksamkeit. Hier ist eine tägliche Behandlung mit Kamm und Bürste angesagt, um Verfilzungen im Fell vorzubeugen. Dazu kommt bei Pudel & Co. das regelmäßige Scheren alle drei bis vier Monate.

Neben der Fellpflege sind folgende Tätigkeiten im Umgang mit dem Haustier sinnvoll:

  • Absuchen nach Zecken und andere Parasiten: Nach jedem Aufenthalt im Freien
  • Pfotenpflege: In der Winterzeit waschen und eincremen nach Spaziergängen auf gesalzenen Wegen. Im Sommer Untersuchung auf Verletzungen, gegebenenfalls zu langes Fell an den Pfoten zurückschneiden, zu lange Krallen beim Tierarzt kürzen lassen
  • Ohrenpflege: Einmal pro Woche auf Entzündungen und Parasiten untersuchen und wenn nötig Verschmutzungen vorsichtig mit einem weichen Tuch und warmem Wasser abwischen
  • Augenpflege: Augenwinkel einmal täglich mit einem weichen Lappen auswischen
  • Zahnpflege: Regelmäßige Überprüfung auf Zahnstein und Zahnfleischentzündungen; bei Neigung zu Zahnbelägen regelmäßiges Zähneputzen mit spezieller Hundezahncreme

Hunde beschäftigen: Haustier-Sport für die einzelnen Rassen

Manche Hundebesitzer möchten ihrem Haustier mehr bieten als das Toben im Garten und lange Spaziergänge. Für Hund und Besitzer gibt es inzwischen eine ganze Reihe von interessanten Aktivitäten, um gemeinsam Zeit zu verbringen.

Bei der beliebten Hundesportart Agility geht es zum Beispiel darum, möglichst schnell und fehlerfrei einen Parcours mit den unterschiedlichsten Hindernissen zu bewältigen. Das ist eine Herausforderung, die Hund und Besitzer gleichermaßen fordert.

Dagegen stehen beim Obedience-Training die Zusammenarbeit und das Verhältnis von Mensch und Hund im Vordergrund. Obedience heißt auf Deutsch so viel wie Gehorsam und beinhaltet eine Vielzahl von Übungen wie „Sitz“, „Platz“ und „Bleib“ bis hin zu Such- und Apportieraufgaben.

Wer Rhythmus und Bewegung kombinieren möchte, kann sich im Dogdance versuchen. Auch hier dreht sich alles um Teamwork und Gehorsam, allerdings um einiges spielerischer und entspannter als bei Agility und Obedience.

Hunde, die gerne apportieren, kommen außerdem bei Beschäftigungen wie Flyball auf ihre Kosten. Hierbei betätigt der Vierbeiner eigenständig eine Ballwurfmaschine und bringt den Ball anschließend zu seinem Besitzer. Hindernisse auf dem Weg sorgen für zusätzlichen Spielspaß.