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Hundenahrung: Futtermenge, Futtersorten und alles übers BARFen

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Die verschiedenen Varianten der Hundenahrung: Trockenfutter, Nassfutter und BARF
Die verschiedenen Varianten der Hundenahrung: Trockenfutter, Nassfutter und BARF © IMAGO

Welche Ernährung ist die richtige für den Hund? Die Möglichkeiten der Fütterung sind vielfältig und jede Variante bietet Hund und Halter Vor- und Nachteile.

Berlin – Wenn ein Welpe in die Familie kommt, erhält er in der Regel erst einmal das Futter weiter, das er bereits von seinem Züchter kennt. Doch spätestens, wenn der Hund für das spezielle Aufzuchtfutter zu groß geworden ist, stellt sich die Frage nach der Ernährung für den Hund. Die Auswahl an Futterarten ist groß und die Zahl der Anbieter pro Art ist nahezu unüberschaubar.

Hund und Ernährung mit Trockenfutter – praktisch und in großer Auswahl

Die Ernährung der meisten Hunde in Deutschland erfolgt heutzutage mit Trockenfutter. Dabei haben die Besitzer die Wahl zwischen folgenden Futterarten:

Hund und Ernährung: Nassfutter

Nassfutter ist auch unter den Bezeichnungen Feuchtfutter oder Dosenfutter bekannt. Bei der Herstellung wird der mehr oder weniger stark zerkleinerte Futterbrei in Dosen und Schalen gefüllt und konserviert. Das Verfahren entspricht der Produktion von Suppen oder Frühstücksfleisch aus der Dose für den menschlichen Verzehr. Dosenfutter ist nicht automatisch reicher an Fleisch als Trockenfutter, hier kommt es auf die Zusammensetzung des jeweiligen Produkts an.

Dosenfutter spielt eine größere Rolle in der Ernährung von kleinen Exemplaren, bei einem großen Hund fallen die Futtermengen aufgrund des Wassergehalts in der Nahrung vergleichsweise hoch aus. Das erfordert viel Lagerplatz für die Dosen. Außerdem ist Büchsenfutter in der Regel teurer als Trockenfutter ähnlicher Qualität. Damit steigen die Kosten für die Ernährung insbesondere bei großen Vierbeinern oder in Haushalten mit mehreren Hunden deutlich an.

Weiterhin ist zu bedenken, dass mancher Hund empfindlich auf Dosenfutter reagiert. Einige Exemplare vertragen nur geringe Mengen zur Verfeinerung des Trockenfutters.

Hund und Ernährung: Frischfutter und BARFen

Eine weitere Möglichkeit zur Ernährung von Hunden besteht in der Fütterung von selbst zubereiteten Rationen mit frischen Zutaten. Klassisch handelt es sich dabei um Mahlzeiten, die sich aus Fleisch, einer Kohlenhydratquelle wie Kartoffeln, Nudeln oder Reis und Gemüse zusammensetzen. Alle Zutaten werden gegart, anschließend vermischt und lauwarm gefüttert. Eine selbst gekochte Diät aus magerem Hühnchenfleisch mit Reis ist übrigens ideal zur Linderung von unkomplizierten Durchfällen beim Hund.

BARFen dagegen steht für die biologisch-artgerechte Rohfütterung (kurz BARF) des Hundes. Dieser Trend stammt aus den USA und hat sich in den letzten Jahrzehnten in Europa verbreitet. Die Entwickler der Methode nehmen die Ernährung von Wölfen zum Vorbild und versuchen, mit den einzelnen Komponenten das gesamte Beutetier nachzubilden. Da die Beute nicht nur aus hochwertigem Muskelfleisch besteht und vom Wolf komplett oder nahezu komplett inklusive Darminhalt gefressen wird, gehören unter anderem folgende Bestandteile dazu:

Ernährung und Hund: BARFen oder Fertigfutter?

Prof. Jürgen Zentek (Institut für Tierernährung am Fachbereich Veterinärmedizin an der Freien Universität Berlin) ist Fachtierarzt für Tierernährung und in Deutschland der Experte auf dem Gebiet der Hundeernährung. Er hält jedes ausgewogen zusammengesetzte Hundefutter, das den Bedürfnissen des Vierbeiners entspricht, für die Ernährung geeignet. Auch vertritt er die Ansicht, dass ein Mensch seinen Hund selbst ernähren kann, wenn er sich das erforderliche Wissen aneignet und die Futterrationen bedarfsgerecht zusammensetzt.

Daher gilt: Ein Hundefutter, das ein bestimmter Hund gut verträgt und akzeptiert, ist für die Ernährung desselben geeignet. Sowohl beim Hund als auch beim Halter gibt es unterschiedliche Vorlieben und Empfindlichkeiten. Ob für einen Hund die Art der Ernährung bekömmlich ist, zeigt unter anderem Folgendes:

Hund und Ernährung: Die richtige Futtermenge

Welche Futtermenge passt, richtet sich nach Alter, Größe und Aktivität des Hundes sowie nach der Art der Ernährung. Vom Nassfutter benötigt ein Hund aufgrund des hohen Wassergehalts erheblich größere Mengen als beim Trockenfutter. Wichtig ist, dass das Tier mit allen Nährstoffen versorgt wird. Dazu gehören:

Die Futtermenge für einen ausgewachsenen Hund liegt bei hochwertigem Trockenfutter in etwa bei:

Nassfutter versorgt die meisten Exemplare gut, wenn sie rund 5 Prozent des Körpergewichts als tägliche Ration erhalten. Beim BARFen mit Kohlenhydraten und viel Fett genügen meist 2 Prozent des Körpergewichts als Tagesration, Welpen und Junghunde benötigen zwischen 4 und 10 Prozent.

Ernährung des Welpen

Welpen erhalten die perfekte Ernährung durch die Muttermilch der Hündin. Ab der dritten oder vierten Lebenswoche beginnen die meisten Züchter zuzufüttern, abgesetzt von der Milch wird ein junger Hund meist zwischen der sechsten und siebten Lebenswoche. Dann gibt es keine Muttermilch mehr, sondern es steht nur noch Welpenfutter auf dem Speiseplan.

Auf Faustformel gilt: Welpen sollen „großhungern“. Zu schnelles Wachstum kann gravierende Schäden an den Knochen und Gelenken verursachen. Im Welpen- und Junghundalter sollte ein Hund drahtig, schlank, aber nicht dürr und knochig sein. Muskelmasse kann er gesund aufbauen, sobald das Höhenwachstum abgeschlossen ist.

Wenn ein Hund einzieht, müssen die Besitzer wissen, welche Nahrungsmittel für die Vierbeiner verboten sind. Dazu gehören:

Immer häufiger treten Allergien auf, die auch bereits beim Welpen oder Junghund das Wohlbefinden stören. In diesem Fall ist eine Diät der einzige Ausweg. In der Ernährung sollten alle Futterkomponenten gemieden werden, die der Vierbeiner nicht verträgt. Hundebesitzer können diese Mahlzeiten selbst zubereiten oder auf Fertigfuttersorten zurückgreifen, die nur verträgliche Zutaten enthalten.

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