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Wer einen Hund aus einem Tierheim adoptiert, tut ein gutes Werk. (Symbolbild)

Tipps & Tricks

Hundekauf: Züchter oder Tierheim? Das sind Vor- und Nachteile

Der Hundekauf ist beim Züchter oder im Tierheim möglich. Beides hat Vorteile und Nachteile, doch für jeden Menschen gibt es den passenden Vierbeiner.

Dortmund – Der Verband für das Deutsche Hundewesen ist die erste Anlaufstelle für alle, die einen seriösen Züchter von Rassehunden in ihrer Nähe suchen. Hier gibt es auch Ratschläge für Auswahl und Erziehung des Welpen. Alternativ sollte man im nächstgelegenen Tierheim vorbeischauen.

Hundekauf: Tierheim oder Züchter?

Wenn ein Hund einziehen soll, stellt sich die Frage nach einer möglichen Rasse, nach den erwünschten Eigenschaften und sicherlich auch der Größe – so lässt sich eingrenzen, welcher Hund überhaupt infrage kommt. Danach steht noch immer im Raum, ob es ein reinrassiger Welpe vom Züchter sein soll oder ein Hund aus dem Tierheim. Die Entscheidung fällt leichter, wenn die eigenen Wünsche, Fähigkeiten und Erwartungen einfließen:

  • Vorerfahrungen mit Hunden oder erster Hundekauf
  • Zeit und Raum für die Betreuung und Erziehung des Hundes
  • Anforderungen an bestimmte Eigenschaften, etwa als Schutz- oder Jagdhund

Hundekauf beim Züchter

Wer noch nie einen eigenen Hund besessen hat, wird zwangsläufig viel Neues erleben und findet in einem vertrauenswürdigen Züchter einen Ansprechpartner. Der zukünftige Hundebesitzer hat die Gelegenheit, die Welpen innerhalb der Familie zu erleben, der Züchter stellt umgekehrt ebenfalls Fragen, weil ihm daran liegt, dass die Hundekinder in gute Hände kommen.

Hundekauf: Vorteile bei Rassehunden

Ein Züchter, der seine Tätigkeit ernst nimmt, investiert viel Zeit, Geld und Herzblut in seine Tiere. Sie leben in und mit der Familie, sodass die Welpen von klein auf an den liebevollen Umgang mit Menschen gewöhnt sind. Hündin und Rüde werden nicht nur hinsichtlich erwünschter äußerer Kriterien zusammengebracht, sondern auch nach erwünschten Charakterzügen und möglichst, ohne genetische Schwächen zu fördern.

Hundekauf: Hohe Kosten als Nachteile

Wie eine menschliche Mutter wünscht sich auch die Hündin Zeit, sich entspannt und sorgenfrei mit ihren Jungen zu beschäftigen und sich von Geburt und Säugen zu erholen. Mutter und Kinder werden dabei medizinisch betreut, und der junge Hund wird gechippt, entwurmt, mit ersten Impfungen und Papieren übergeben. Diese Vorteile haben ihren Preis: Ein Rassehund kostet einige Hundert oder sogar ein paar Tausend Euro.

Wer hier sparen möchte, läuft Gefahr, einem skrupellosen Verkäufer von regelrecht industriell gezüchteten Hündchen aufzusitzen. In „Puppy Mills“ werfen die Hündinnen am Fließband, selbst wenn sie krank und überfordert sind – die Welpen werden mitunter sogar per Post versendet. Neben den hohen Kosten für einen Rassehund steht die Tatsache, dass Tierheime voll sind von Hunden, die sich nichts sehnlicher wünschen als „ihren“ eigenen Menschen.

Hundekauf: Rettungshund aus dem Tierheim

Selbst, wenn man sein Herz an eine bestimmte Rasse verloren hat, ist der Gang zum Tierheim oft lohnend, denn längst nicht alle der hier untergebrachten Hunde sind Mischlinge. Welpen findet man im Tierheim nur selten, doch unter den nicht reinrassigen Tieren sind oft schöne und vor allem sehr dankbare Hunde, die ihre neue Familie zutiefst schätzen.

Die Entscheidung für einen erwachsenen Rettungshund hat außerdem den Vorteil, dass die Tiere in der Regel stubenrein sind und meist die grundlegende Gehorsamkeit wie beispielsweise Leinenführigkeit mitbringen. Und Hunde-Senioren, die ihre verbleibende Lebenszeit in einem schönen Zuhause verbringen, sind meist nicht nur sehr ausgeglichene, sondern auch zufriedene Gefährten.

Die Kosten für einen Hund aus dem Tierheim beschränken sich in der Regel auf die Erstattung der anfallenden Behandlungen und bewegen sich in Bereichen zwischen 200 und 300 Euro. Doch den Vorteilen stehen auch Nachteile gegenüber: Manche Hunde sind extrem traumatisiert und benötigen spezielle Aufmerksamkeit und Pflege.