Tieferes Verständnis

Hunde hören uns zu: So viel verstehen die Haustiere

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Hunde verstehen den Menschen mehr, als bisher vermutet. Eine Studie hat herausgefunden, dass die Tiere deutlich mehr verstehen als nur blanke Befehle.

Halifax (Kanada) – Haustiere verstehen ihre Besitzer und Besitzerinnen im Laufe der Zeit immer besser. Nicht umsonst gibt es Hundeschulen, in denen Tier und Mensch einander näher kommen und lernen, aufeinander zu hören. Hunde sind unter den Haustieren besonders prädestiniert dafür, auf Befehle zu reagieren und sie auszuführen. Doch es sind nicht nur Befehle, die die Tiere verstehen. Forschende fanden heraus, dass Hunde weitaus mehr können.

Hunde hören uns zu: So viel verstehen die Haustiere

Sitz und Platz sind wohl die bekanntesten Befehle, die Menschen an den Hund richten. Mit ein bisschen Übung führt der Hund auch schnell und mit Verlässlichkeit den Wunsch des Herrchens oder Frauchens aus. Doch dabei muss es nicht bleiben. Eingespielte Teams zeigen beispielsweise bei Hundesportarten wie Agility, dass das Zusammenspiel von Mensch und Hund noch viel weiter gehen kann. Dort scheint es, als würden die Tiere ihre Besitzer und Besitzerinnen problemlos verstehen und eine richtige Kommunikation zwischen Mensch und Tier entstehen. Ganz falsch ist das nicht.

Hunde verstehen im Schnitt 89 Wörter. (Symbolbild)

Eine Gruppe Forscherinnen und Forscher der Dalhousie University in Kanada haben vor Kurzem ihre neusten Ergebnisse zum Thema Hunde und Kommunikation veröffentlicht. Dabei stellten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fest, dass die Tiere auf weit mehr Worte reagieren als bisher angenommen.

Hunde hören uns zu: Das sind die Ergebnisse

Die Forschenden luden insgesamt 165 Hundebesitzerinnen und -besitzer ein, deren Tiere sich weder in der Rasse noch im Alter ähnelten. Dann mussten diese Tierfans Worte notieren, auf die ihre Hunde ihrer Meinung nach reagieren. Im Durchschnitt kamen dabei 89 Wörter pro Hund heraus, die Hälfte von ihnen waren Befehle. Zu dieser doch recht hohen Anzahl an Wörtern, auf die die Tiere zumindest regelmäßig und gleichbleibend reagieren, gehören folgende Wortgruppen:

  • Verben (vor allem Befehle)
  • Substantive
  • allgemeine Wörter

Das zeigt, dass Hunde durchaus sensibler und intelligenter sind, als bisher angenommen. Ihr Verständnis hört nicht beim einfachen Befehl auf, sondern lässt sich im Laufe ihrer Entwicklung ausbauen. Wichtig ist, dass die Tiere auf ganz unterschiedliche Wörter reagierten und es je nach Hund starke Unterschiede in der Anzahl der Wörter gab, die sie lernen konnten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Eva Blanco/Imago